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Zorn - Tod und Regen

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Verfilmung von Stephan Ludwigs gleichnamigem Debüt-Roman und erster Fall für die Hallenser Kommissare Zorn und Schröder.

Lustlos versieht Hauptkommissar Claudius Zorn seinen Dienst: „Ich jage keine Verbrecher, sondern sortiere verfickte Akten!“ Lästige Aufgaben schiebt er wenn möglich an seinen Assistenten, dem „dicken Schröder“, zu - dennoch kommen die beiden gut miteinander aus. Da reißt ein brutaler Mord - eine gefesselte Frau verblutet -sie aus ihrem Alltagstrott. Zudem wird ein Kind überfahren, das nur schwer verletzt überlebt. Die Fälle hängen irgendwie zusammen - nur wie? Und welche Rolle spielt dabei der zuständige Staatsanwalt, der wichtige Akten verschwinden lässt?

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zorn - Tod und Regen: TV-Verfilmung von Stephan Ludwigs gleichnamigem Debüt-Roman und erster Fall für die Hallenser Kommissare Zorn und Schröder.

    Mark Schlichter adaptiert Stephan Ludwigs Debütroman um den Titel gebenden, ewig übellaunigen Hauptkommissar, den Misel Maticevic perfekt verkörpert.

    Lange war Halle Schauplatz des „Polizeiruf 110“, das neue Ermittlerteam ist nun aber in Magdeburg tätig. Somit ist die Großstadt an der Saale wieder frei für ein neues Kriminalistenduo in Person von Misel Maticevic und Axel Ranisch. Erstmals lösen sie in „Zorn - Tod und Regen“ - nach Stephan Ludwigs Debütroman - gemeinsam einen Fall. Eine Frau verblutet, nachdem man sie an einen Stuhl gefesselt und ihr die Kniekehlen durchschnitten hat, ein Kind wird überfahren und überlebt nur schwer verletzt, ihre Mutter begeht Selbstmord - weitere Opfer folgen. Wie hängen die Taten zusammen?

    Der Blutzoll ist bei diesem düsteren, atmosphärischen MDR-Krimi hoch, Sympathieträger sterben, Polizisten sind einander nicht grün, der zuständige Staatsanwalt spielt eine zwielichtige Rolle. Zorn, Vorname Claudius, ideal besetzt mit Maticevic, der seine Polizisten gerne finsterer anlegt als seine Verbrecher, ist ein unleidiger Mann. Der Job schlägt ihm aufs Gemüt: „Ich jage keine Verbrecher, sondern sortiere verfickte Akten!“. Sonniger ist da schon sein Kollege, der „dicke Schröder“, lustvoll interpretiert von Ranisch, der für die humorvollen Töne zuständig ist und gern seine Fremdsprachenkenntnisse nutzt: „Sí Señor!“ In ihm steckt mehr als man meint und er geht notfalls auch mit seinem „Chef“ während der Dienstzeit schwimmen - mit Noppenbadekappe versteht sich. Ein „odd couple“, das gut harmoniert.

    Eher ruhig nimmt der Plot Fahrt auf, Figuren und Schauplätze müssen etabliert werden. Co-Drehbuchautor Ludwig, der in Halle lebt, rückt „seine“ Stadt, geschickt ins Zentrum der Handlung - Plattenbauten, dunkle Straßen, winklige Gassen, Industriegelände. Der stets stilsichere Benedict Neuenfels sorgt für die nachtschwarzen, nass-kalten Bilder - viel Schatten, wenig Licht. Blues ist angesagt, die Stimmung entspricht dem Seelenleben des Hauptkommissars, der in seinem Singleapartment - zehnter Stock, die Herzdame, die er im Aufzug trifft, wohnt im sechsten - Platten hört und nonstop raucht. Malina (Katharina Nesytowa) heißt die junge Frau, tagsüber studiert sie, nachts arbeitet sie in der Bar ihres Onkels, der bald zum Kreis der Verdächtigen zählt. Berufliches wird hier häufig privat - und umgekehrt. Versiert steigert der Thriller-erfahrene Mark Schlichter die Spannung, bald explodiert die Gewalt im Wortsinn. Ein Krimi der seine Bezeichnung verdient. Fortsetzung folgt - hoffentlich! geh.

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