Da wird schon mal eine Top-Position für eine Frau ausgeschrieben - und dann gibt es kaum passende Bewerberinnen. Ungerechte Welt.

Gal Gadot ist als "Wonder Woman" schon am Start. Aber wer gibt ihr den Einsatzbefehl? Bild: Warner

In Hollywood scheinen die Frauen auf dem Vormarsch. Nach jahrelangem Nörgeln, dass Damen im Universum der Superhelden immer noch so gut wie keine Rolle spielen, erhebt sich bald „Wonder Woman“ in die Lüfte. Und zwar nicht als attraktiver Sidekick eines männlichen Überfliegers (sorry, ScarlettBlack WidowJohansson) - sondern als vollgültige Solo-Heldin.

Schon klar: Bei der Hauptrolle kam man nicht recht an der Verpflichtung einer Frau vorbei, weshalb die Rolle verdientermaßen an Gal Gadot ging. Doch auch für den Regiestuhl wird vom Studio offenbar feminine Besetzung gesucht. Und genau da beginnt ein kleines Problem. Weibliche Filmemacher sind rar - zumindest ab einer bestimmten Güteklasse.

Klar: Da gibt es die unglaubliche Kathryn Bigelow, die für „The Hurt Locker“ einen Oscar abräumte und insgesamt in jeder Beziehung große Filme stemmen kann. Aber Superwesen das Kämpfen beibringen? Unwahrscheinlich.

Das wiederum kann Jennifer Yuh. Satte 665 Millionen Dollar hat die Filmemacherin mit einem wehrhaften Superhelden in die Kassen des Studios gespült. Allerdings einem computeranimierten: dem „Kung Fu Panda„, dessen zweiten Teil sie in einem riesigen Erfolg verwandelte. Dann hätten wir noch die deutsche Karate und Kickbox-Meisterin Lexi Alexander, die irgendwann auf Regisseurin umgelernt hat (und der vermutlich seitdem am Set nie jemand widerspricht). Die hat bereits mit dem „Punisher“ einen ECHTEN Superhelden in einer Realverfilmung an den Start gebracht: Allerdings war „War Zone“ kein großer Erfolg. Dass ein Studio ihr „Wonder Woman“ anvertraut - die ja unbedingt zu einem solchen werden soll - steht nicht zu erwarten.

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Dann war da noch der zweite Bildungsweg…

Wen haben wir also noch? Patty Jenkins („Monster„) - und natürlich nicht zu vergessen Schauspielerinnen wie Angelina Jolie („In the Land of Blood and Honey„) oder Elizabeth Banks („Pitch Perfect 2„), die sich auch mal als Regisseurin versuchen. Aber alles kein Blockbuster-Material - zumindest auf dieser Seite der Kamera. Soviel zur Rollenverteilung in der Traumfabrik. Gesucht wird also: eine Superwoman. Nur eben keine, die sich in die Lüfte erheben wird, sondern eine, die das Gegenteil macht: Fest am Boden bleiben - wenn Budgets durch die Decke gehen, Stars komplett abheben und Studiobosse explodieren.

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