Filmhandlung und Hintergrund

TV-Familienfilm um zwei um einen Job rivalisierende alleinerziehende Elternteile, die sich gegenseitig eine glückliche Ehe vortäuschen.

Architektin Verena hat ständig Krach mit ihrer ignoranten Chefin, weil sie Arbeit und Tochter eher schlecht als recht unter einen Hut kriegt. Die Situation wird bedrohlich, als sie Konkurrenz bekommt: Sven ist nicht nur Spitze im Job, sondern lebt auch in geordneten familiären Verhältnissen; jedenfalls denkt das jeder. Tatsächlich geht es ihm nicht anders als Verena. Zueinander aber finden sie erst, als die Kinder die Sache in die Hand nehmen.

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    Kritikerrezensionen

    • Zwei gegen Zwei: TV-Familienfilm um zwei um einen Job rivalisierende alleinerziehende Elternteile, die sich gegenseitig eine glückliche Ehe vortäuschen.

      Man hätte diese Geschichte als Drama erzählen können, als flammendes Plädoyer gegen die Ungerechtigkeit, dass Alleinerziehende in unserer Gesellschaft dauernd im Nachteil sind; vor allem, wenn es um Arbeit geht. Doch Autorin Annemarie Schoenle wählte für ihr Anliegen die Form der Komödie, was die Seriosität nicht schmälert, den Unterhaltungswert aber enorm vergrößert.

      Dass der Stoff bei Lars Jessen gelandet ist, der nach TV-Routine („Großstadtrevier“) im vergangenen Jahr mit seiner ironischen Abrechnung mit den Achtzigern („Am Tag, als Bobby Ewing starb“) als Kinoregisseur debütierte, ist hingegen überraschend. Aber auch gut so, denn Jessen vermeidet den Fehler, aus der Konfrontation zweier Alleinerziehender, die um einen Arbeitsplatz wetteifern, eine Klamotte zu machen.

      Dafür nehmen Buch und Regie die beiden Hauptfiguren ohnehin viel zu ernst: Architektin Verena (Clelia Sarto) hat ständig Krach mit ihrer ignoranten Chefin (Ann-Cathrin Sudhoff), weil sie Arbeit und Tochter eher schlecht als recht unter einen Hut kriegt. Die Situation wird bedrohlich, als sie Konkurrenz bekommt: Sven (Kai Wiesinger) ist nicht nur Spitze im Job, sondern lebt auch in geordneten familiären Verhältnissen; jedenfalls denkt das jeder, und er belässt sie in dem Glauben. Tatsächlich geht es ihm nicht anders als Verena, was Jessen immer wieder in hübschen Parallelmontagen verdeutlicht: Da lassen beide den Ärger aus dem Büro an ihren elfjährigen Kindern aus, die daraufhin natürlich noch bockiger werden.

      Es sind vor allem die kleinen Alltagsbeobachtungen, denen der Film seine Authentizität verdankt. Mal stirbt das Kaninchen von Verenas Tochter Anna, weil es die Fette Henne gefressen hat (eine Pflanze), so dass Verena wieder mal alles stehen und liegen lassen muss, um Anna zu trösten; mal stiehlt sich Sven mit einer fadenscheinigen Ausrede davon, um mit seinem Sohn ein Eis zu essen- und schläft dabei ebenso prompt ein wie Verena, als sie mit Anna ins Kino geht: Die Nachtarbeit hinterlässt ihre Spuren.

      Selbst wenn Jessen auf anderem Niveau inszeniert als die Freitagsfilme der ARD, ahnt und hofft man doch, wie die Geschichte ausgehen wird. Der Weg zum Happy End verläuft allerdings alles andere als gradlinig, zumal Sven keineswegs, wie Verena glaubt, geschieden ist. Eine Übereinstimmung mit den ARD-Geschichten gibt es allerdings doch: Die Kinder (außerordentlich gut geführt) haben erheblichen Anteil an der Zusammenführung der beiden Familien. tpg.

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