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Wild Side

Kinostart: 09.12.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Preisgekröntes Drama, in dem eine transsexuelle Prostituierte am Sterbebett ihrer Mutter ein letztes Mal ihre familiären Wurzeln aufsucht.

Früher war Stephanie (Stephanie Michelini) mal ein Kerl, aber das ist lange her. Jetzt verdient sie ihr Baguette als Prostituierte in Paris und hat in ihren Mitbewohnern, einem bisexuellen Exilrussen (Edouard Nikitine) und einem arabischen Strichknaben (Yasmine Belmadi), eine Ersatzfamilie gefunden. Nun liegt ihre Mutter oben in Nordfrankreich im Sterben, und es wird Zeit für Stephanie, sich ihrer wahren Familie zu stellen. Die Freunde begleiten sie auf eine Reise, die für alle neue Erfahrungen bereit hält.

Das einfühlsame Außenseiterdrama mit Toleranzmessage wurde zum Hit auf diversen Schwulen- und Kunstfilmfestivals rund um den Globus.

Stéphanie ist eine transsexuelle Prostituierte, die im Begriff ist, ihr letztes bürgerliches Familienmitglied zu verlieren. Mit einem bisexuellen russischen Deserteur und einem Stricher aus dem Maghreb hat Stéphanie ihre eigene alternative Familie mit im Gepäck, als sie sich auf den Weg ans Sterbebett ihrer Mutter in die Provinz macht und dort mit ihren konservativen Wurzeln konfrontiert wird.

Eines Tages ereilt Stéphanie ein schlimmer Anruf. Ihre Mutter liegt im Sterben. Also reist die Prostituierte, einst als Pierre in der Provinz aufgewachsen, mit dem bisexuellen Gelegenheitsstricher Djamel und dem Tschetschenien-Veteranen Mikhail in ihre ungeliebte Heimat. Dort, im unwirtlichen Norden Frankreichs, durchlebt das vom Dasein gebeutelte Trio noch einmal die Schrecken seiner Existenz. Jeder für sich, und doch gemeinsam. Im Angesicht des Todes nutzt Stéphanie noch einmal die Möglichkeit, mit ihrer Mutter zu reden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wild Side: Preisgekröntes Drama, in dem eine transsexuelle Prostituierte am Sterbebett ihrer Mutter ein letztes Mal ihre familiären Wurzeln aufsucht.

    Mit seinem vierten Spielfilm, der auf der Berlinale 2004 den Teddy erhielt, beweist Sébastien Lifshitz sein schon in „Winter wie Sommer“ ausgeprägtes Talent, erwachsener Sexualität und Versuchen mit Zwei- und hier Dreisamkeiten nachzugehen. Wie sein Generationskollege Fran(ois Ozon („5 x 2“) fängt Lifshitz spontane Gefühlsausbrüche wie lakonische Liebesszenen gleichermaßen ein. Das Besondere in „Wild Side“ liegt in der Verbindung von Krankheit, Tod und Sexualität mit Fragen über geerbte, gewollte und gewählte Verwandtschaft.

    Stéphanie hieß früher Pierre und arbeitet im Bois de Boulogne in Paris als transsexuelle Prostituierte mit Silikonbrüsten und echtem Penis. Sie lebt mit dem russischen Deserteur und bisexuellen Kellner Michail und dem maghrebinischen Stricher Djamel als harmonisierendes Trio. Als ihre Mutter im Sterben liegt, nimmt Stéphanie ihre Männer mit in das 200 Kilometer von Paris gelegene fast menschenleere Provinzdorf zu der alten Dame und pflegt sie bis zu ihrem Tod. In Rückblenden wird geschildert, wie das Trio zusammenkam, wie es seiner Arbeit nachgeht und wie Pierre als Kind mit dem Vater und der Schwester spielte, die bei einem Unfall ums Leben kamen. Nach der Beerdigung fährt man nach Paris zurück.

    Die Szenen der Innigkeit, die das Trio verbindet, zeigen mit wenigen Dialogen, wie selbstverständlich sie miteinander umgehen. Die Wahlverwandtschaft steht in Kontrast zu der Blutsverwandtschaft mit der Mutter, die in Erinnerungen lebt und die ungewöhnliche Bindung von Sohn/Tochter zwar akzeptiert aber nicht wirklich versteht (ein Motiv wie in „Sommer wie Winter“). Momente großer Schönheit liegen in den mit der Scope-Kamera betörend aufgenommenen Bildern aus dem Dorf und den umgebenden Feldern, Äckern, Wiesen und Hügeln mit Weiden, Sträuchern und Wolken. Der Gang durchs Dorf, als Plansequenz aufgenommen, ist Verbeugung vor Claude Chabrols „Les Cousins“ und „Der Schlachter“. Sollte in Programmkinos gut aufgehoben sein. ger.

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