Filmhandlung und Hintergrund

TV-Kinderfilm nach dem bekannten Märchen von Wilhelm Hauff.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann hinterlasse uns einen Kommentar auf dieser Seite und diskutiere mit uns über aktuelle Kinostarts, deine Lieblingsserien und Filme, auf die du sehnlichst wartest. Wir freuen uns auf deine Meinung.

Alle Bilder und Videos zu Zwerg Nase

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
5
 
Stimmen
4
 
Stimmen
3
 
Stimmen
2
 
Stimmen
1
 
Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

    Kritikerrezensionen

    • Zwerg Nase: TV-Kinderfilm nach dem bekannten Märchen von Wilhelm Hauff.

      Über Klamotten wie Otto Waalkes‘ „7 Zwerge“ rümpft das Feuilleton gern die Nase. Der Bildungsbürger hält sich lieber an die klassische Märchenverfilmung, die sich auch die nächste Generation noch anschauen kann, wenn all die vorübergehend populären Zwergenkomiker längst wieder vergessen sind.

      „Zwerg Nase“ ist ein Film, der dem Feuilleton gefallen würde. Es ist ein klassischer Märchenfilm, in dem beinahe penibel auf Ironie oder gar Anarchie verzichtet wurde. Deshalb wirkt die Adaption der bekanntesten Geschichte von Wilhelm Hauff auch etwas brav. Die Moral der inneren Werte ist zwar zeitlos und die Anmutung modern, doch der Rest könnte auch von gestern stammen.

      Artig hält sich Regisseurin Felicitas Darschin, die das Buch gemeinsam mit dem Holländer Egbert van Wyngaarden geschrieben hat, an Hauffs Vorlage. Marktjunge Jakob trägt einer hässlichen alten Frau die Einkäufe nach Hause und wird von ihr für seinen Vorwitz bestraft: Sieben Jahre lang ist er der Gefangene der Hexe, die sich daheim in die Fee Kräuterweis (Mechthild Großmann) verwandelt, aber trotzdem nichts Gutes im Schilde führt. Sie bildet Jakob zwar zum Meisterkoch aus, doch als er irgendwann an einem verbotenen Kraut schnuppert, ist die Gefangenschaft abrupt beendet und aus dem hübschen Jungen ein missgebildeter Zwerg mit riesiger Nase geworden. Prompt erkennen die Eltern (Edda Leesch, Johannes Silberschneider) ihn nicht mehr. Also verdingt sich der kleinwüchsige junge Mann (Michael Markfort) am Hof von Herzog Alois (Markus Majowksi), der zwar keine Manieren, aber immer Hunger hat. Dank seiner göttlichen Gaumenfreuden macht Jakob aus dem kulinarischen Barbaren einen Feinschmecker, der mit den Kochkünsten von Zwerg Nase die anspruchsvolle Gräfin Wilhelmine (Inga Busch) rumkriegen will. Für eine Delikatesse fehlt Jakob ein ganz bestimmtes Kraut, das er schließlich mit Hilfe einer Gans findet, die wiederum in Wirklichkeit ein verzaubertes Mädchen ist; der Film leistet sich den Luxus, Jung-Star Josefine Preuß („Türkisch für Anfänger“) – von einer Miniszene am Ende abgesehen – auf ihre allerdings markante Stimme zu reduzieren.

      Neben der unterwürfigen Treue zur Vorlage hat Darschin bei ihrem Regiedebüt einen für Filme dieser Art nicht untypischen Fehler gemacht, aber vielleicht war es ja auch Absicht: Ähnlich wie im Kindertheater tragen gerade die Nebendarsteller (allen voran Gilbert von Sohlern als Majordomus) viel zu dick auf. Das mag für kleinste Zuschauer amüsant sein, schreckt ältere aber eher ab; von Erwachsenen ganz zu schweigen. Und so ist das Schönste an der Geschichte das Domizil der Hexe, das auf einer Kunsteisfläche errichtet wurde. Der rutschige, blauschimmernde Untergrund nimmt der Höhle jede Heimeligkeit und verstärkt den kühlen Kontrast zu dem sonnigen Leben, das Jakob bei seinen Eltern führte. Während die anderen Schauplätze ganz klassisch ausgestattet sind, durfte Szenenbildner Otto Kinzer in der Hexenhöhle auch unkonventionelle Dinge ausprobieren. Ausstattungskleinod ist eine Kuckucksuhr, aus der zur vollen Stunde ein Drache die Nase rausstreckt und Feuer speit. Bei einer Hollywood-Produktion wäre das der Merchandising-Renner. tpg.

    News und Stories

    Kommentare