Filmhandlung und Hintergrund

Brillanter Cop-Thriller aus Hong Kong, in dem sich zwei Polizeispitzel in einem fesselnden Katz-und-Maus-Spiel gegenseitig ans Messer liefern.

Als ein Polizeieinsatz bei einem Drogendeal scheitert, gehen beide Seiten der Frage nach einer undichten Stelle nach – und der bei den Triaden eingeschleuste Polizist und sein bei der Polizei agierender Gegenspieler müssen sich gegenseitig ans Messer liefern, ohne die Identität des anderen zu kennen.

Nur zu gern würde Superintendent Wong vom Hongkong Police Department den Triadenboss Sam dingfest machen, doch einstweilen scheint der Feind immer eine Nasenlänge voraus bzw. denkbar gut informiert zu sein. Zu gut für Wongs Geschmack, der nicht zu Unrecht einen Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet. Den zu stellen soll Agent Chan helfen, seinerseits undercover in Sams Bande involviert. Als die Maulwürfe Wind voneinander bekommen, ist blutiges Chaos vorprogrammiert.

Ein Triadenspitzel bei der Polizei (Andy Lau) und ein Undercover-Cop bei den Triaden (Tony Leung) umspielen einander in diesem stilsicheren Hochglanz-Actionthriller aus Hongkong.

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Kritikerrezensionen

  • Wu jian dao: Brillanter Cop-Thriller aus Hong Kong, in dem sich zwei Polizeispitzel in einem fesselnden Katz-und-Maus-Spiel gegenseitig ans Messer liefern.

    Seit Kinostart im Dezember 2002 spielte das höchst spannende High-Concept-Cop-Drama in Hongkong selbst Blockbuster wie „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ und Zhang Yimous Oscar-nominiertes Epos „Hero“ mit einem sensationellen Einspielergebnis an die Wand und setzte sich damit hinter Chinas All-Time-Favourite „Shaolin Soccer“ an die Spitze der erfolgreichsten Filme des Landes. Der profilierte ehemalige Kameramann Andrew Lau, in China bekannt für seine „Young and Dangerous“- Serie, könnte sich damit auch über die Landesgrenzen hinaus als (stil-)sicherer Regisseur beweisen, der seine Stars vor der Kamera – Tony Leung, Andy Lau, Eric Tsang, Anthony Wong – mit sicherer Hand und Cleverness durch ein fesselndes Katz-und-Maus-Spiel führt.

    Mit Untersützung von Kollege Wong Kar-Wais Leibkameramann Christopher Doyle als Visual Consultant taucht Lau seinen sorgfältig und puristisch komponierten Großstadtfilm komplett in einen kühlen, schmutzigen Farbton und hält sein Publikum vor diesem Hintergrund über 100 Minuten fest in seiner Gewalt: In einem intelligenten, zuweilen actionreichen Katz-und-Maus-Spiel stehen sich Tony Leung als Undercover-Cop und Andy Lau als Gangster in Polizeiuniform gegenüber – der eine spielt einem Triadenboss Hinweise auf geplante Polizeiaktionen zu, der andere macht in eben dieser Organisation Pläne über zukünftige Drogendeals dem Superintendenten der Abteilung für organisiertes Verbrechen zugänglich. Als ein Übergriff der Polizei scheitert und auf beiden Seiten die Frage nach der undichten Stelle aufkommt, müssen sich die Kontrahenten gegenseitig ans Messer liefern.

    „If you see someone watching you and at the same time doing something, he’s a cop“, warnt ein Gangstermitglied der Triade einmal – was Regisseur Lau sofort mit einem Blick auf die Umgebung zur ironischen Essenz seiner fesselnden Story klar macht: Hinter jedem Cop kann ein Spitzel, hinter jedem Spitzel ein Cop stecken – nichts ist, wie es scheint und die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen. Aus dieser Situation heraus führt Lau seine glänzenden Protagonisten auf einen finsteren und klaustrophobischen Weg: Während sich beide gegensätzlichen Charaktere – der eine arrogant und scheinbar korrekt, der andere nervös und sensibel – gegenseitig verfolgen, nicht wissend, wer der Maulwurf auf der anderen Seite ist, spitzt sich das Spiel bis zu einem atemberaubenden und bitter-ironischen Höhepunkt kontinuierlich zu. Alan Maks Drehbuch überzeugt mit packender Dichte und cleveren Wendungen und zeigt nicht den Hauch einer Schwäche. Im brillanten Cast sticht neben den souveränen „jungen“ Stars vor allem Anthony Wongs Darstellung des coolen, autoritären Polizeichefs hervor, der mit seinem nuancierten Spiel als Gegner des Triadenbosses das Duell der „Söhne“ im Vordergrund widerspiegelt.

    Stets zeigt sich „Infernal Affairs“ in erster Linie an der Psycholgie seiner Charaktere und deren inneren Konflikten interessiert, was nicht weniger für Spannung sorgt als die wenigen, wohldosierten und kompromisslosen Actionsequenzen in diesem fabelhaften Genrefilm, der nicht nur im Programm der Berlinale, sondern selbst im Vergleich mit internationalen Beispielen wie „The Killer“, „Heat“ oder „Im Körper des Feindes“ bestehen kann. cm.

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