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Wie sehr liebst du mich?

Kinostart: 31.08.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Gewohnt provokatives Drama von Bertrand Blier, der Monica Bellucci als Edelnutte in die Wohnung eines Freiers einziehen lässt.

Der schüchterne Bürowichtel Francois (Bernard Campan) hat groß im Lotto gewonnen und könnte sich jetzt sozusagen menschliche Gesellschaft kaufen. Seine Wahl fällt auf die schöne Daniela (Monica Bellucci), die ihre Reize im Fenster ausstellt und stundenweise für 150 Euro und eine Flasche Champagner zu haben ist. Francois bietet 100.000 für den Monat, so lange die Kohle reicht. Mit in der Rechnung inbegriffen sind leider Danielas übler Zuhälter und ein kleiner Herzfehler.

Romantische Komödie mit schwarzer Note aus Frankreich, der richtige Sommerfilm für Romantiker, Frankophile und Formenfreunde. Bertrand Blier („Die Ausgebufften„, „Abendanzug„) inszenierte.

Die laszive Daniela wird in einer Nachtbar am Pigalle von den Männern umschwärmt, wie das Licht von den Motten. In der Überzeugung, er habe beim Lotto gewonnen, bietet Francois der Schönen der Nacht an, gegen Bezahlung zu ihm zu ziehen. Daniela willigt ein und folgt ihm in seine Wohnung. Aber so leicht kann man eine Nutte nicht ans häusliche Leben gewöhnen, zumal ihr Zuhälter Charlie die Entwicklung alles andere als lustig findet.

Francois, langweilig und mit Halbglatze, aber auch einem Lottogewinn ausgestattet, geht auf Streifzug durchs Pariser Rotlichtviertel Pigalle. Dort entdeckt er die dralle Prostituierte Daniela und bietet ihr an, für 100.000 Euro pro Tag bei ihm einzuziehen. Überraschend sagt sie zu, und vor Freude bricht er daraufhin zusammen. Also päppelt die Schöne der Nacht ihn auf, ehe sie sich wieder an den Bordstein stellt, weil ihr Zuhälter wütend auf dem Plan erscheint. Da fängt Ex-Weichei Francois doch tatsächlich an um sie zu kämpfen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      „Extrem französisch“ - und das als großes Kompliment gemeint - fand die FBW-Jury den von ihr nach einer angeregten und höchst lebendigen Diskussion mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichneten Film. Regisseur Bertrand Blier, in der Verwendung der filmischen Mittel und Erzählformen souverän wie einst Altmeister Bunuel, scheut sich nicht, alle Klischees zu bedienen - und sie augenzwinkernd gegen jeden Strich zu bürsten. Es geht um die Käuflichkeit der Liebe und gleichzeitig um deren Unschuld und heilige Magie.

      Wie der Film mit Wahrheiten und Behauptungen über Männer und Frauen umgeht, hat surreale Qualitäten. Jede der Figuren erliegt ihren Widersprüchen, bekennt sich zu ihnen. Intelligente, ironische Wendungen verschaffen dem Zuschauer Spaß, halten ihm gleichzeitig einen Spiegel vor. Der Film changiert zwischen Tragödie und Komödie, wird gegen Ende immer leichtfüßiger und bizarrer, wird burlesk und immer schräger, gerät schließlich zur Farce, ganz in der Tradition der großen französischen Moralisten des Theaters. Immer mehr werden auch die Filmschauplätze zur Bühne, wechselnd zwischen Boulevardkomödie, scharfzüngiger Satire und gefühlsgroßer Oper.

      Gérard Depardieu, den Bertrand Blier einst für „Die Ausgebufften“ (1973) für den Film entdeckte, glänzt in einer Paraderolle als Macho-Krimineller mit Leibwächtern, die sogar seinen Beischlaf bewachen. Er verkörpert den Gegenspieler von Francois. Er ist kein Romantiker, er ist ein Zyniker der Liebe. Und ein Realist. Er ist ein Macho, der erkennen muss, dass er Daniela (Monica Bellucci) gehen lässt, weil er sie so sehr liebt. „Du hast meine Kanten an deinen Kurven geglättet“, sagt er dazu, und die Zärtlichkeit dieser Worte charakterisiert auch den Film.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Wie sehr liebst du mich?: Gewohnt provokatives Drama von Bertrand Blier, der Monica Bellucci als Edelnutte in die Wohnung eines Freiers einziehen lässt.

      Frivole Liebesgeschichte aus der Welt der Nacht zwischen einem sympathischen Loser und einer Prostituierten mit Herz.

      Liebe, Verführung, Abhängigkeit - Themen, die Bertrand Blier gerne behandelt und mit Geld, Sex und Macht verknüpft. Wenn dann noch Monica Bellucci die dralle Dirne spielt, sind Altherrenfantasien keine Grenzen gesetzt. Im Pariser Rotlichtviertel Pigalle, wo es trotz käuflicher Liebe früher auch mal romantisch zugegangen sein soll, geht Daniela dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Als sie mal wieder am Fenster sitzt und auf Freier wartet, betritt ein ziemlich langweiliger Typ die Bar und fragt nach dem Preis, zuckt bei 150 Euro und eine Flasche Champagner nicht zusammen, sondern macht ihr ein anderes unmoralisches Angebot. Für 100 000 Euro im Monat soll sie mit ihm leben, solange der Lottogewinn reicht. Die schöne Italienerin zieht noch am selben Abend bei ihm ein. Vor lauter Freude bekommt er fast einen Herzinfarkt, lässt sich dann aber von der Dame mit allen Finessen und körperlichem Einsatz wieder aufpäppeln. Aus Lebensfrust wird Lebenslust, und etwas Lebensart lernt er so ganz nebenbei. Es scheint, als sei die Liebe ausgebrochen. Im Büro tritt der schüchterne Kerl plötzlich selbstbewusst auf, die Liebesgeräusche hallen durchs Haus und sein Doktor-Freund verscheidet beim Anblick der Nackten mit den prallen Brüsten. Doch nach einigen Tagen verfällt die frisch gebackene Hausfrau wieder der Macht der Nacht und auch ihr Freund und Zuhälter (Gérard Depardieu) meldet Ansprüche und Geldforderungen an. Zwischen Erotik-Komödie und erotischer Burleske kann sich Blier nicht so richtig entscheiden. Eigentlich geht es ihm trotz ironischer Brechungen nur darum, seinem Frauenideal ein Forum zu geben, opulente Formen und traditionelle Weiblichkeit zu preisen, den Mythos von der Heiligen und der Hure weiterzuspinnen. Die Rolle schrieb er Monica Bellucci auf den Leib und nach einigen emotionalen Konfusionen ist alles so, wie man(n) es sich vorstellt. Die Lady geht nicht mehr anschaffen, sondern einkaufen, kümmert sich ums Haus und kocht dem Tolpatsch leckere Pasta, schließlich geht Amore durch den Magen. Die Schöne und der Durchschnittsmann mit beginnender Glatze, das ist der Stoff, aus dem Dramen oder Märchen sind. Blier entscheidet sich für das letztere, denn wo sonst würde eine Frau, die jeden um den Finger wickeln kann, ausgerechnet diesen netten Hochstapler nehmen? Fast könnte man auf die Rollenklischees reinfallen, wenn da nicht unterschwellig das Spiel mit denselben wäre und trotz Klamauk und Komik eine Portion Gesellschaftssatire aufblitzt. Aber dann verliert Blier wieder schnell das Interesse daran und konzentriert sich auf das für ihn Wesentliche, auf weiche Rundungen. Cherchez la femme. mk.

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