World Invasion: Battle Los Angeles

   Kinostart: 14.04.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Bombastisches Katastrophenszenario, in dem Los Angeles zur letzten Bastion im Kampf der Menschheit gegen eine Invasion aus dem Weltall wird.

Fotos und Meldungen von UFOs und Außerirdischen sind auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten an der Tagesordnung, ohne dass man ihre Echtheit verifizieren oder erklären könnte, was sie zu bedeuten haben. Das ändert sich im Hier und Jetzt, als die Erde ohne Vorwarnung aus dem Weltall angegriffen wird. Eine Metropole nach der anderen geht unter und gerät in Feindeshand. In Los Angeles bildet sich das letzte Bollwerk gegen die Unterjochung der Menschheit. Ein Offizier der Marines und sein Platoon wachsen über sich selbst hinaus.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Innerhalb weniger Monate findet nun schon die zweite Alien-Invasion im Kino statt, doch leider erweist sich das aktuelle Science Fiction-Spektakel dem Vorgänger kaum überlegen. Zwar setzt der von Hochglanz-Trash-Spezialist Neal H. Moritz („Fast & Furious“) produzierte Reißer auf den Ansatz, anstelle flüchtender Zivilisten wie in „Krieg der Welten“, „Cloverfield“ oder zuletzt „Skyline“ nun eingekesselte Soldaten in den Mittelpunkt zu stellen, die Los Angeles gegen eine zahlen- und waffenmäßig überlegene Macht verteidigen müssen. Wo die letzten Genrebeispiele ein eher düsteres Ende wählten, das aber Platz für eine Fortsetzung bot, sieht es hier etwas anders aus, denn letztlich zeigen unsere Boys der fiesen Monsterbrut, dass mit US-Marines nicht gut Kirschen essen ist.

      Zumindest erweist sich die Anwesenheit von Stars wie Aaron Eckhart, Michelle Rodriguez, Michael Pena und Bridget Moynahan als Vorteil, da man das kantenlose Personal mangels ausreichender Charakterisierung schwer auseinander halten kann. Die wenigen Ruhemomente zwischen dem pausenlosen Schusswechseln tragen wenig zur Ausarbeitung der Figuren bei. Aber ebenso wenig erfährt man über die Gegner, eine Mischung aus schleimigen Aliens und schießwütigen Predatoren. Die knappe Information muss reichen, dass es die Aggressoren offensichtlich auf die globalen Wasserressourcen abgesehen haben. Ansonsten dienen sie lediglich als anfangs unsichtbares Kanonenfutter. Wo die Low Budget-Produktion „Skyline“ den Pluspunkt perfekter Spezialeffekte durch eine klischeehafte Story und lachhafte Dialoge bald verspielte, verärgert Jonathan Liebesman durch eine in vielen aktuellen Action-Großproduktionen obligatorische Wackelkamera und schnelle Schnitte.

      Immerhin können beide Werke mit streckenweise fesselnden Actioneinlagen überzeugen, die in ihrer Dynamik die klaustrophobische Situation der gejagten Überlebenden vermittelt. Doch im Falle von „Battle L.A.“ verwässern Brian Tylers bombastischer Soundtrack sowie militärische Dialoge um Heldentum und Soldatenehre die durchaus vorhandenen Spannungsmomente. Angesichts angehäufter patriotischer Phrasen um den Marine-Kampfesmut möchte man sofort aufstehen und sich einschreiben. Daher lässt der abgesehen von ein bis zwei humorvollen Szenen bierernst entwickelte Plot von Beginn an keinen Zweifel, dass der unter Schuldgefühlen leidende Staff-Sergeant Nantz sich letztlich auf dem Schlachtfeld bewähren wird. Sollen die heimtückischen Invasoren ruhig angreifen: Unsere schlagkräftigen Waffenbrüder warten schon. Dagegen verspielte B-Filmer Jonathan Liebesman den positiven Eindruck, den sein einzig gelungener Film „Killing Room“ zuletzt hinterließ.

      Fazit: Ein sentimentales Wehrertüchtigungswerk als knalliges Science Fiction-Spektakel. Heute in allen Multiplexen, morgen zu Schulungszwecken in US-Kasernen.
    2. World Invasion: Battle Los Angeles: Bombastisches Katastrophenszenario, in dem Los Angeles zur letzten Bastion im Kampf der Menschheit gegen eine Invasion aus dem Weltall wird.

      „Independence Day“, „District 9“ und „Cloverfield“ kreuzen sich in diesem Katastrophenthriller, in dem sich eine Gruppe U.S. Marines einer übermächtigen Invasion von Außerirdischen entgegen stellt.

      Wurde Los Angeles im Kino zuletzt in Roland Emmerichs „2012“ noch durch Naturkatastrophen nach allen Regeln des Spektakelkinos eingeebnet, muss die Stadt der Engel nun die zerstörerische Attacke von Aliens verkraften. Diese Zelluloid-Inkarnation von Außerirdischen erinnert an eine Mischung aus dem militärischen „Predator“ und den insektenähnlichen Wesen aus „District 9“. Ihren Vorbildern stehen diese Starship Troopers in Aggressivität nichts nach, und die explosive Feuerpower von sowohl ihren Flugkörpern als auch Soldaten entspricht solidem Genrestandard. Dieser Krieg um die Welt wird vom „Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“-Regisseur Jonathan Liebesman wie ein Kriegsvideospiel im verwackelten Look von „Cloverfield“ und den „Bourne“-Filmen inszeniert. Der außerirdische Feind kommt ohne Charakterisierung aus und bleibt zumeist in der Distanz und/oder durch Nebelschwaden verhüllt. Etwas genauer skizziert das Drehbuch von Chris Bertolino („Wehrlos - Die Tochter des Generals„) hingegen eine handvoll von Menschlein, die sich repräsentativ in Los Angeles mit der globalen Krise auseinandersetzen. Als Hauptfigur fungiert Aaron Eckhart („The Dark Knight„) als Staffsergeant Michael Nantz. Er will seiner militärischen Karriere gerade den Rücken kehren, als die Aliens einfallen. Sein innerer Konflikt besteht darin, dass er die Männer seines letzten Platoons im Einsatz verloren und er als einziger überlebt hat. Dass Nantz im Laufe des Überlebenskampfes gegen den übermächtigen Feind ausgiebig Gelegenheit bekommt, seine Tapferkeit und Ehre zu beweisen, versteht sich von selbst.

      Zusätzliche Spannung wird mit einem Wettlauf gegen die Zeit erzeugt, da die Marines nur zwei Stunden Zeit haben, eine Gruppe von Zivilisten aus einer Polizeistation zu retten, bevor ganz Santa Monica und die dort eingenisteten Aliens mit Bomben den Erdboden gleich gemacht werden. In weiteren Rollen treten „Avatar“-Kampfamazone Michelle Rodriguez, Rapper Ne-Yo und Bridget Moynahan (dank „I, Robot“ futuristisch erprobt) auf, wobei von ihnen allerdings nicht viel mehr gefordert wird, als den Aliens Saures zu geben und/oder sich fotogen im Kugelhagel zu ducken. Beides bewältigen sie ohne Beanstandungen. Aufwallungen von Emotionalität bewirken vorrangig der sich schwer in die Brust werfende Orchesterscore sowie inbrünstige Anrufe des Ehrenkodex unter Soldaten. Mag das astreine Spektakel bisweilen wie einen Militär-Rekrutierungsspot für junge Gamer aussehen, auch ältere Actionfreunde werden sich vom fast konstanten Gefechts-Getöse mit monochromatisch ausgebleichten Bildern unterhalten fühlen, wenn ihnen der Sinn nach flächendeckender Destruktion steht. ara.

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