Wilde Kreaturen

  1. Ø 4
   1996
Wilde Kreaturen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wilde Kreaturen: Tierisches Sequel zu "Ein Fisch namens Wanda", in dem sich Cleese und Co. mit (britischem) Witz und Tücke bewähren müssen.

Willa Weston soll für Medienmogul Rod McCain einen Zoo marktgerecht auf Vordermann bringen. Der dortige Chef, Ex-Hongkong-Cop Rollo Lee, hofft mit den besonders aggressiven, wilden Tieren den Profit steigern zu können. Fürs Bett bevorzugt er allerdings eher kuschelige Artgenossen, und gegen die gut-gebaute Willa hat er auch nichts einzuwenden…

Rollo Lee, Direktor des krisengeplagten Marwood-Zoos, plant aus Attraktivitätsgründen, alle harmlosen Tiere zu töten und diese durch besonders wilde Kreaturen zu ersetzen. Mit diesem vermeintlich gewinnbringenden Vorhaben stößt er auf den Widerstand des Pflegepersonals, das vom Insektenpfleger „Bugsy“ Malone angeführt wird. Auch die aufreizende Willa Weston und der verschlagene Vince McCain, die den Zoo ganz im Trend der Zeit in einen Themenpark umwandeln wollen, lassen nichts unversucht, Mr. Lees finstere Pläne zu durchkreuzen…

Willa soll einen Zoo marktgerecht auf Vordermann bringen. Das macht sie, indem nur die wirklich wilden Tiere gezeigt werden sollen. Die süßen, netten sollen sterben, landen stattdessen in des mitleidigen Zoodirektors Wohnung.Tierisches Sequel zu „Ein Fisch namens Wanda“ mit Cleese und Co.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht ein Sequel, sondern ein Equal zu drehen, war das erklärte Anliegen der Macher der 1988 gedrehten Hitkomödie „Ein Fisch namens Wanda“. Kein einfaches Unterfangen, handelt es sich doch bei der herrlichen Farce um den bisher zweiterfolgreichsten britischen (koproduzierten) Film aller Zeiten. Mit John Cleese, Kevin Kline, Jamie Lee Curtis und Michael Palin befinden sich wieder die Hauptfiguren des Original-Ensembles an Bord der turbulent dahinschaukelnden Kalauerkaschunke, dessen Drehbuch erneut von Gaggroßmeister Cleese (diesmal in Zusammenarbeit mit Iain Johnstone) ausgeheckt wurde.

    Managementkanone Willa Weston (Jamie Lee Curtis verstrahlt tief dekolletiert gleichermaßen Sex- und Lachappeal) heuert bei dem neuseeländischen Medienmogul Rod McCain (Kevin Kline) an und sucht sich als Projekt einen jüngst aquirierten Zoo in England aus. Mit McCains Sohn Vince (Kline im Doppelrollenstreß) im Schlepptau macht sie sich auf den Weg, marketinggerechte Ordnung in den umsatzschwachen Affenstall zu bringen. Dieser wird von dem ehemaligen Hongkong-Cop Rollo Lee (Cleese) mit vermeintlich harter Hand geleitet: Er ist fest davon überzeugt, die erforderte 20-prozentige Profitsteigerung mit einem mehr an Gewalt – sprich: nur bösartige Kreaturen sollen zur Schau gestellt werden – erreichen zu können. Zahlreiche Komplikationen und von animalischer Anziehungskraft vorangetriebene Beziehungen sind vorprogrammiert.

    Cleese müht sich redlich, seine Monty-Python-gestählte Erfolgsformel von trocken-süffisantem Britenhumor einfließen zu lassen, wobei eine kräftige Portion derber sexueller Anzüglichkeiten selbstverständlich nicht fehlen darf. Curtis bringt in hautengen, optimal ihre Kurven betonenden Outfits das Tier in den Männern hervor, während Cleese als typisch verklemmter Bürokrat für einen Sexakrobaten gehalten wird, der Schäfchen (sowie Babystrausse, Meerkätzchen, Wallabies und Lemuren) angeblich nicht nur als Einschlafhilfe in Anspruch nimmt. Kline, der für „Wanda“ einen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt, meistert seine Doppelrolle als mürrischer Mogul und dessen unlauteres Söhnchen hervorragend. Als Publikumslieblinge werden sich ohne Frage die niedlichen Viecher entpuppen, die ihren menschlichen Gegenstücken teils gar die Show stehlen.

    Nachdem bei Testvorführungen im vergangenen Jahr das Ende der bissigen Biester-Blödelei nicht den gewünschten Anklang fand, entschloß man sich, den letzten Akt umzuschreiben. Da Regisseur Robert Young („…und ewig schleichen die Erben“) – der seinerseits „Wanda“-Filmer Charles Crichton ersetzte – bereits mit einem weiteren Projekt beschäftigt war, sprang Fred Schepisi („Roxanne“) für den Reshoot ein. Obwohl er zudem noch mit einem neuen Kameramann arbeiten mußte, lassen sich in der 25-Mio.-Dollar-Produktion keine nennenswerten stilistischen und visuellen Schwankungen ausmachen. Ganz so gelungen wie der legendäre Vorgänger mag der tierische Spaß wohl nicht sein, doch das komödienvernarrte deutsche Publikum sollte dennoch ohne weiteres anbeissen – besonders, wenn die Synchronisation wieder so trefflich ausgeführt wird wie beim ersten Streich. ara.

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