Filmhandlung und Hintergrund

Bewegendes Initiationsdrama von Ridley Scott mit Jeff Bridges, basierend auf einer authentischen Geschichte.

Im Jahr 1960 sticht das Schulschiff Albatross in See, um planungsgemäß für ein Jahr durch die Karibik zu kreuzen. Die aus zwölf Jugendlichen bestehende Crew steht unter dem strengen Regiment des lakonischen Kapitäns Skipper Sheldon. Ihre Reise in den Hafen des Erwachsenseins verläuft nicht ohne Rangeleien, doch es sind die Konsequenzen eines pandemoniumsgleichen Wetterinfernos, das ihr aller Leben für immer verändert.

Zwölf Halbwüchsige werden von ihren Eltern für ein Jahr auf dem Zweimaster „Albatross“ eingeschifft. Unter den harten Bedingungen an Bord und geführt von dem erfahrenen Skipper Christopher Sheldon, sollen sie zu gestandenen Männern geformt werden. Nach anfänglichen Reibereien raufen sich die verwöhnten Jungen tatsächlich zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammmen. Doch auf der Rückreise aus der Karibik gerät das Schulschiff unvermutet in einen schweren Sturm, der die „Albatross“ zum Sinken bringt…

Auf dem Schiff „Albatros“ sollen zwölf Jugendliche lernen, selbständig zu werden. Nach anfänglichen Reibereien rauft sich der bunte Haufen zusammen und bildet ein eingespieltes Team. Doch die wahre Gefahr steht noch bevor: Sie geraten in einen schweren Sturm. Dramatisches Abenteuer von Ridley Scott.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • White Squall: Bewegendes Initiationsdrama von Ridley Scott mit Jeff Bridges, basierend auf einer authentischen Geschichte.

    Visionär Ridley Scott („Blade Runner“, „Thelma & Louise“) auf der Höhe seiner Kunst: Mit seinem prägnanten ästhetisierenden Stil erzählt er die authentische Geschichte der jugendlichen Besatzung des Schulschiffs „Albatross“, das aus sprichwörtlich heiterem Himmel von einer tödlichen Sturmkatastrophe heimgesucht wird. Bis sich die superb realisierte Tragödie entfaltet, werden die Protagonisten unter Aufwand präziser dramaturgischer Sorgfalt im Kielwasser des Coming-of-Age-Dramas „Der Club der toten Dichter“ charakterisiert.

    Nach seinem gekenterten Geschichtsdrama „1492 - Die Eroberung des Paradieses“ begibt sich Regisseur Scott erneut in die Gefilde der hohen Seefahrt. Doch wo „1492“ eher langatmig und verloren dahinnavigierte, ist bei dem auf einer wahren Begebenheit basierenden „White Squall“ der Weg, der in das titelgebende Wetterinferno mündet, das Ziel. Für das detailgenau konstruierte Drehbuch interviewte Todd Robinson den Überlebenden Chuck Cleg, aus dessen Sicht die emotionsgeladenen Ereignisse erzählt werden.

    Im Jahr 1960 schifft sich der unsichere Cleg (Scott Wolf aus der TV-Serie „Party of Five“) auf dem Zweimaster „Albatross“ ein, der für ein Jahr durch die paradiesischen Gewässer der Karibik und des Südpazifiks kreuzen soll. An Bord befinden sich zwölf weitere Jugendliche als Crew, ein Schiffskoch, ein Shakespeare zitierender Englischlehrer und die Ärztin lice (Caroline Goodall), zudem Ehefrau des lakonischen Kapitäns Skipper Sheldon (mit systematischem Understatement vom unterbewerteten Ausnahmeschauspieler Jeff Bridges porträtiert). Diese Vaterfigur führt das Schiff mit strenger Hand. Er ist jedoch stets um Fairness und Gerechtigkeit bemüht und läßt bei Landgang auch Freiheiten wie Sex und Alkohol zu. Unter den Teenagern kristallisieren sich bald einzelne Problemfälle heraus: Gil (Ryan Phillippe) leidet seit dem Unfalltod seines Bruders an panischer Höhenangst, Frank (Jeremy Sisto) wird von der Dominanz seines steinreichen Vaters erdrückt, Dean (Eric Michael Cole) verbirgt hinter seiner arrogant-draufgängerischen Fassade seine akademischen Unzulänglichkeiten. Nach anfänglichem Aufeinanderprallen verinnerlichen sie das auf der Schiffsglocke eingeritzte Motto: „We all go as one“. Doch nichts bereitet die Jungs bei ihrer dahingleitenden Reise in den Hafen des Erwachsenseins auf die Konsequenzen der pandemoniumsgleichen Gewitterböe vor, die sie mitten auf See wie aus dem Nichts heimsucht und schließlich vier Menschenleben fordern wird.

    Während der 15minutigen Sturmsequenz, die mit dem Sinken des Schiffs endet, zieht Scott sämtliche Register seines Könnens. In voller Wucht krachen die Naturgewalten in gischtschäumenden Bildern hernieder, während die Emotionen von lähmender Hilflosigkeit und entsetzter Panik unter der Mannschaft hochkochen. Es ist ein unvergeßlicher Filmmoment, von einem Filmästheten genial realisiert. Aber nicht nur bei dem Höhepunkt des Films hat der Regisseur die Zügel fest in der Hand: Unter seiner umsichtigen Leitung vereinen sich die bewegende Story, technische Perfektion und das ausgezeichnete Schauspielerensemble zu einem nachdenklichen Selbsterkenntnisabenteuer, das in der Gunst möglichst vieler Zuschauern vor Anker gehen sollte. „White Squall“ ist das erhoffte Filmerlebnis, in dem es Scott nach „Thelma & Louise“ zum zweiten Mal gelingt, seine handwerkliche Versiertheit ganz in den Dienst einer aufwühlenden Story zu stellen. ara.

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