WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee (2009)

WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

WinneToons - Die Legende vom Schatz im Silbersee: Animationsabenteuer frei nach Karl May, für die Kleinen aufbereitet mit viel Slapstick.

Winnetou und Old Shatterhand wollen im Arizona des Jahres 1869 dem Schurken Colonel Brinkley und seiner Banditenbande das Handwerk legen. Derweil erweist sich Winnetous Schwester Nscho-tschi als echter Tomboy: Sie geht lieber auf die Jagd, statt als Squaw das Zelt zu hüten. Als Waisenjunge Bobby von einem Schatz erzählt, klaut Brinkley die Karte und entführt ihn samt Nscho-tschi. Die beiden Blutsbrüder jagen dem Schurken hinterher.

Westernabenteuer im Zeichentrickformat, das die beliebte ARD-Serie “Winnetoons” mit liebenswerten Details und aufwändiger Action auf die Kinoleinwand bringt. Der Ausflug in die Karl-May-Jagdgründe bietet Comedian Christian Tramitz und Cosma Shiva Hagen in Sprechrollen auf.

Arizona 1869: Der New Yorker Waisenjunge Bobby ist auf dem Weg in den Wilden Westen und will dort sein Glück machen. Im Gepäck hat er eine Schatzkarte, auf die es der schurkische Bandit Brinkley und seine Bande abgesehen haben. Sie bringen den Jungen in ihre Gewalt und entführen auch Winnetous kleine Schwester Nscho-tschi. Der Apachenhäuptling und sein Blutsbruder Shatterhand heften sich umgehend an die Fersen von Brinkleys Bande. Doch erst am Silbersee können die beiden Helden zuschlagen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit „WinneToons – die Legende vom Schatz im Silbersee“ bekommt die aus dem Kinderprogramm des ARD bekannte 26teilige Serie einen eigenen Auftritt auf großer Leinwand. Und wer die Fernsehserie bereits mochte, wird vermutlich auch den Film mögen. Karl Mays Jugendbücher werden hier kindgerecht umgesetzt, wobei die Handlung sehr frei nach der Vorlage umgestaltet wurde. Mit den Büchern selbst besitzt der Film zwar nur geringe Ähnlichkeit, doch das war genauso genommen auch bei den berühmten Winnetou-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker nicht anders. Der Film vermittelt außerdem das Gefühl, dass neben Karl May auch Charles Dickens für die Handlung Pate stand. Immerhin geht es hier um einen armen Waisenjungen, der – auf der Flucht vor einer böse dreinblickenden Aufseherin – im Wilden Westen landet, wo Abenteuer und Glück auf ihn warten.

    Die bislang wichtigsten Personen des Karl May-Universums – Winnetou und Old Shatterhand – werden hier eher zu Randfiguren. Eigentlicher Mittelpunkt sind Bobby und Nscho-tschi, denen von den alten Helden wenig zugetraut wird und denen es am Ende doch gelingt, ihre Tapferkeit unter Beweis zu stellen. Das, und die Tatsache dass Bobbys bester Freund eine dressierte Ratte ist, kann wohl damit begründet werden, dass der Film gezielt ein sehr junges Publikum ansprechen will. Dementsprechend sind auch die Bösewichte nicht so richtig böse und die Gefahren immer schnell gebannt.

    Bis auf kleinere Unstimmigkeiten ist die Geschichte rund, unterhaltsam und spannend. Natürlich fragt man sich schon, woher Bobbys Vater den Weg zum Schatz kennt, warum Bobby und Nscho-tschi sich vom Colonel fangen lassen, obwohl sie auch ohne Buch den Weg zum Schatz gefunden hätten oder was ein Aztekenkönig in Arizona zu suchen hat. Doch solche Details dürften ohnehin nur den erwachsenen Begleitern kleinerer Kinozuschauer auffallen, zumal auch Karl May selbst es mit Logik und Wahrheit nicht immer allzu genau genommen hat.

    Was die Bildästhetik betrifft, ist „WinneToons – die Legende vom Schatz im Silbersee“ ein klassischer 2D-Trickfilm mit gut gemachten dreidimensionalen Effekten. Musikalisch untermalt wird der Film von der Countryband Texas Lightning, was ihm eine westernnahe Atmosphäre verleiht. Ebenfalls gut gelungen ist die Auswahl der Sprecher, wobei mit Christian Tramitz und Cosma Shiva Hagen auch bekannte Größen zum WinneToons-Universum dazustoßen. Alles in allem ein recht gut gelungener und spannender Abenteuerfilm für Kinder, bei dem Eltern – was Logik und Karl May-Gehalt anbelangt – ein Auge zudrücken sollten.

    Fazit: Ein spannender und in vielen Bereichen gelungener Abenteuer-Trickfilm für Kinder, der zwar mit Karl May nicht mehr viel gemein hat, doch trotzdem zu unterhalten weiß.
  • Obwohl in diesem Animationsabenteuer von Karl Mays Werk nicht mehr allzu viel übrig ist, werden sich Kids, die die Vorlagen sowieso nicht kennen, amüsieren.

    Es war Michael Bully Herbig, der 2001 mit seiner inzwischen zur Legende gewordenen Westernparodie “Der Schuh des Manitu” Karl May ein Denkmal setzte. Ein Jahr später folgte eine Zeichentrickserie, die sich sehr lose an die Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand hielt und vor allem ein junges Publikum im Visier hatte. Jetzt kommt eine 2006 von Regiedebütant Gert Ludewig (Geschäftsführer des Hamburger Animationsstudios ASL) realisierte Leinwandversion in die Kinos. Im Mittelpunkt der im Arizona des Jahres 1869 angesiedelten Story steht der kleine New Yorker Waisenjunge Bobby, der auf dem Weg in den Wilden Westen in ein aufregendes Abenteuer verwickelt wird. Weil Bobby im Besitz einer Schatzkarte ist, wird der schurkische Bandit Brinkley auf ihn aufmerksam und bringt den Jungen in seine Gewalt. Da auch Winnetous kleine Schwester Nscho-tschi von dem Räuberpack gefangen wird, heften sich der Apachenhäuptling und dessen Blutsbruder Shatterhand an die Fersen von Brinkleys Bande. Doch erst am Silbersee können die beiden Helden zuschnappen.

    Mehr als der Showdown am berühmt-berüchtigten See und ein paar klangvollen Namen ist von Karl Mays Welt nicht übrig geblieben in “Winnetoons – Die Legende vom Schatz im Silbersee”. Was für die kleinen Kinofans wohl nicht weiter tragisch ist, da sie die Vorlagen sowieso (noch) nicht kennen. Auch die 2-D-Optik, die einfach strukturierten Charaktere und die grob ausgearbeiteten Backgrounds werden Kinderaugen kaum stören. Dafür folgen diese gern ihrer Identifikationsfigur Bobby, erfreuen sich an tierischen Sidekicks wie dessen frecher Ratte mit dem originellen Namen Winchester oder dem Duo Stinktier/Kojote und applaudieren, wenn die Bösewichter in Bud-Spencer-Manier eins auf den Cowboyhut bekommen. Zuweilen wird aber mit den Bananenschalengags doch etwas übertrieben und jede Aktion haarklein kommentiert, damit auch der nicht ganz so clevere Nachwuchs alles mitbekommt. Modernisiert wurde auch bei der Musik – Schmusecountry von Texas Lightning folgt auf die kongenialen Scores eines Martin Böttcher – und bei der Namensgebung, wo etwa Old Shatterhand einer Verjüngungskur unterzogen wurde, indem man ganz einfach das “Old” wegließ. Dafür wurde bei der Synchronisation geklotzt: Christian Tramitz, der Ranger aus “Der Schuh des Manitu”, gibt Shatterhand, Cosma Shiva Hagen spricht Nscho-tschi, und der auf fiese Typen abonnierte Thomas Fritsch löst als Brinkley seine Aufgabe einmal mehr mit Bravour. lasso.

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