Wir waren Helden

   Kinostart: 04.07.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Ungeschminktes Kriegsspektakel, das die erste große Auseinandersetzung zwischen amerikanischen Soldaten und der vietnamesischen Volksarmee thematisiert.

Im November 1965 kommt es im Ia-Drang-Tal in Vietnam zur ersten großen Auseinandersetzung zwischen amerikanischen und vietnamesischen Soldaten. Unter der Führung von Lt. Col. Hal Moore (Mel Gibson) müssen sich 400 GIs gegen eine Übermacht der vietnamesischen Volksarmee behaupten. Die Verluste sind grauenerregend, doch dank einer überraschenden Offensive können die Amerikaner die Schlacht gewinnen.

Nach dem Tatsachenroman „We Were Soldiers Once… and Young“ drehte das „Braveheart„-Team Mel Gibson und Randall Wallace ein Schlachtenspektakel, das schonungslos die Greuel und den Wahnsinn des Krieges zeigt.

Im November 1965 kommt es im Ia-Drang-Tal zur ersten großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen amerikanischen Soldaten und der vietnamesischen Volksarmee. Unter der Führung von Lt. Gen. Hal Moore müssen sich 400 Amerikaner gegen 2000 Feinde behaupten. Die Verluste auf beiden Seiten sind hoch, doch dank einer überraschenden Offensive kann die USA die Schlacht gewinnen.

Im November 1965 muss Lieutenant Colonel Moore 450 Männer in eine der ersten großen Schlachten des Vietnamkriegs führen. Beinahe die Hälfte der Soldaten wird das Ia-Drang-Tal nicht mehr lebend verlassen. Der erfahrene Militärstratege, Katholik und Familienvater Moore muss mit ansehen, wie der Feind und das Dschungeldickicht jegliche technische Überlegenheit der Amerikaner zunichte machen. So kommt es für beide Seiten zu einem blutigen Gefecht, in dem Sieg oder Niederlage zur reinen Makulatur werden. Nur das Überleben zählt…

Kriegsfilm, in dem Mel Gibson als Lieutenant Colonel Moore 450 Männer in eine der ersten großen Schlachten des Vietnamkriegs führen muss. Der Feind und das Dschungeldickicht machen die technische Überlegenheit der Amerikaner zunichte, es kommt zu großen Verlusten auf beiden Seiten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wir waren Helden: Ungeschminktes Kriegsspektakel, das die erste große Auseinandersetzung zwischen amerikanischen Soldaten und der vietnamesischen Volksarmee thematisiert.

    Zum vierten Mal seit vergangenen November zieht Hollywood in den Krieg. Nach dem Balkan („Im Fadenkreuz“), Somalia („Black Hawk Down“) und Deutschland („Hart’s War“) heißt das Einsatzziel nun Vietnam, wo sich 400 amerikanische Soldaten im November 1965 zum ersten Feuergefecht mit dem neuen Feind im Ia-Drang-Tal einfinden. Getragen vom gleichen Pomp, Pathos und Patriotismus, die Regisseur und Autor Randall Wallace zuvor bereits seinem Skript für „Pearl Harbor“ angedeihen ließ, geht es der Verfilmung des Tatsachenromans „We Were Soldiers Once… and Young“, den der damalige Einsatzleiter Lt. Gen. Hal Moore mit Hilfe des Journalisten Joe Galloway schrieb, vor allem um die denkbar ungeschminkte Darstellung der ausgedehnten Kampfeshandlungen und ein gerüttelt Maß an Denkmalspflege. Dank Mel Gibson, nach „Der Patriot“ erneut als gläubiger Familienvater im Einsatz für Gott und Vaterland, kann sich das blutgetränkte Schlachtengemälde auf einen ebenso menschlichen wie charismatischen Mittelpunkt verlassen.

    Uneingeschränkte Pflichtbewusstsein ist die große Tugend, die die Soldaten im Tal des Todes und die Filmemacher, die deren beschwerlichen Gang durch die Hölle und zurück mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln nachgestellt haben, vereint. Da, wo es keinen politischen oder historischen Kontext und auch kein erkennbares Interesse daran gibt, muss die von Mel Gibson seinen Truppen kurz vor Losbrechen einer der grausamsten und intensivsten Schlachten des Vietnamkriegs zugeraunte Ansage, es gelte jetzt zu tun, wozu man gekommen sei, als Motivation ausreichen. Nicht um das Warum, sondern um das Wie dreht sich „Wir waren Helden“ also, der viel Zeit darauf verwendet, Gibson und einige seiner Männer vor dem großen Massaker im familiären Umfeld als Männer wie du und ich zu zeigen. Es wird viel gebetet, geweint und gezittert im Kreise der Liebsten, bevor der Film um die Stundenmarke in Vietnam ans Eingemachte geht.

    Anders als in dem in seiner Bemühung um Authentizität durchaus vergleichbaren „Black Hawk Down“ ist die emotionale Bindung zu den Figuren unerlässlich: Nach konventionellem Kriegsfilmmuster spielt Wallace seine Trümpfe aus. Weder als Autor noch als Regisseur darf er Subtilität zu seinen Stärken zählen, aber immerhin versteht er es, all die richtigen Knöpfe zu drücken, um das Publikum unablässig in sein mit tiefem Ernst und deutlich erkennbaren Kloß im Hals vorgetragenes Heldenlied vom braven Soldaten zu involvieren. Und mit Dean Semler hat er einen Kameramann, der die Kohlen mit starken Bildern aus dem Feuer holt, wenn dem Autor von „Braveheart“ beim Inszenieren die Hand allzu schwer wird. Natürlich weiß auch Wallace um die grausame Natur des Krieges: Etliche unappetitliche Szenen mit abgetrennten Körperteilen und fürchterlichen Verbrennungen mögen ausreichend Indiz dafür sein. Gleichwohl wird die unmenschliche Mission nie in Frage gestellt; stets steht für alle Beteiligten unumstößlich fest, dass man den Nebenmann nie im Stich lassen darf. Vorbild für die Männer im Feld ist natürlich Mel Gibson, der den Hal Moore als aufrichtigen Katholiken und umsichtigen Strategen so spielt, dass ihm auch John Wayne anerkennend auf die Schulter klopfen würde. Auch im Angesicht des unvermeidlich erscheinenden Untergangs hat er das Wohlergehen seiner Untergebenen im Sinn, während zu Hause die Frauen um seine Gattin (Madeleine Stowe mit unvorteilhafter Perücke und frisch aufgespritzten Lippen) bangen und in sehr bewegenden Szenen die Nachrichten vom Tod ihrer Liebsten entgegen nehmen müssen.

    Auch der Feind kommt nicht zu kurz. Schon in „Pearl Harbor“ hatte Wallace versucht, auch den Japanern gerecht zu werden. In „Wir waren Helden“ greift er die Idee auf und verneigt sich auch vor den vietnamesischen Soldaten, denen er Familien, Emotionen und Angst zugesteht. Und doch fiele es leicht, die mit verbalen Platitüden („Ich bin froh, dass ich für mein Land sterben konnte“, „Papa, was ist Krieg?“) und aufrichtig anschwellendem Schmalzscore ausgestattete Saga vom Tod fürs Vaterland als ehrenrührig, naiv oder gar reaktionär abzutun, hätte Wallace nicht auch ketzerische Stolpersteine eingestreut: Beide Hauptfiguren - neben Moore noch der von Barry Pepper dargestellte Journalist Galloway - sind von Zweifeln an dem Krieg geplagte Liberale und nicht Gungho-Kriegstreiber. Galloway geht in einer Szene schließlich soweit, die Waffe angewidert von sich zu schleudern. Vor allem aber der abschließende Gedanke des vietnamesischen Befehlshabers, der Krieg hätte vermieden werden können, wenn Amerika diese eine Schlacht verloren hätte, ist ein Nadelstich, der sitzt - und der beschließenden Umarmung von Moore und Ehefrau vor dem Sternenbanner einen fahlen Beigeschmack gibt. ts.

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    Kino.de Redaktion  

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