Zoolander

   Kinostart: 27.12.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Ausgelassene Modesatire über ein nicht allzu helles männliches Supermodel, das einen politischen Mord begehen soll.

Modeschöpfer Mugatu wählt das nicht allzu intelligente Supermodel Derek Zoolander aus, den malaysischen Premierminister zu ermorden, der Kinderarbeit abschaffen will und damit die Modebranche in die Krise stürzen würde. Zoolander wird eine Gehirnwäsche verpasst, doch die Journalistin Mathilda und Zoolanders Erzrivale, Newcomer Hansel, kommen Mugatu auf die Spur.

Dem männlichen Supermodel Derek Zoolander wird über Nacht der Platz im Designerhimmel vom Konkurrenten Hansel streitig gemacht. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, soll der reichlich unterbelichtete, hypersensible Kleiderständer auch noch im Auftrag der Modebosse den malaiischen Staatspräsidenten eliminieren. Dieser plant nämlich, in seiner Heimat die billige Kinderarbeit abzuschaffen und könnte so die Haute-Couture-Industrie über Nacht in den Ruin treiben…

Das reichlich unterbelichtete männliche Supermodell Derek Zoolander soll im Auftrag der Modebosse den malaisischen Staatspräsidenten eliminieren. Der will nämlich in seiner Heimat die billige Kinderarbeit abschaffen, was für die Haute-Couture-Industrie den Ruin bedeuten würde… Regisseur und Hauptdarsteller Ben Stiller zieht die Bekleidungsbranche boshaft und gnadenlos durch den Kakao.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zoolander: Ausgelassene Modesatire über ein nicht allzu helles männliches Supermodel, das einen politischen Mord begehen soll.

    Für die VH1/Vogue Fashion Award Sendung 1996 kreierte Komiker Ben Stiller („Meine Braut, ihre Eltern und ich“) die fiktive Figur des Derek Zoolander - seines Zeichens männliches Supermodel, ebenso selbstverliebt wie strohdoof. Fünf Jahre später kommt nun die auf Spielfilmlänge aufgepeppte Version in die US-Kinos. Stiller schlüpfte dafür nicht nur in die Protagonistenrolle, sondern übernahm fünf Jahre nach „Die Nervensäge“ mit Jim Carrey erstmals auch wieder die Regie. Am Rande sei bemerkt, dass es sich bei dem ausgelassenen Spaß seit dem Terrorangriff am 11. September um die erste Veröffentlichung handelt, bei der Aufnahmen des World Trade Centers digital entfernt wurden.

    Der Plot, bei dem Stiller ebenfalls mitgemischt hat, dreht sich um eine wahnwitzige politische Mordintrige, die in ihrer turbulenten Albernheit auch genau auf der Wellenlänge von Zoolanders groovigem Idol Austin Powers liegen würde. Die Eröffnungssequenz zeigt eine geheime Versammlung der Creme de la Creme der Modeschöpfer, die beschließt, dass der Minister von Malaysien beseitigt werden muss. Denn dieser will Kinderarbeit abschaffen und könnte somit die gesamte Modeindustrie in den Ruin stürzen. Der exzentrische Mugatu (Will Ferrell aus „A Night At The Roxbury“ und den „Austin Powers“-Filmen) hat auch gleich einen Kandidaten für den Job im Visier: Das superdämliche Supermodel Derek Zoolander, der kurz davor steht, zum vierten Mal zum Model des Jahres gewählt zu werden. Als die Auszeichnung allerdings an seinen Erzrivalen Hansel (urkomisch: Owen Wilson, der als schnöselig-perfekter Exfreund schon in „Meine Braut, ihr Vater und ich“ mit Stiller auf Kriegsfuß stand) verliehen wird, ist Zoolander am Boden zerstört. Er verkündet, dass es „mehr im Leben gibt als super-super-gutaussehend zu sein“ und macht einen Abstecher in seine Heimatstadt. Der Bergarbeiter-Vater (Jon Voight) schämt sich jedoch, mit dem tuntenhaften Weichling gesehen zu werden. Also geht es zurück nach New York, wo ihm sein Agent (Stillers Vater Jerry mimt einen greisenhaften Möchtegernjüngling mit Prostataproblemen) Mugatus neue“Derelicte“-Kampagne vermittelt. Zuvor wird Derek jedoch einer psychedelischen Gehirnwäsche unterzogen, damit er bei der Modeshow den anwesenden malaysischen Minister angreift, sobald die Klänge von Frankie Goes To Hollywoods „Relax“ zu hören sind. Klassische Hits der achtziger Jahre, von Wham! zu Michael Jackson, liefern ohnehin den maßgeschneidert sinnentleerten Klangteppich für den ausgelassenen satirischen Spaß und unterstreichen den sexuell ambivalenten Grundtenor. Mit der Journalistin Mathilda (Stillers Ehefrau Christine Taylor) darf sich der feminine Zoolander aber auch mit einem Wesen des anderen Geschlechts vergnügen. In punkto komischer Elektrizität knistert es jedoch am meisten zwischen Stiller und Wilson, dessen Hansel ein sympathischer Haute-Couture-Hippiehohlkopf voller absurder New-Age-Weisheiten ist. Wilson gießt sein perfekt geöltes Timing auf Stillers komödiantisches Feuer: Wenn sie gemeinsame Sache machen, beispielsweise bei einem „Walkoff“ im Stil von Michael Jacksons Moonwalk, den sie statt eines Duells auf dem Laufsteg austragen, dann sitzen die Gags wie ein Gucci-Anzug. Trotz der bissigen Spitzen in Richtung Modewelt sind etliche Modemacher wie Donatella Versace und Tommy Hilfiger vertreten, sowie ein ganzer Laufsteg von Stars und Berühmtheiten (David Bowie, Natalie Portman, Billy Zane, Fred Durst, Donald Trump etc.) in Cameoauftritten zu sehen. Die Kostüme und Produktionsdesign wurden passend schrill und grell zusammengestellt und verpacken den überdrehten Ulk auch optisch in das richtige Over-the-top-Outfit, ganz nach dem motto: Zuviel ist nicht genug. ara.

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    Kino.de Redaktion  

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