Als „Zoomania“ Anfang März in die Kinos kam, bewies Disney einmal mehr, was für ein Hitpotenzial ihre Filme stets haben. Wohl kaum jemand hatte den putzigen Animationsfilm auf der Rechnung, doch „Zootopia“ wurde zum besten US-Kinostart eines Disney-Films überhaupt. An dieser Stelle soll es aber noch um einen anderen, ungewöhnlicheren Rekord gehen.

Zoomania“ entführt seine Zuschauer in eine anthropomorphe Welt - das bedeutet, dass Tiere vermenschlicht dargestellt werden. Sie können sprechen, tragen Kleidung und gehen normalen Berufen wie Bäcker, Büroangestellter oder eben Polizist nach. Dies ist auch die Berufung von Hase Judy Hopps, die sich mit dem Fuchs und Trickbetrüger Nick Wilde zusammentut, um einem Komplott auf die Schliche zu kommen.

Die Geschichte von „Zoomania“ begeisterte Kritiker und Zuschauer gleichermaßen und sorgte dafür, dass der Animationsfilm zu einem Überraschungserfolg wurde. Viel wichtiger ist die Geschichte aber nun für einen Rekord, den „Zoomania“ aufgestellt hat. Obwohl der Disney-Film mittlerweile in der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten (ohne Berücksichtigung der Inflation) „nur“ auf Platz 26 liegt, ist er bei den eigenständigen Filmen auf Platz zwei hinter „Avatar - Aufbruch nach Pandora„.

Mit seinen 991 Millionen US-Dollar Einnahmen muss „Zoomania“ zwischen sich und dem erfolgreichsten Film aller Zeiten zwar einige weitere Kassenschlager lassen, doch diese basieren alle nicht auf eigenständigen Ideen. Entweder sie haben ein reales Ereignis als Vorbild genommen („Titanic„), basieren auf Romanen („Jurassic Park„), Märchen („Die Eiskönigin - Völlig unverfroren„) oder es handelt sich schlicht um Fortsetzungen („Star Wars 7: Das Erwachen der Macht). Die Autoren von „Zoomania“ haben hingegen auf keine fremde Vorlage zurückgegriffen, sondern sich ihre eigene Geschichte ausgedacht.

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Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich, dass unter den Top 25 mit „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ lediglich ein Film ist, der auf keiner Vorlage basiert. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, liegt im Auge des Betrachters. Über die Sequel-Flut und Ideen-Armut in Hollywood wird sich seit Jahren beschwert, doch die Erfolge sprechen wiederum eine andere Sprache.

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