Widows - Erst die Ehe, dann das Vergnügen

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   1997
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Filmhandlung und Hintergrund

Widows - Erst die Ehe, dann das Vergnügen: Delikate, aufregend besetzte Komödien-Mixtur mit einer kräftigen Prise schwarzem Humor.

„Widows“ würden sie am liebsten werden, die drei unterschiedlichen Frauen Molly, Elisabeth und Maria. Molly, liebenswürdige Hausfrau und Mutter, hat genug von den trunkenen Gewaltausbrüchen und Fremdgängen ihres Mannes. Karrierefrau Elisabeth hat die Leidenschaft neu entdeckt. Da stört ihr alter Ehemann nur. Und die wohlgeformte Maria ist gefrustet, weil sie nur als Dekorationsstück benutzt wird.

Molly, Elisabeth und Maria, drei gute Freundinnen, sind mit ihrem Eheleben unzufrieden. Molly wird von Erich betrogen, Maria ist nur noch aus finanziellen Gründen mit Konrad zusammen und Elisabeth verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Musiker Vince. Da allen eine Scheidung zu kompliziert und nervlich zu belastend erscheint, sehen die Frauen ihren einzigen Ausweg in der Witwenschaft. Teuflische Pläne reifen in ihren Köpfen heran, doch so leicht, wie es scheint, sind diese nicht umzusetzen…

Die drei unterschiedlichen Frauen Molly, Elisabeth und Maria wollen unbedingt Witwen werden. Delikate, aufregend besetzte Komödien-Mixtur mit einer kräftigen Prise schwarzem Humor.

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Kritikerrezensionen

  • Mit ihrem neuen Film bleibt die Münchner Regisseurin Sherry Hormann, nach „Frauen sind was Wunderbares“ und „Irren ist männlich“, ihrem Erfolgsrezept Komödie treu. Sie bereichert es allerdings um eine gute Portion schwarzen Humor. Die so entstandene, äußerst delikate Mixtur aus Komik und Film noir verspricht, schauspielerisch hochkarätig besetzt, ein Gourmet-Ereignis auch an der Kinokasse zu werden.

    Bereits der Titel macht deutlich, wohin die Reise geht: drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, beginnen, jede für sich und aus verschiedenen Gründen, ihr Leben als Ehefrauen in Frage zu stellen. Und da die drei Freundinnen sind, laufen ihre Lebenslinien immer wieder zusammen. Für Maria (Ornella Muti), Elisabeth (Katja Flint) und Molly (Eva Mattes) verliert der Gedanke an die Witwenschaft irgendwann seinen Schrecken. In ihren Köpfen beginnt ein „Was wäre wenn“-Roulette, und die Vorstellung eines Lebens ohne Ehezwang, frei, ungebunden und ohne Verantwortung, wirkt verlockend. Doch so, wie sie sich das in ihren intimsten Träumen vorgestellt haben, funktioniert es nicht. Das Schicksal funkt dazwischen und konfrontiert sie mit dramatischen Ereignissen. Daß am Ende dabei Erich, der Looser und übelste aller Ehemänner, am besten wegkommt, ist überraschend und kontrovers, ein mutiger Zug des Drehbuchs. Uwe Ochsenknecht spielt diesen Antihelden so überzeugend und überwältigend fies, daß der Zuschauer alle Emotionen in seiner Figur bündeln kann. Das Casting für diesen Film, der eigentlich sechs Hauptrollen erforderte, ist spannend gelöst – den drei weiblichen Hauptfiguren entsprechen starke männliche Pendants. Die Besetzung ist erbenfalls aufregend. Schön, daß man nach zehn Jahren Marco Ferreris Muse Ornella Muti („Chronik eines angekündigten Todes“) wieder auf der Leinwand sehen kann und mit Eva Mattes („Wildwechsel“, „Celeste“, „Schlafes Bruder“) einer der wichtigsten Vertreterinnen des neuen deutschen Films begegnet, auch wenn sie nicht immer verbergen kann, daß sie auch und vor allem eine große Bühnendarstellerin ist. Überwältigend im Damen-Dreier ist Katja Flint. Sie spielt den Part ihres Lebens, ist mutig und ehrlich, verleiht ihren Gefühlen direkten Ausdruck in Mimik und Gestik.

    Sherry Hormann zeigt, daß sie inzwischen ein Regie-Profi ist. Sie inszeniert flüssig und glaubhaft, erzählt spannend, angereichert mit Krimi-Elementen, die aber nur im Ansatz vorkommen, für die Handlung nicht wichtig sind. Das macht einen dramatischen Handlungsablauf schwierig. Doch was in den Köpfen der Protagonisten stattfindet, ist so stimmig erzählt (mit einigen schönen erotischen Szenen), daß es von Anfang bis Ende zu fesseln vermag.

    Sherry Hormann, die Produzentin Kirsten Hager und Drehbuchautorin Kit Hopkins sind bereits ein eingespieltes Team. Hager Moss Film produzierte mit Hormann ihr Regiedebüt „Leise Schatten“, ausgezeichnet mit drei Bundesfilmpreisen und dem bayerischen Filmpreis. Es folgten „Frauen sind was Wunderbares“ und „Irren ist männlich“, Drehbuch Kit Hopkins, das mit dem bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Drei Frauen machen einen Film über drei Frauen – herausgekommen ist kein dialoglastiges Frauenstück, sondern bewegendes, spannendes und unterhaltendes Kino für Frauen und Männer. boe.

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