Vor 14 Jahren bereicherte RTL II das Reality-TV mit der Renovierungsshow „Zuhause im Glück“, jetzt wurde das Ende des Formates verkündet. Schuld ist unter anderem das sinkende Interesse des Publikums.

Vor 14 Jahren schickten die Verantwortlichen von RTL II erstmals ein Team an Handwerkern zu einer vom Schicksal gebeutelten Familie. Das Makeover-Format „Zuhause im Glück“ entwickelte sich rasch zum Quotenhit, doch nun ist nach insgesamt 230 Episoden Schicht im Schacht, wie die Kollegen von DWDL berichten. Moderatorin Eva Brenner hat gegenüber dem Magazin bereits ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, künftig nicht mehr für frischen Wind in grauen Gemäuern sorgen zu dürfen.

Die sinkenden Quoten sind nur ein Grund für die Absetzung von „Zuhause im Glück“

Bereits Ende 2018 entschieden die Verantwortlichen von RTL II, auf den einstigen Dauerbrenner künftig zu verzichten. Einer von zwei ausschlaggebenden Gründen waren die zuletzt rückläufigen Quoten. Doch auch ein weiteres Problem trug wohl zur Entscheidung bei.

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Probleme mit Finanzamt könnten weiterer Grund für das Aus sein

Wir berichteten 2018 bereits über den Fall von Familie Ast aus Rheinland-Pfalz, der vom „Zuhause im Glück“-Team geholfen wurde. Doch nach getaner Arbeit meldete sich das Finanzamt und forderte eine Summe von 35.000 Euro, da es die Renovierungen als geldwerten Vorteil ansahen, der zu versteuern ist. Auch andere Teilnehmer der Show sollen mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen gehabt haben. Zunächst appellierten die Verantwortlichen des Senders noch an den Fiskus, jetzt scheinen sie auch in Hinblick auf diese Problematik das Handtuch zu werfen.

Die Situation mit dem Finanzamt erschwert die Produktion natürlich und hätte für steigende Kosten gesorgt, wenn man sich beispielsweise entschieden hätte, die Steuerschuld zu begleichen. Auch die angedachte Zusammenarbeit mit einem Steuerberater wäre sicher nicht kostenfrei gewesen. Entsprechend ist es nachvollziehbar, dass nun ein Schlussstrich gezogen wurde. Offiziell heißt es, man wolle sich auf die Entwicklung neuer Programmideen konzentrieren. Moderatorin Eva Brenner gab zu verstehen, dass sie die Entscheidung des Senders verstehen könne.

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