Fakten und Hintergründe zum Film "Wild Child"

Kino.de Redaktion |

Wild Child Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Die Idee

Drehbuchautorin Lucy Dahl ließ sich für das Drehbuch zu „Wild Child” von zwei sehr unter­schiedlichen Phasen ihres Leben inspirie­ren. Als junges Mädchen besuchte sie ein In­ternat in England und als Erwachsene hat sie das Leben in Los Angeles kennengelernt und ist Mutter von mehreren Töchtern im Teena­ger-Alter. Sie war fasziniert vom Verhalten ihrer Kinder und deren Schulfreunden, von so genannter Jugend­kultur heute und den vielen Ähnlichkeiten auch zu Mädchen anderer Ge­nerationen.

Bei der Ausarbeitung von „Wild Child” be­zog sich Dahl nicht zuletzt auch auf eine schwierige Zeit in ihrem Leben. Eine Zeit, auf die sie nicht besonders stolz ist. „Das Dreh­buch basiert auf meinen eigenen Schulerinne­rungen”, so Dahl. „Und ich habe tatsächlich meine Schule in Brand gesteckt und wurde der Schule verwiesen. Ich hatte eine echte Mrs. Kingsley und sie war sehr liebenswürdig.”

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Ihre mütterlichen Gefühle gegenüber Dahl änderten sich allerdings, als sie erfuhr, was Dahl angestellt hatte. „Sie war unglaublich enttäuscht von mir. Ich hatte meine Vater am Tag nach der Brandstiftung angerufen – wir wurden ja nicht gleich geschnappt – und ihm erzählt, dass ges­tern jemand ein Feuer gelegt hätte. Mein Vater rief dann Mrs. Kingsley an und sagte: ‚Da ist ein verrückter Feuerteufel in ihrer Schule. Sie müssen ihn finden und raus­werfen!‘ Es war ihm natürlich ziemlich pein­lich, als he­rauskam, dass ich der Feuerteufel war.”

Lucy war aber nicht die einzige Dahl in ih­rer Familie, auf der Poppy und ihre Clique basieren. „Ich habe das Drehbuch zu der Zeit geschrieben als meine Töchter mitten in ihrer Teenagerphase ankamen”, erinnert sich Dahl. „Mädchen in die­sem Alter können so grausam untereinander sei. Ich habe es erlebt, ich war selbst dieses gemeine Mädchen und wenn man dann älter wird, denkt man nur: ‚Mädchen, Mädchen… lasst das doch!‘“ Das Gute an die­sen schwierigen Erfah­rungen aber war, dass sie guten Stoff für eine Komödie lieferten.

Tim Bevan und Eric Fellner von Working Title Films fühlten sich von der Coming-of-Age-Geschichte und dem schwarzen Humor in Dahls Drehbuch angesprochen. „‚Wild Child’ ist ein amüsanter und frischer Weg für uns”, so Bevan. „Es ist der erste Film, den wir speziell für junge Mädchen gemacht haben. Uns hat Lucys spritziges Drehbuch gefallen und die Chance, einer neue talentierte Gruppe von jun­gen Schauspielerinnen – angeführt von Emma Roberts - vorzustellen.”

Bevan und Fellner baten Produzentin Diana Phillips für den Film dazu, die als in London lebende Amerikanerin und Mutter dreier Töch­ter automatisch ein paar tiefere Einblicke in die Materie hat. Sie weiß, welche Herausforde­run­gen das Erwachsenwerden an junge Mäd­chen stellt… und wie man sich als Außenseiter und als Amerikaner unter Engländern fühlt.”

Basierend auf seiner langen Arbeitsbezie­hung mit Working Title wurde der erfahrene Cutter Nick Moore an Bord geholt. Er gibt mit „Wild Child” sein Regiedebüt und ist damit den logischen Schritt gegangen, wenn man bedenkt, dass bei der Gestaltung einer Reihe von Erfol­gen des Studios maßgeblich beteiligt war - darunter „Notting Hill” (mit einer weite­ren be­rühmten Roberts in der Hauptrolle), „About a Boy oder: Der Tag der toten Ente”, „Tatsächlich Liebe” und „Eine zauberhafte Nanny”.

Seine Erfahrungen und Leistungen als Cut­ter erfolgreicher romantischer Komödien ha­ben eine eigene Regiearbeit nahe gelegt, so Phillips. „Nick hat sich dem Film natürlich stark aus der Cutter-Perspektive genähert und ihm damit eine zusätzliche Dimension gege­ben. Seinem völlig verdienten Ruf als begna­deter Cutter wurde er auch schon am Set ge­recht und er hatte schon während der Vorbe­reitungen und Planungen immer auch den Schnitt im Auge.”

Der Witz, das Herz und die universellen Mo­tive wie Erwachsenwerden, Trauer und erste Liebe im „Wild Child”-Drehbuch gefie­len Moore. Außerdem sah er in Dahls Dreh­buch die Chance, einen Film für amerikani­sches und bri­tisches Publikum gleichermaßen zu schaffen – und natürlich auch für den Rest der Welt.

Moore gefiel die Auseinandersetzung von Teenagern mit ihrem eigenen Erwachsenwer­den und besonders mochte er der den dramati­schen Bogen, den Poppys Beziehung zu ihrem Vater nimmt, und wie sie sich ihm wieder nä­hert nachdem der Tod ihrer Mutter die Familie zer­rissen hat. “Hier findet sich das Herz der Ge­schichte”, so Moore. „Poppy ist kein schlimmes Mädchen, sie hat sich nur ein biss­chen verloren und muss sich selbst wiederfin­den.” Trotzdem gibt Moore zu: „Ich mag es, wenn mich Filme zum Lachen bringen. Es ist wichtig, dass man aus einem Film wie diesem mit einem guten Gefühl herauskommen kann. Wenn man erst ein bisschen weint und dann kommt ein Witz, ist der Witz umso besser. Oder umgekehrt, wenn man gerade lacht und dann kommt ein emotio­naler Moment, fühlt er sich umso süßer an.”

Mit dem fertigen Drehbuch und dem Regis­seur an Bord konnten sich die Filmemacher auf die Suche nach der verwöhnten Malibu-Prinzessin machen. Eine Reihe von Mäd­chen, die abwechselnd versuchen, sie zu är­gern, zu ver­führen und auf den richtigen Weg zu bringen, mussten ebenso gefunden werden.

Produktion: Die Besetzung

Bei der Besetzung von Poppy war es wich­tig, eine amerikanische Schauspielerin zu fin­den, die als egozentrische, verhätschelte süd­kalifor­nische Jet Set-Prinzessin durchgeht und dann die geradlinige Verwandlung in eine rücksichts­volle, erfrischende englische Schü­lerin glaub­haft macht. Unter den berühmteren Jungschau­spielerinnen fanden die Produzenten mit Emma Roberts die perfekte Mischung. Mit ihrem schauspielerischen Resümee aus der erfolgrei­che Nickelodeon-Serie „Unfabulous”, der Leinwandadaption von „Nancy Drew Girl De­tective” und der Komödie „Aquamarin – Die vernixte erste Liebe” war Emma Roberts genau die richtige junge Frau für den Part.

Phillips sagt: “Ohne die perfekte Poppy hät­ten wir diesen Film nicht gemacht und Emma stach als Filmstar sofort heraus. Sie war un­glaublich natürlich und außerdem schon ein echter Profi. Sie hatte jahrelang eine eigene Fernsehserie. An diesem Punkt ihrer Karriere war ‚Wild Child’ genau der richtige Film für Emma und sie hat sich als unglaubliches Ta­lent und die beste Wahl für die Rolle erwie­sen.”

Für die Schauspielerin war Poppy genau der Typ Mädchen, dem sie oft bei ihrer Arbeit in Hollywood begegnet ist. Roberts war be­geis­tert von der Chance, eine gebräunte, blon­dierte und völlig verwöhnte Göre zu spielen, die aus dem Lu­xus ihrer Heimat in Malibu gerissen, und in das enge Gemäuer eines englischen Inter­nats geschickt wird. Der Schauspielerin gefiel, dass Poppy das erste Mal in ihrem Leben ler­nen muss, Verantwortung für ihr eigenes Ver­halten zu übernehmen.

Emma Robberts sagt: „Als sie aus Amerika nach England kommt ist Poppy ein verwöhntes Mädchen aus L.A., das sich um nichts anderes als sich selbst schert. Aber dann – als sie dort ankommt - beginnt sie, sich zu verwandeln. Sie ist irgendwie gemein, aber ganz tief in ih­rem inneren doch sehr nett. Ich habe noch nie eine Rolle wie Poppy gehabt und es war toll, ein Mädchen zu spielen, das so anders ist.”

Aidan Quinn wurde als Poppys Vater be­setzt. Nachdem er Dahls Drehbuch gelesen hatte, war es dem Vater zweier Töchter wich­tig, dass man im Film nicht nur etwas zu la­chen bekommt, sondern dass man auch die menschlichen Momente sichtbar macht. „Ich hoffe”, sagt Quinn, „dass die Zu­schauer wirk­lich in die Geschichte hineingezo­gen werden. Sie sollen ein Gefühl dafür bekom­men, wie es ist, ein Teenager mit solchen Pro­blemen zu sein. So können sie Poppys Weg begleiten, auf dem sie neue Freunde, ihre Familie, ein ge­wisses Maß an Disziplin und eine Lebens­richtung findet.”

Für die Rolle der glamourösen und doch respekteinflößenden Rektorin Mrs. Kingsley konnte die britische Schauspielerin Natasha Richardson gewonnen werden, die damit nach Schlöndorffs gefeierten Margaret Atwood-Adaptation „Die Geschichte der Dienerin” schon zum zweiten Mal gemeinsam mit Aidan Quinn vor der Kamera stand.

Richardson war nicht nur vom Drehbuch be­eindruckt, sondern brannte darauf, mit ei­nem Regie-Neuling zu arbeiten, der Interesse an pro­fessionellem Feedback hat, das sie und ihre Kollegen zu bieten haben. Ihr gefiel, dass Moore seine Erfahrungen als Cutter mitbrachte und sehr aufmerksam für das war, was die Crew und die Schauspieler zu bieten hatten. Für Ri­chardson war das einer der Hauptgründe für die entspannte Atmosphäre am Set, die auch einen freieren Umgang mit der Komik des Drehbuchs erlaubte.

Die Schülerinnen der Abbey Mount School für Mädchen werden von der kleinen aber stren­gen Hausmutter beaufsichtigt, gespielt von der schottischen Schauspielerin Shirley Henderson. Poppy kämpft mit aller Wucht gegen die Regeln der Hausmutter, steht aber dabei auf verlorenem Posten.

Henderson hat einen guten Teil des letzten Jahrzehnts ebenfalls in einem Internat verbracht – allerdings als längst verstorbene Schülerin. Als Darstellerin des Geistes der maulenden Myrtle in den „Harry Potter”-Filmen war sie schon vorher vertraut mit den Dreharbeiten auf Schulfluren. Dieser Film aber hat sie sehr viel mehr an ihre eigene Schulzeit erinnert. „Ich hatte keine leichte Zeit damals, weil ich immer so klein und kindlich für mein Alter war. Ich musste mich immer behaupten und habe die Zeit hinter mich gebracht und nicht sehr ge­nossen. Ich war kein großer Fan der Schule, aber ich habe mich einfach zusammengerissen und im­mer weiter gemacht.“

Neben den Erwachsenen in Poppys Welt musste natürlich auch das richtige Ensemble junger britischer Darstellerinnen für ihre Ab­bey Mount-Mitschülerinnen gefun­den werden. Es musste eine Gruppe von Mäd­chen sein, mit denen sich ein junges Publikum identifizieren kann. Des Weiteren müssen sie in der Rolle der Internats­schülerinnen glaubhaft wirken.

„Die Mädchen zu finden, war hart“, erin­nert sich Regisseur Moore. „Es sind Parts für junge Mädchen und in dieser Altsgruppe findet man nicht so leicht Schauspielerinnen mit viel Erfah­rung. Wichtig war für uns eine Gruppe von Mädchen zu finden, denen man abnimmt, dass sie Schülerinnen in einem Internat sind. Wir haben Emma für ein paar Tage eingeflo­gen und sehr viele Mädchen für Proben und zum Vor­sprechen eingeladen. Dann haben wir die Kom­binationen solange ausgetestet, bis wir das bestmögliche Ensemble zusammen hat­ten.“

Bei diesem Casting wurden auch die Mäd­chen gefunden, die zunächst widerwillig mit Poppy ihr Zimmer teilen müssen. Bevor sie sich dann doch mit ihr anfreunden, ist die junge, zickige Amerikanerin das personifi-zierte Unheil für die frühreife Kate (Kimberly Nixon), die leicht aus der Fassung zu brin­gende Drippy (Juno Temple), Computerfreak Kiki (Sophie Wu) und das praktisch veranlagte Lacrosse-Ta­lent Josie (Linzey Crocker).

Poppys Erzfeindin – die Schulsprecherin Harriet – wird von Georgia King gespielt und Ruby Thomas und Eleanor Turner-Moss begleiten sie als ihre Sidekicks Jane und Charlotte. Und Rusty O’Hara wurde schließlich als Harriets andauernd gequälte Er­gebene besetzt.

Als es darum ging, Poppys Schwarm zu be­setzen - Mrs. Kingsleys Sohn Freddie – wandte sich die Produktion an Alex Pettyfer, den Star jugendlichen Agententhrillers „Alex Rider: Operation Stormbreaker”. Pettyfer war die per­fekte Wahl, um Poppy als Freddie den Kopf zu verdrehen. Dummerweise ist er au­ßerdem Har­riets großer Schwarm, auch wenn er ihre Ge­fühle in keiner Weise erwidert.

In weiteren Rollen sind Daisy Do­novan als nett-naive Sportlehrerin Miss Rees-Withers, Nick Frost as Poppys genialer Hair­stylist Mr. Christopher, Jason Watkins als in­kompetenter Französischlehrer Mr. Nellist so­wie Selina Cadell als Schauspiellehrerin Miss Loughton zu sehen.

Auf der anderen Seite des Atlantiks wurden Poppys amerikanische Freunde und Familien­mitglieder besetzt mit Lexi Ainsworth als kleine Schwester Molly, Shelby Young als Poppys ehemals – nachdem sie ihr den Freund ausge­spannt hat - beste Freundin Ruby, und Johnny Pacar als entsprechende ehemalige Liebe in Poppys Leben Roddy.

Produktion: Dreharbeiten & Drehorte

Um die Reise Poppys von einer südkalifor­ni­schen Highschool in ein britisches Internat auf Film einzufangen, wurde sowohl in der engli­schen Provinz wie auch Los Angeles ge­dreht. Die entscheidenden Innenaufnahmen fanden statt in den Elstree Studios in Hertford­shire, in Robin Hood’s Bay nahe Whitby in North York­shire, sowie in dem historischen Städtchen Ha­worth am Rande des Pennine Moors in West Yorkshire. Diese Region in West Yorkshire wurde durch die Brontë-Schwestern berühmt, die lange zuvor schon über die Probleme junger Mädchen geschrie­ben hatten, und so wird die Gegend auch ‚Brontë Country’ genannt.

Im Zentrum von Haworth wurde das Innere und Äußere einiger ansässiger Geschäfte auf der Hauptstraße für die Dreharbeiten verwan­delt. Aus The Souk, einem Laden für Acces­soires und Vintage-Mode wurde der Second­handla­den, in dem die Mädchen nach dem richtigen Outfit für den großen Ball kramen, die Rose & Co. Apotheke wurde zur Spirituo­senhandlung, in der sich Poppy mit ihrem Charme ein paar Flaschen erarbeitet und Emma’s Eating Parlour wurde in Christopher’s Salon umgebaut, in dem Poppy zu einer zau­berhaften Brünetten wird.

Der Großteil der Außen- und Innenaufnah­men für die Schulszenen wurde auf dem Anwe­sen Cobham Hall in Kent gedreht, das die Crew sich als fiktive Abbey Mount School für Mäd­chen ausgesucht hatte. Heute ist Cob­ham Hall ein unabhängiges Internat für junge Frauen. Die Schule kann auf eine lange Ge­schichte zurück­blicken und ist umgeben von einer 150 Morgen großen Parklandschaft in Kent.

Das im 12ten Jahrhundert erbaute Anwesen Cobham Hall wurde von Henry II einem fran­zö­sischen Ritter übereignet. Zweimal wurde das Herrenhaus von Elizabeth I besucht und Charles I verbrachte eine Nacht seiner Flitter­wochen in Cobham. Charles Dickens passierte den Park regelmäßig auf seinem Weg von sei­nem Heim in Gad’s Hill Place zum Leather Bottle Inn in Cobham – und stattete ab und an seinem Freund, dem Earl of Darnley, einen Besuch ab. Cobham Hall diente schon vielen verschieden Zwecken – mal war es Heim für eine unbezahl­bare Sammlung alter Meister, mal war diente es der Erholung australischer Soldaten im ersten Weltkrieg.

Roberts hatte nicht die geringsten Berüh­rungsängste und fühlte sich sofort wohl in dem legendenumwobenen Gemäuer von Cobham Hall. Sie fühlte sich sogar so wohl, dass sie einschlief als sie beim Drehen einer Szene so tun sollte als würde sie schlafen. „Ich bin tat­sächlich eingeschlafen“, erinnert sich Roberts lachend. „Wir lagen im Bett und dann wurden wir kurz noch mal angesprochen. Erst war Lin­zey dran und sie musste aufwachen, dann Kim und auch sie musste aufwachen. Und dann war ich dran: ‘Emma? Emma? Emma?’ Ich bin tatsächlich aufgewacht und habe mich verwun­dert umgeschaut: ‚Was ist los?, Was ist los? – Alle haben gemerkt, dass ich wirklich geschla­fen habe. Es war so peinlich.“

Das ‚Ehrengericht’, bei dem Poppy die Chance bekommt, sich zu rechtfertigen, und wichtige Szenen in den Klassenräumen wur­den in Balls Park in Hertfordshire gedreht. Das Her­renhaus dort ist ein wunderschöner Kom­plex von großem architektonischen Reiz – gebaut wurde es von Sir John Harrison 1640 in der Herrschaftszeit von Charles I. Es liegt inmitten von 100 Morgen Parkland am Rande der Ge­meindehauptstadt Hertford.

In einer privaten Villa in Malibu wurden die Szenen in Pop­pys Strandhaus gedreht. Weitere Aufnah­men fanden in Los Angeles in den berühmten Fred Segal Shops und in Paradise Cove statt.

Alle Mädchen kamen sich während der Pro­ben näher und hatten einen ungeheuren Spaß Lacrosse zu lernen und die etwas seltsame Tanzroutine für den Film einzustudieren. „Zunächst hatten wir allerdings große Sorge mit dem Lacrosse“, erinnert sich Produ­zentin Phil­lips. “Wir selbst wussten nichts über das Spiel, keiner von uns hatte es jemals gespielt, und keins der Mädchen beherrschte dieses sehr ei­gene Spiel. Uns war aber klar, dass wir die Spielszenen glaubhaft machen mussten, also ließen wir uns von Experten beraten und haben die Mädchen mit echten Lacrosse-Spielern ins Training geschickt. Und tatsächlich sind die Mädchen zu einigermaßen guten Spielerinnen geworden.“

Nach der letzten Klappe legte Nick Moore seinen Regiehut ab und machte sich gemein­sam mit Simon Cozens an den Schnitt von „Wild Child“.

Man hatte ihm geraten, den Film nicht vor­her schon im Kopf zu schneiden, aber genau das ist ihm manchmal sehr schwer gefallen. “Es gab Szenen, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie nicht verwenden würde, abgesehen vielleicht von einem einzigen Wort. Und dann habe ich mich gefragt, warum drehe ich dann nicht ein­fach nur dieses eine Wort. Aber das wäre den Schau­spielern gegenüber nicht fair gewesen. Ich kann mich erinnern, dass ich selbst mal am Set eines Filmes, den ich ge­schnitten habe, so etwas mit­erlebte. Eine emo­tionale Szene wurde in der Totale gedreht und nach der Hälfte des Dialogs rief der Regisseur: ‚Cut!’ – Die arme Schau­spielerin, dachte ich damals. Ich wollte so etwas bei meinem ersten Film jedenfalls vermeiden.“

Und genau das ist ihm auch gelungen. Alle Mädchen – für viele war es der erste Film - hat­ten eine gute Zeit beim Dreh, abgesehen höch­stens von den paar kleinen Sticheleien, mit de­nen es eine Amerikanerin in England nun mal ganz automatisch zu tun bekommt. “Es war toll, mit einer englischen Crew und Besetzung zu arbeiten“, fasst Emma Roberts zusammen. „Ich wollte schon immer mal nach England. Das einzige Problem war, dass sich alle dar­über lus­tig gemacht haben, dass ich manche Sachen anders sage oder betone… Aber sie kommen ja alle nach L.A. und dann können wir uns über sie lustig machen…“

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