Filmhandlung und Hintergrund

Virtuoses Schwertkämpferdrama von Japans Regiemeister Akira Kurosawa („Die sieben Samurai“), der hier nicht nur - für japanische Verhältnisse eher ungewöhnlich - den Triumph des Individuums über die Konformität zelebriert, sondern auch eine wunderbare Storyschablone für das aufkeimende Actiongenre liefert, die, wie z.B. in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ oder Walter Hills „Last Man Standing“, immer wieder...

Im Japan der 1860-er Jahre gelangt ein Rōnin (Toshirō Mifune), ein herrenloser Samurai, in ein kleines, ländliches Dorf. Dieses Dorf wird durch den Bandenkrieg zweier rivalisierender Männer gespalten: Seibei und Ushitora. Ushitora war einst die rechte Hand von Seibei, bis der seinen Sohn als Nachfolger bestimmte. Seibei wird in dieser Auseinandersetzung vom Sakebrauer des Dorfes unterstützt, während Ushitora auf die Rückendeckung des Bürgermeisters, der Seide herstellt, setzen kann. Der Besitzer des Gasthauses warnt den Rōnin, dass er das Dorf verlassen solle, solange er noch könne. Der Rōnin hat jedoch andere Absichten und sagt, das Dorf sei besser dran, wenn beide Seiten tot wären. Sein Ziel ist es in der Folge, die beiden Parteien gegeneinander auszuspielen. Um das zu erreichen, tötet er zuerst drei Männer von Ushitora und lässt sich von dem unterlegenen Seibei anheuern. Als er zwei Auftragsmörder von Ushitora festnehmen kann, verkauft er sie an Seibei und sagt anschließend Ushitora, dass Männer von Seibei sie geschnappt hätten. Ushitora belohnt ihn für seine Hilfe, allerdings misstraut der Bruder von Ushitora dem Fremden, was für diesen mehr als gefährlich werden kann. Denn Ushitoras Bruder besitzt mit seinem Revolver die einzige Schusswaffe des Dorfes und ist dem Schwertkämpfern damit überlegen. Ein gefährliches Intrigenspiel beginnt, das für den Rōnin ebenfalls tödlich enden könnte.

„Yojimbo – Der Leibwächter“ ist ein japanisches Drama von Akira Kurosawa, das entscheidenden Einfluss auf die Entstehung der Italo-Western hatte. So ist „Für eine Handvoll Dollar“ von Sergio Leone ein Remake von „Yojimbo – Der Leibwächter“ und auch „Last Man Standing“ mit Bruce Willis basiert auf dem japanischen Klassiker.

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Kritikerrezensionen

  • Virtuoses Schwertkämpferdrama von Japans Regiemeister Akira Kurosawa („Die sieben Samurai“), der hier nicht nur - für japanische Verhältnisse eher ungewöhnlich - den Triumph des Individuums über die Konformität zelebriert, sondern auch eine wunderbare Storyschablone für das aufkeimende Actiongenre liefert, die, wie z.B. in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ oder Walter Hills „Last Man Standing“, immer wieder gern kopiert wird. In der Hauptrolle brilliert einmal mehr Nippons Parade-Samurai Toshiro Mifune.

News und Stories

  • Japan Filmfest Hamburg

    Das 11. Japan Filmfest Hamburg findet dieses Jahr vom 26. bis 30. Mai statt. Während dem Filmfest werden aktuelle Highlights aus der japanischen Filmlandschaft präsentiert und dieses Jahr wird zudem der 100. Geburtstag von Akira Kurosawa mit Rashomon, Die Sieben Samurai und Yojimbo - Der Leibwächter gefeiert. Als Eröffnungsfilm wird Tajomaru, eine Neuinterpretation eines Kurosawa-Stoffes gezeigt und es werden auch...

    Kino.de Redaktion  

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