Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie um eine dörfliche Line Dance-Truppe, die von einem irakischen Asylbewerber trainiert wird.

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Kritikerrezensionen

  • Willkommen im Westerwald: TV-Komödie um eine dörfliche Line Dance-Truppe, die von einem irakischen Asylbewerber trainiert wird.

    Komödie, Romanze, Tanzfilm: Diese kurzweilige Westerwald-Geschichte ist ein Sommermärchen ganz anderer Art.

    Mit Hilfe der Irisblende wurden schon im Stummfilm Personen oder Gegenstände hervorgehoben. Heute wirkt sie als Stilmittel beinahe buchstäblich wie ein Augenzwinkern. In diesen Film passt sie so perfekt wie der Line Dance in den Westerwald. Nach einem Drehbuch der zweifachen Grimme-Preisträgerin Beate Langmaack („Guten Morgen, Herr Grothe“) erzählt Tomy Wigand eine Geschichte, in der sämtliche Einzelteile ein stimmiges Ganzes ergeben: Drehbuch, Regie, Darsteller und vor allem die Musik ergänzen einander vortrefflich.

    Vordergründig ist die Handlung überschaubar: Ahmad, ein irakischer Asylbewerber (Pasquale Aleardi), kommt in den Westerwald, landet als Putzmann in der Kneipe von Katja (Lisa Martinek) und bringt ihr Line Dance bei, den er wiederum von einem Soldaten aus Texas gelernt hat. Und weil es im Dorf sonst nicht viel Abwechslung gibt, findet sich alsbald eine Truppe zusammen, die sogar beim regionalen Wettbewerb gut mithält. Wie im wahren Leben wird die Sache kompliziert, als irgendwann Gefühle ins Spiel kommen: Katja, nicht ahnend, dass Dorfpolizist Ulli (Johann von Bülow) ihr seit der Grundschule verfallen ist, verliebt sich in Ahmad, der sich einige Missverständnisse und Intrigen später prompt in der Abschiebehaft wiederfindet.

    Mindestens so schön wie die Geschichte ist die liebevolle Umsetzung durch Tomy Wiegand, der schon in „Fußball ist unser Leben“ viel Gespür für regionale Spezialitäten bewiesen hat. Während Egon Werdins Bildgestaltung eine mitunter fast schon kitschige Hommage an das enorm fotogene rechtsrheinische Mittelgebirge ist, sorgen kleine Einschübe immer wieder für weiteres Augenzwinkern. Außerdem vermittelt die Musik von Warner Poland und Wolfgang Glum unglaublich viel Lebensfreude.

    Aber das Beste sind die Nebenfiguren. Während Lisa Martinek und Pasquale Aleardi zwar ein jederzeit überzeugendes und außerdem ausgesprochen hübsches Paar sind, dessen Spiel aber naturgemäß durch die Konventionen des Genres bestimmt wird, macht Johann von Bülow eine Menge aus seiner Rolle als „Sheriff“, der seinen Job riskiert, als er Ahmad versteckt. Auchdie Auftritte von Lambert Hamel als Bürgermeister Bullwieser (Ullis Vater) können sich sehen lassen. Außer dem Leiter (Michael Schreiner) des Asylbewerberheims ist Bullwieser der einzige, der Ahmads Treiben misstrauisch beäugt. Ansonsten hat er aber nichts gegen Ausländer, so lange sie sich integrieren – „Stichwort Leitkultur“. Eine wunderbare Sommerromanze mit viel Liebe zum Detail. tpg.

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