Wilsberg: Royal Flush

  1. Ø 5
   2007
Wilsberg: Royal Flush Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wilsberg: Royal Flush: Alex versteckt ihren mordverdächtigen Mandanten - da kann nur noch Wilsberg helfen...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wenn die Guten nichts tun, gehört die Welt den Bösen“, stellt Privatdetektiv Georg Wilsberg am Ende dieser Geschichte fest. Und natürlich hat er wieder mal Recht; wie eigentlich immer.

    Er hat sein Mündel Alex ja auch vor dem aalglatten Thomas Winter gewarnt. Der Mann ist quasi in flagranti neben der toten Gattin gefunden worden, streitet die Tat jedoch ab: Ein Unbekannter habe ihn niedergeschlagen und dann seine Frau erwürgt. Aber Alex, ohnehin der Meinung, sie brauche Wilsbergs Fittiche nicht mehr, musste ihren schönen Kopf durchsetzen und hat nicht gemerkt, dass ihn Winter ihr längst verdreht hat. Wilsbergs Kumpel Ekki müsste das eigentlich ergrimmen, schließlich ist nicht zu übersehen, dass er weit mehr als bloß freundschaftliche Gefühle für Alex hegt, aber Ekki hat ganz andere Probleme: Statt brav den Betrieb zu prüfen, hat er sich von windigen Werkstattbesitzern zu einer selbstredend illegalen Poker-Partie überreden lassen, und jetzt ist das Auto weg; „unser Auto“, wie Wilsberg findet.

    Timo Berndt hat sich die Geschichte ausgedacht, und man kann sich des Gefühls nicht erwehren: Der Autor von Dramen wie „Tarragona“ oder der Action-Serie „Wilde Engel“ wollte endlich mal eine Sitcom schreiben. Dank der flotten Dialoge hat man mitunter den Eindruck, Reinhard Münster, der auch den letzten „Wilsberg“-Krimi („Filmriss“) inszeniert hat, treibe seine Figuren regelrecht durch die Handlung. Dabei hält sich die Inszenierung durchaus ans übliche, gern auch mal gemächliche, aber nie träge Wilsberg-Tempo. Gerade die Comedy-Ebene mit den verschiedenen Bemühungen, aus Ekki (Oliver Korittke) einen Pokerspieler zu machen, sorgt immer wieder für beste Unterhaltung. Gleichzeitig bleibt die Geschichte aber jederzeit Krimi: Winter, der Mordverdächtige (Tobias Oertel), kann Alex (Ina Paule Klink) derart nachhaltig von seiner Unschuld überzeugen, dass sie ihm zur Flucht verhilft und damit ihre noch taufrische Lizenz als Anwältin riskiert. Wilsberg (Leonard Lansink) mag ihn trotzdem nicht, zumal der Mann bloß Angestellter im Betrieb seiner Frau war. Ekki mag ihn erst recht nicht: Der smarte Brotfabrikant entpuppt sich als ehemaliger Mitschüler, der ihn zu Schulzeiten ständig gemobbt hat. Genau das bricht ihm schließlich das Genick, obwohl er einen fast perfekten Plan eingefädelt hat. Eine intelligent konstruierte Geschichte mit teilweise herrlich komischen Dialogen: Auf diesem Niveau bleibt „Wilsberg“ auch nach zehn Dienstjahren ein Evergreen. tpg.

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