Filmhandlung und Hintergrund

Drama um ein lesbisches Paar, das um jeden Preis ein Kind bekommen will.

Katja (43) und Isabella (37) sind ein glückliches lesbisches Paar, bis der Wunsch nach einem Kind vor allem bei der Jüngeren immer stärker wird. Die Suche nach einem Spender bei Samenbanken oder Ärzten ist nicht erfolgreich. Schließlich suchen die beiden Männer auf einer entsprechenden Website. Der Samenspender „Go for Gold“ scheint der Richtige zu sein. Nur möchte er seine möglichen Kinder regelmäßig sehen. In der Liebe zwischen den Frauen beginnt es zu kriseln, weil Isa die Beziehung zum Kindsvater in spe wichtiger zu sein scheint als die zu Katja.

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Zwei Mütter

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

3,0
2 Bewertungen
5Sterne
 
(1)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(1)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Zwei Mütter: Drama um ein lesbisches Paar, das um jeden Preis ein Kind bekommen will.

    Dokumentarischer Spielfilm Film über die Odyssee eines lesbischen Paares durch die Bürokratie und die Suche nach Sperma zur Kindszeugung.

    Man kann es sich kaum vorstellen, welche Hürden verheiratete lesbische Paare überwinden müssen, die sich ein Kind wünschen. Anne Zohra Berrached schildert am Beispiel von Katja (43) und Isabella (37) die Schwierigkeiten, sich diesen Kinderwunsch zu erfüllen. Die meisten Samenbanken lehnen aus rechtlichen Gründen ab, ein Arzt erklärt sich zu kostspieligen und nicht erfolgreichen Inseminationen bereit, billiger ist ein Händler, der Utensilien verscherbelt, um das Sperma zu Hause selbst einzusetzen, ein mühsames Prozedere. Die Männer auf seiner Website werden von den beiden genau geprüft, mit dem Samenspender „Go for Gold“, der schon 20 Kinder in drei Jahren gezeugt hat, ist der ideale „Zuchthengst“ gefunden. Allerdings beharrt er darauf, mögliche Kinder regelmäßig zu sehen. In der Liebe zwischen den Frauen beginnt es zu kriseln, scheint Isa doch plötzlich die Beziehung zum Kindsvater in spe wichtiger als die zu Katja.

    Formal ist dieser dokumentarisch wirkende Spielfilm keine Offenbarung, auch wenn die Jury des DFJW-Preises „Dialoge en Perspectives“ bei der 63. Berlinale die „zurückgenommene Farblichkeit“ lobt und - zu Recht - das authentische Spiel der beiden Protagonistinnen Sabine Wolf und Karina Plachetka. Wichtiger ist die politische Komponente. Der Film beruht auf Erfahrungen vieler Frauenpaare, die auf der Suche nach Sperma auf eine Mauer aus Abwehr und Missachtung stoßen. Die Suche der Frauen im Internet nach einem passablen Spender wirkt wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen und die Begegnungen mit potenziellen Kandidaten entbehrt nicht einer gewissen Süffisanz, wenn subjektive Beschreibungen im Internet-Profil nichts mit der Realität zu tun haben. Der subtil inszenierte Film vermittelt sehr intensiv den Riss in der Beziehung durch psychische und finanzielle Belastungen, Verlust von Zärtlichkeit und Vertrauen, den Kampf gegen Windmühlenflügel sprich Bürokratie. Gerade das offene Ende regt zur Reflexion über Ausgrenzung homosexueller Paare in einer sich tolerant glaubenden Gesellschaft an. mk.

Kommentare