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Zehn wahnsinnige Tage

Filmhandlung und Hintergrund

Der erste Einsatz geht gründlich daneben: Bei einer Demonstration gegen die Abschiebung von Asylbewerbern lässt sich Polizei-Azubi Felix von einer schönen Inderin übertölpeln. Sie fesselt ihn mit den eigenen Handschellen und stürzt ihn damit in gleich zwei Verlegenheiten: Bei seinen Kollegen wird Felix natürlich zum Gespött; doch der tiefe Abschiedsblick aus den schönen braunen Augen ist ihm durch und durch gegangen...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der erste Einsatz geht gründlich daneben: Bei einer Demonstration gegen die Abschiebung von Asylbewerbern lässt sich Polizei-Azubi Felix von einer schönen Inderin übertölpeln. Sie fesselt ihn mit den eigenen Handschellen und stürzt ihn damit in gleich zwei Verlegenheiten: Bei seinen Kollegen wird Felix natürlich zum Gespött; doch der tiefe Abschiedsblick aus den schönen braunen Augen ist ihm durch und durch gegangen.

    „Zehn wahnsinnige Tage“ ist eine Mixtur aus Romanze und Fernsehfilm mit kritischer Botschaft. Denn die schöne Ra (Indira Varma) hat ein Anliegen: Im „exterritorialen Transitbereich“ des Frankfurter Flughafens, im rechtlichen Niemandsland also, befinden sich mehrere illegal eingeschleuste Kinder indischer Oppositioneller. Einen Asylantrag können sie erst stellen, wenn sie diese Zone verlassen. Das aber will die Polizei verhindern: Die Kinder sollen umgehend wieder heimgeschickt werden. Polizeischüler Felix ist somit hin- und hergerissen: Einerseits hat er gerade erst die Regeln von Recht und Ordnung verinnerlicht, andererseits hat er Mitleid mit den Kindern. Und auch wenn er sich nicht sicher ist, ob ihn Ra nicht bloß benutzt, hat sie es ihm mehr als angetan.

    Der romantische Aspekt tritt in Stefan Dähnerts Drehbuch jedoch zugunsten der Botschaft des Films mehr und mehr in den Hintergrund. Das ist schade, weil Regisseur Christian Wagner („Wallers letzter Gang“) gerade die Szenen zwischen dem Liebespaar, aber auch die Freundschaft zwischen Felix und seinem besten Freund Bernie (Oliver Bröcker) sehr überzeugend gelungen sind. Ausgerechnet Bernie stellt sich als Repräsentant des Gesetzes Felix schließlich in den Weg, und Felix muss sich endgültig entscheiden.

    Vor allem die jungen Darsteller machen Wagners Film sehenswert. Fabian Busch („23“) zählt ohnehin zu den interessantesten Nachwuchsschauspielern. Doch der Film gehört eindeutig Indira Varma, der in England lebenden Tochter eines Inders und einer Schweizerin, die vor Jahren bereits mit „Kama Sutra“ international für Aufsehen sorgte. Eine reizvolle Schlüsselrolle spielt auch Rüdiger Vogler als Ausbilder von Felix und Bernie, der nur vordergründig dem Klischee des rauen, aber herzlichen Vorgesetzten entspricht. tpg.

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