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Kinocharts: „Wunder“ erobert Deutschland, „Maze Runner 3“ die USA

Andreas Engelhardt  

Der erste Monat 2018 neigt sich dem Ende entgegen und zum Abschluss präsentierte uns der Januar in Deutschland und den USA zwei neue Kino-Spitzenreiter. Der Vertreter jenseits des Atlantiks schaffte das zweifelhafte Kunststück, trotz des ersten Platzes zu enttäuschen. Zunächst wenden wir uns aber den hiesigen Kinocharts zu.

Neueinsteiger „Wunder“ nahm sich seinen eigenen Titel zu Herzen und eroberte die Pole Position in Deutschland. 175.000 Zuschauer sahen am vergangen Wochenende das Familiendrama über einen entstellten Jungen (Jacob Tremblay, „Room“) mit Owen Wilson und Julia Roberts. Damit konnte „Wunder“ die deutsche Komödie „Hot Dog“ mit Matthias Schweighöfer und Til Schweiger verdrängen.

Auf Platz 2 folgt mit „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ erneut eine deutsche Komödie. Nach dem starken Debüt mit 150.000 Besuchern verlor der Film lediglich 30.000 Zuschauer im Vergleich zu diesem Wochenende. Zusätzlich bemerkenswert: Unter den besten fünf Filmen des Wochenendes befinden sich drei aus Deutschland.

Knapp den Sprung in die Top 5 verpasst hat hingegen der Oscar-Kandidat „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Die schwarze Tragikomödie handelt von eine Mutter (Frances McDormand), die ihre örtliche Polizei mit Werbebannern für den ungeklärten Mord ihrer Tochter öffentlich kritisiert. 90.000 Zuschauer sahen den Film in gerade einmal 126 Kinos, „Wunder“ brachte es im Gegensatz dazu auf 465 Lichtspielhäuser.

Deutsche Filme 2018: Die 20 besten Kinostarts

Kinocharts Deutschland: Deutsche Filme dominieren

1. „Wunder“ — 175.000 Zuschauer (1,5 Millionen Euro Umsatz)

2. „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ — 120.000 Zuschauer (0,78 Millionen Euro Umsatz)

3. „Hot Dog“ — 110.000 Zuschauer (0,95 Millionen Euro Umsatz)

4. „Dieses bescheuerte Herz“ — 100.000 Zuschauer (0,83 Millionen Euro Umsatz)

5. „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ — 90.000 Zuschauer (0,85 Millionen Euro Umsatz)

Quelle: Blickpunkt Film

Kinocharts USA: Gewonnen und doch verloren

Wie man die Konkurrenz besiegt und doch an sich selbst scheitert, zeigte am vergangenen Wochenende „Maze Runner 3 – Die Auserwählten in der Todeszone“. Drei Jahre lang mussten die Fans auf den Abschluss der Trilogie warten; die Dreharbeiten wurden wegen eines schweren Stuntunfalls von Hauptdarsteller Dylan O’Brien für lange Zeit unterbrochen. Mit 23,5 Millionen US-Dollar erklomm der dritte Film der Jugend-Reihe zwar die Charts, allerdings liegt dies unter dem anfänglichen Einspielergebnis der vorherigen Teile. „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ spielte noch 32,5 Millionen US-Dollar ein, „Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste“ sank bereits auf 30,3 Millionen US-Dollar ab.

1. „Maze Runner 3 – Die Auserwählten in der Todeszone“ — 23,5 Millionen US-Dollar

2. „Jumanji 2: Willkommen im Dschungel“ — 16,4 Millionen US-Dollar

3. „Hostiles“ — 10,2 Millionen US-Dollar

4. „Greatest Showman“ — 9,5 Millionen US-Dollar

5. „Die Verlegerin“ — 8,85 Millionen US-Dollar

Quelle: Box Office Mojo

„Hostiles“ mit Christian Bale kletterte derweil auf Platz 3. Das lag vor allem daran, dass der Western in über 2.000 weiteren Kinos in den USA gezeigt wurde, nachdem er zuvor lediglich in einer begrenzten Anzahl von Lichtspielhäusern lief.

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