Zum Glück geküsst

  1. Ø 2
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Zum Glück geküsst: Romantische Großstadtkomödie mit Lindsay Lohan, die ihr sprichwörtliches Glück verliert, als sie Wege mit einem notorischen Verlierer kreuzt.

Ashley Albright (Lindsay Lohan) scheint vom Glück verfolgt zu werden. Was immer die Managerin einer Boy-Band anfasst, wird zu Gold. Bildlich gesprochen. Und bis gestern jedenfalls. Seither wurde sie verhaftet, gefeuert und aus der Wohnung geschmissen. Ob’s was mit jenem Kuss zu tun hat, den sie auf einer Party mit Ultrapechvogel Jake (Chris Pine) austauschte? Der kann sich jedenfalls seither vor glücklichen Zufällen kaum retten.

Romantische Fantasy-Komödie in bester „Freaky Friday„-Tradition. „Miss Undercover„-Regisseur Donald M. Petrie inszenierte.

Ashley ist das glücklichste Mädchen von New York: Was sie anfasst, wird buchstäblich zu Gold. Sie kann einfach nichts falsch machen. Ganz im Gegenteil zu Jake, der richtiggehend vom Pech verfolgt wird. Auf einem Maskenball treffen die beiden grundsätzlich gegensätzlichen Typen aufeinander. Sie küssen sich. Und von da an ist alles anders: Auf einmal klebt Ashley das Pech an den Hacken – und Jake ist vom Glück geküsst. Was soll Ashley nur anstellen, dass das richtige Gleichgewicht wieder hergestellt wird?

Ashley arbeitet bei einer erfolgreichen PR-Firma und hat auch sonst das Glück gepachtet. Auf der anderen Seite des Lebens steht der sympathische Loser Jake, der sich im langweiligen Job mühsam über Wasser hält und nebenbei frustrierende Erfahrungen als Manager einer Newcomer-Band sammelt. Auf einem Maskenball landen die beiden eher zufällig gemeinsam auf der Tanzfläche, tauschen einen flüchtigen Kuss. Von da an ist nichts mehr wie es einmal war: Jake startet so richtig durch, während Ashley sich bald auf der Straße wiederfindet.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Zum Glück geküsst“ ist ein Filmmärchen über Aberglauben in Form von Leitern, schwarzen Katzen, Horoskopen und einer Wahrsagerin. Oder darüber, welchen Unterschied es ausmacht, ob jemand überall gut ankommt, wie die lächelnde Ashley, oder ständig angerempelt und schrecklich missverstanden wird, wie Jake. Später wird Ashley auch angerempelt werden und immer das Falsche sagen, ohne zu wissen, warum.

    Die von Lindsay Lohan („Freaky Friday“) gespielte junge Frau bleibt in ihrer anfänglichen Glückszeit sympathisch und natürlich, was ihre beiden nicht so erfolgreichen Freundinnen und Kolleginnen sehr an ihr schätzen. Sie nimmt das gehobene Ambiente, die schicke Kleidung einfach als gegeben hin. Die dunkle Seite von New York hingegen ist die Heimat des armen Jake mit den blauen Augen. Auch er hat ein großes Herz, und kümmert sich trotz seines ständigen Pechs um die kleine Kusine Katy, auch sie ein Unglückswurm.

    Ungefähr 15 Minuten lang kann man die Story originell und entwicklungsfähig finden. Dann aber nervt der immergleiche Slapstick ganz gewaltig: der Pechvogel und die Autos, die nur darauf warten, ihn mit Pfützenwasser zu bespritzen. Die Taxis, die nur für das Glückskind halten. Dass Ashley in ihrer Pechvogel-Episode dann in Jakes Wohnung mit einer überschäumenden Waschmaschine kämpfen muss, ist ungefähr der Höhepunkt der Langeweile. So viel Pech kann ein einzelner Mensch gar nicht haben, schließlich ist sie bereits bei ihren Freundinnen und im neuen Knochenjob als Elefant im Porzellanladen aufgefallen.

    Regisseur Donald Petrie („Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?“) hat schon bessere Filme gedreht. Ein Highlight hat das schwache Drehbuch dennoch zu bieten: Als sich Ashley und Jake nach dem Kuss wieder über den Weg laufen, erkennt er in ihr eine verwandte Seele, die ihn an früher erinnert. Er ahnt im Voraus, was ihr Schlimmes passieren wird, beschützt sie und bringt sie in seinem früheren Job in einem Bowlingcenter unter. Und Ashley lernt, sich auch ohne Glück durchzubeißen, behält ebenfalls Herz und Humor.

    Auch die kleine Nebenhandlung mit der Ashley, die wahllos fremde Männer küsst, um ihr Glück wiederzufinden – sie weiß nicht, wer der Mann auf dem Maskenball war – ist ganz nett. Doch fehlt durchgehend ein wirklich zündender Witz, etwas Inspiration. Die Geschichte bleibt brav, die Beziehung von Ashley und Jake verbal, distanziert, ohne Konturen. Weder als Komödie, noch als Liebesfilm kann diese Inszenierung überzeugen, höchstens Kinder im Alter von Kusine Katy könnten hier ins Kichern geraten.

    Fazit: Weiblicher Glückspilz küsst männlichen Pechvogel und die Rollen vertauschen sich: Zu viel billiger Slapstick versalzt diese unsichere Komödie.
  • Die Prämisse vom vertauschten Glück ist nicht viel anders als die vom vertauschten Körper in Lohans Hitkomödie „Verrückter Freitag“ mit Jamie Lee Curtis. Was La Lohan in dieser Inszenierung vom „Miss Undercover“-Regisseur Donald Petrie allerdings abgeht, ist die charmant-komische Unterstützung eines Leinwandpartners von Curtis‘ Kaliber. Stattdessen ist ihr Gegenüber der etwas farblose Chris Pine, der schon für Anne Hathaway in „Plötzlich Prinzessin 2“ den properen Schwarm porträtierte. Im Gegensatz zu Lohans Figur Ashley Albright, die in allen Lebenslagen ein ausgemachter Glückspilz ist, wird er als der junge Jake vom Dauerpech verfolgt. Ihre Wege kreuzen sich bei einer von Ashley organisierten PR-Party für eine Plattenfirma, deren Boss Jake eine Promo-CD der von ihm gemanagten Boyband McFly (als sie selbst) zuspielen will. Ein spontaner Kuss auf der Tanzfläche zwischen Ashley und Jake wirft das Leben beider völlig aus der bisherigen Bahn. Die zuvor modische, erfolgreiche und umschwärmte Ashley wird plötzlich verhaftet, gefeuert und verliert ihre tolle Wohnung. Was sie auch anfasst, führt von einem Desaster zum nächsten und gibt Lohan ausgiebig Gelegenheit, ihre Slapstickkünste unter Beweis zu stellen. Umgekehrt hat der bis dato schusselige Verlierertyp Jake nun endlich Erfolg mit seiner Band (die etliche Songs vortragen und damit entscheidend zum Teeniebopper-Flair beitragen). Gleichzeitig verlieben die beiden sich ineinander, ohne die Identität des anderen zu erahnen. Denn einer traditionellen Storykomplikation zufolge erkennen sie sich nicht von ihrem ersten Kuss, da beide dem Partymotto entsprechend maskiert waren. Was mit einem (scheinbar) übernatürlichen Twist beginnt, wird schließlich mit einer praktischen Erklärung beim Happy End beschlossen.

    Junge Frauen, die sich beispielsweise an Petries „Wie werde ich ihn los – in zehn Tagen“ ergötzten, werden ein wenig enttäuscht sein, denn unter die Sparte „romantische Großstadtkomödie“ fällt dieses Lohan-Vehikel nicht. Dafür wird sich im unschuldig-braven Ton und teengemäßen Plot noch zu sehr am Geschmack ihres jungen Stammpublikums orientiert. Dieses wird sich zum Glück wohl ganz gut amüsieren. ara.

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