Filmhandlung und Hintergrund

Mit ihrem Debüt „Zurück nach Dalarna!“ ist der schwedischen Regisseurin Maria Blom ein fesselndes Provinz-Melo über das Wiedersehen dreier egozentrischer Schwestern gelungen. Nur ungern besucht die Computerexpertin Mia (Sofia Helin) ihre Eltern. Provinzielle Enge, Neid über ihren „Aufstieg“ und psychologisches Unverständnis machen die Aufenthalte in ihrem Geburtstort in der nördlich von Stockholm gelegenen Provinz...

Normalerweise meidet Computerexpertin Mia (Sofia Helin) aus Stockholm das Wiedersehen mit der nunmehr als spießig empfundenen Familie daheim im provinziellen Dalarna. Doch zum 70. Geburtstag des Vaters lässt sich ein Zusammentreffen mit den beiden älteren, daheim gebliebenen Schwestern Gunilla (Ann Petrén) und Eivor (Kajsa Ernst) nicht vermeiden. Anlässlich einer Testamentseröffnung und zahlreicher selbstgebrannter Schnäpse brechen bald munter die Konflikte auf.

Kein typisches skandinavisches Neurosendrama, sondern eine derbe Culture-Clash-Tragikomödie ist das Debüt der schwedischen Regisseurin Maria Blom.

Familientreffen, wer wüsste das nicht selbst am besten, sind manchmal der blanke Horror. Genauso denkt auch Karrierefrau Mia, die zum 70. Geburtstag ihres Vaters aus Stockholm in den provinziellen Mief ihres Geburtsorts reisen muss und dort neben allerlei ohnehin schon störenden Bekanntschaften auch auf ihre beiden Schwestern Gunilla und Eivor trifft, die eine sexuell frustiert, die andere vom Neid zerfressen. Auf der alkoholgetränkten Feier kommt es dann schließlich zur unvermeidlichen Eskalation der angestauten Animositäten.

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Darsteller und Crew

  • Kajsa Ernst
    Kajsa Ernst
    Infos zum Star
  • Sofia Helin
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  • Ann Petrén
    Ann Petrén
  • Lars G. Aronsson
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  • Barbro Enberg
    Barbro Enberg
  • Joakim Lindblad
    Joakim Lindblad
  • Inga Ålenius
    Inga Ålenius
  • Willie Andréason
    Willie Andréason
  • Peter Jankert
    Peter Jankert
  • Alf Nilsson
    Alf Nilsson
  • Maja Andersson
    Maja Andersson
  • Anders Nygårds
    Anders Nygårds
  • Maria Blom
    Maria Blom
  • Lars Jönsson
    Lars Jönsson
  • Peter Mokrosinski
    Peter Mokrosinski
  • Petra Ahlin
    Petra Ahlin
  • Michal Leszczylowski
    Michal Leszczylowski
  • Sara Törnkvist
    Sara Törnkvist

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Kritikerrezensionen

  • Mit ihrem Debüt „Zurück nach Dalarna!“ ist der schwedischen Regisseurin Maria Blom ein fesselndes Provinz-Melo über das Wiedersehen dreier egozentrischer Schwestern gelungen.

    Nur ungern besucht die Computerexpertin Mia (Sofia Helin) ihre Eltern. Provinzielle Enge, Neid über ihren „Aufstieg“ und psychologisches Unverständnis machen die Aufenthalte in ihrem Geburtstort in der nördlich von Stockholm gelegenen Provinz Dalarna (Dalecarlia) zu einer sehr irdischen Hölle. Aber zum 70. Geburtstag des Vaters muss die Stockholmer Singlefrau erscheinen, und zu allem Überfluss trifft sie dort nicht nur auf nervige Bekannte und Verwandte, sondern auch auf ihre zwei älteren Schwestern. Während die geschiedene Gunilla (Ann Petrén) mit ihrer Midlife-Krise kämpft und unentwegt von einem erotischen Urlaub auf Bali schwärmt, nagt an der im Dorf gebliebenen Hausfrau Eivor (Kajsa Ernst) der blanke Neid gegenüber ihrer angeblich so patenten Schwester. Anlässlich der Geburtstagsfeier brechen unter Zuhilfenahme von reichlich selbst gebranntem Schnaps die Animositäten und Sehnsüchte innerhalb der Familienstruktur auf, zumal auch Mia ein Geheimnis verbirgt.

    Maria Bloms Debüt ist beleibe kein melancholischer Problemfilm, sondern vielmehr ein frech-derbes Melodram über den Gegensatz Stadt/Land und über unbewältigte Vergangenheiten, ohne dabei ein seichtes Gut-Böse-Schema zu bedienen. Meisterhaft versteht es Blom, bislang als Autorin und Regisseurin fürs Theater tätig, die Sprachlosigkeit ihrer Protagonisten mit teilweise bizarrem Aktionismus auszufüllen, wobei auf dem für alle Beteiligten katastrophalen und gleichzeitig befreienden Höhepunkt ein Gewehr und eine Katze die eigentlichen „Helden“ sind. „Zurück nach Dalarna!“ hat den Schwedischen Filmpreis 2004 sicherlich auch wegen seines federleichten Scripts gewonnen. In Deutschland wird er deswegen - bei ausreichender Spielzeit im Kino - nicht nur bei Fans des Nordischen Films für Furore sorgen! aw.

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