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Willkommen im Tollhaus

Kinostart: 07.11.1996
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Filmhandlung und Hintergrund

Tragik-Komödie von Todd Solondz über ein pubertierendes Mädchen, das gegen seine Seelenqualen kämpft.

Der elfjährigen Dawn bietet die Schulzeit in New Jersey kein Vergnügen. Obwohl sie sich alle Mühe gibt, zu ihren Altersgenossen freundlich zu sein und einen glücklichen Eindruck zu vermitteln, erntet sie nur Haß und Ablehnung. Nach ihren ersten von Qual und Frustration geprägten Liebesbeziehungen denkt Dawn schließlich über ein Leben außerhalb von New Jersey nach.

Dawn Wiener kann einem Leid tun: Mit ihren unmöglichen Klamotten, der dicken Hornbrille und ihrem watschelnden Gang macht sich die elfjährige zum Spott ihrer Mitschüler. Aber nicht nur die Gleichaltrigen, die sie als Lesbe und „Wienerdog“ schmähen, auch Lehrer, Nachbarn und sogar die eigenen Eltern machen Dawns Dasein zur Hölle auf Erden. Doch Dawn ist ein Stehaufmädchen, das viel einstecken und durchaus auch austeilen kann. Schließlich gibt es ja immer noch schwächere, die man piesacken kann.

Das Leben ist kein Zuckerschlecken für die elfjährige Dawn. Von den anderen Kindern, auch ihrer ersten Liebe, schlägt ihr nur Spott und Ablehnung entgegen. Tragikomischer Sundance-Gewinner von 1996.

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Darsteller und Crew

  • Todd Solondz
    Todd Solondz
    Infos zum Star
  • Heather Matarazzo
    Heather Matarazzo
  • Daria Kalinina
    Daria Kalinina
  • Matthew Faber
    Matthew Faber
  • Angela Pietropinto
    Angela Pietropinto
  • Bill Buell
    Bill Buell
  • Brendan Sexton III
    Brendan Sexton III
  • Eric Mabius
    Eric Mabius
  • Rica Martens
    Rica Martens
  • Victoria Davis
    Victoria Davis
  • Ted Skillman
    Ted Skillman
  • Donna Bascom
    Donna Bascom
  • Randy Drummond
    Randy Drummond
  • Gabor Szitanyi
    Gabor Szitanyi
  • Alan Oxman
    Alan Oxman
  • Jill Wisoff
    Jill Wisoff

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Willkommen im Tollhaus: Tragik-Komödie von Todd Solondz über ein pubertierendes Mädchen, das gegen seine Seelenqualen kämpft.

    Kein Wunder, daß die Jury beim Sundance Filmfestival Todd Solondz‘ zweiten Film mit großer Begeisterung aufnahm. Mit scharfem Verstand, präzisem Gespür für Authentizität und einem ausgeprägten Sinn für verschrobenen Humor betätigt sich der Regisseur und Autor in seiner streckenweise fast unerträglich brutalen Komödie als Chronist einer verkorksten Kindheit. Dabei gelingt Solondz das Kunststück, das Publikum über die Absurdität der grausamen Situationen, nie aber über die ohnehin schon ausreichend gepeinigte Anti-Heldin seines Films lachen zu lassen.

    Ein Lachen, das man sich dennoch hart verdienen muß. Denn was Solondz bei seiner Frontalattacke auf die verlogen heile Mittelklasse-Familienidylle in den Suburbs an alptraumhaften Erlebnissen aufeinandertürmt, könnte als Gesamtkatalog für die flächendeckende Demütigung Präpubertierender durchgehen. Dafür stellte der Regisseur mit offensichtlich perversem Vergnügen ein elfjähriges Mädchen in den Mittelpunkt, das unattraktiver nicht sein könnte. Das beginnt beim Namen Dawn Wiener, reicht über eine Kassengestell-Hornbrille, die ihr gesamtes Gesicht zu bedecken scheint, bis hin zu einem Modegeschmack, der jeden Altkleidersammler Reißaus nehmen lassen würde. Dawn ist die perfekte Zielscheibe. In der Schule wird sie von den hübschen Mädchen als „Lesbe“ beschimpft und von den Außenseitern als „Wienerdog“ verhöhnt, die Lehrer verachten sie. Zuhause ist es nicht besser: Der Vater ist ein Phlegmatiker, die Mutter zieht die ständig im Ballettröckchen tanzende, kleinere Schwester vor, der ältere Bruder spielt seine intellektuelle Überlegenheit pausenlos aus. Dawns Leben ist, frei nach Bukowski, „ein Hund aus der Hölle“. Anders als von amerikanischen Produktionen aus Hollywood gewohnt, weist Solondz keinen befreienden Weg aus der Misere: Dawn - von der Newcomerin Heather Matarazzo als gebrochenes, häßliches Entlein gespielt, deren wenige Hofnungen mit schöner Regelmäßigkeit zermalmt werden - wird ihrem Leben nicht entfliehen können. Nicht selten fühlt man sich an Hark Bohms vergleichbaren „Moritz, lieber Moritz“ erinnert, dessen tragischer Held sich ebenso in Tagträume und Gewaltfantasien flüchtete, wie es die verzweifelte Dawn bei dieser radikalen Momentaufnahme aus einem verkorksten Leben tut, in der - Solondz deutet es immer wieder an - auch alle anderen nur Opfer der Grausamkeit ihrer Umwelt sind. ts.
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