Aerosmith Poster

Leben & Werk

In New Hampshire beschlossen 1970 Steven Tyler (eigentlich Steven Victor Tallarico, Gesang und Schlagzeug), Anthony Joseph ‚Joe‘ Perry (Gitarre), Brad Whitford (Gitarre) und Tom Hamilton (Bass), eine amerikanische Version der Yardbirds, Stones und Led Zeppelin aus der Taufe zu heben. Nachdem Tyler anfangs noch am Schlagzeug gesessen hatte, übernahm er die Rolle des Frontmannes, als wenig später Schlagzeuger Joey Kramer zur Band stieß.

Nach zweijährigem unermüdlichen Live-Einsatz unterschrieben Aerosmith (benannt nach einem Hersteller für aerodynamische Testgeräte) einen Vertrag mit Columbia Records und veröffentlichten 1973 ihr selbstbetiteltes Debüt-Album. Ihr energetischer, pfauenartig zelebrierter Hardrock zwischen Heavy Metal, Punk und Glam machte Aerosmith bald zu einer der beliebtesten Bands der Siebziger Jahre. Das 1975 veröffentlichte Album „Toys In The Attic“ etablierte die Gruppe als internationale Stars. Singles wie „Dream On“ (1976) oder „Walk This Way“ (1977) wurden zu Klassikern, das Album „Rocks“ (1976) erreichte auf Anhieb Platinstatus.

Ende der Siebziger verloren sich Aerosmith zusehends in stilistischer Richtungslosigkeit, neben vielen musikalischen Faktoren vor allem auch bedingt durch den exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum der Protagonisten Tyler und Perry. Das 1980 veröffentlichte „Greatest Hits“-Album verkaufte sich dennoch gut. Kurz darauf schied Perry aus, und die Gruppe versank in Bedeutungslosigkeit.

1984 fand man sich, nicht zuletzt aus einer finanziellen Notlage heraus, in Urbesetzung wieder zusammen und spielte das Comeback-Album „Done With Mirrors“ ein, welches 1985 erschien und von der Kritik als abgehalftertes Alterswerk abgetan wurde. Perry und Tyler waren jedoch inzwischen geläutert und arbeiteten abermals hart an ihrer Karriere, was in Gestalt der Run-DMC-Zusammenarbeit bei der cleveren Neuauflage von „Walk This Way“ 1986 erste Früchte trug.

1987 setzte das Album „Permanent Vacation“ die Band wieder nach altem Schema in Szene, „Dude (Looks Like A Lady)“ und „Rag Doll“ wurden zu Hitsingles. 1989 erschien „Pump“, welches die Band mit Songs wie „Janie’s Got A Gun“ oder „Love In An Elevator“ endgültig auf die Erfolgsspur zurückbrachte. Auch „Get A Grip“ (1993) lieferte Hits: „Livin‘ On The Edge“, „Cryin“ oder „Crazy“. In den Videos begann Papa Tyler, seine schauspielernde Tochter Liv der Öffentlichkeit als sexy Teenager zu präsentieren. Auch das Video-Girl Alicia Silverstone profitierte von der Zusammenarbeit. Aerosmith erwiesen sich mehr und mehr als kunstvolle Balladenschmiede: Der größte Hit der Bandgeschichte und die einzige Nummer-eins-Single war der Song „I Don’t Wanna Miss A Thing“ aus dem Film Armageddon. 2001 wurden Tyler, Perry und Konsorten in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen, 2004 veröffentlichten sie das lange geplante Blues-Album „Honkin‘ On Hobo“.

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