White Lies

   Kinostart: 15.05.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Großstadt-Komödie mit Pfiff, die die Kunstschickeria kräftig auf die Schippe nimmt.

Der forsche Museumswärter Leon gibt sich als Maler aus, um Galeristin Mimi zu beeindrucken. Doch es bleibt nicht bei einem einzigen Mal. Von einer heroinsüchtigen Künstlerin läßt er sich Bilder malen, mit denen er zum Shooting Star in der Kunst-Schickeria avisiert. Doch dann verliebt er sich ernsthaft in Mimi.

Ein simpler Trick verwandelt den sexuell frustrierten Museumswärter Leon Turner in einen unwiderstehlichen Frauenhelden: Er gibt sich für einen aufstrebenden Künstler aus. Als sich die junge New Yorker Galeristin Mimi plötzlich für seine Werke interessiert, gibt der gewitzte Möchtegern-Maler die gekauften Bilder einer heroinsüchtigen Künstlerin für sein geistiges Eigentum aus. Leon wird über Nacht zum Star und Mimi seine neue Freundin. Doch dann deckt ein Journalist die wahre Identität des Hochstaplers auf…

Der forsche Museumswärter Leon gibt sich als Maler aus, um Galeristin Mimi zu beeindrucken. Von einer heroinsüchtigen Künstlerin läßt er sich Bilder malen, mit denen er zum Shooting Star in avisiert. Romantische Großstadt-Komödie mit Pfiff, die die Kunstschickeria kräftig auf die Schippe nimmt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • White Lies: Romantische Großstadt-Komödie mit Pfiff, die die Kunstschickeria kräftig auf die Schippe nimmt.

    Fünf Oscars als Produzent von zwei Dokumentar- und drei Spielfilmen hat der Schweizer Arthur Cohn seit 1961 erobern können. Leicht verblaßter Glanz, den sein neuestes Projekt, die gutgemeinte, aber zu blasse Komödie „White Lies“ nötig hat, um wirklich aufzufallen. Daß ein durch Cohns Engagement bedingtes erhöhtes Presseinteresse mit entsprechendem Publikumszuspruch korrespondieren wird, ist freilich nicht zu erwarten.

    Zu brav und harmlos gibt sich diese Satire auf die erstarrte Geld-fixierte (New Yorker) Kunstszene, die auch das Miteinander von Schwarz und Weiß optimistisch kommentieren will. Wie in einem Epilog zu Hal Ashbys „Willkommen Mr. Chance“ wird der als Museumswächter arbeitende junge Afro-Amerikaner Leon (Larry Gilliard Jr.) zum Darling der Pinsel- und Graffiti-Schickeria, obwohl er selbst Renoir von Renault nicht unterscheiden könnte. Animiert vom aufgeblasenen, aber kontaktfördernden Kunstgeschwätz männlicher Museumsbesucher gibt sich Leon als kritisch-engagierter Jungmaler aus, der in seiner Arbeit die „kulturelle Dominanz der Weißen“ reflektieren möchte. Galeristin Mimi (Julie Warner, die kesse Provinzschönheit aus „Doc Hollywood“) erkennt sofort eine noch unbesetzte Marktnische und bittet um Ansicht ausgewählter Werke. Von der Hoffnung auf schnelle Kohle, aber auch vom Charme Mimis getrieben, organisiert sich der Schwindler einige Arbeiten einer hochbegabten, aber von der Szene ignorierten heroinsüchtigen Künstlerin (Rosanna Arquette). Die Täuschung gelingt, und Mimi riskiert ihre Karriere, um Leons erste Ausstellung zu ermöglichen.

    Mag „White Lies“ als romantische Verwechslungskomödie durchaus Charme transportieren, so bleibt der Debütfilm von Autor-Regisseur Ken Selden als satirischer Kommentar zu den Seilschaften der Kunstszene doch einiges an Schärfe und Tiefgang schuldig. Hier wie auch auf der politischen Ebene leidet „White Lies“ an einem recht naiven, plakativen Ton und verkauft Leons Beziehung zu Mimi eher als Märchen als als realistische Option. Im Sinne der Produktion, der deutlich auch ein politisch-menschliches Anliegen anzumerken ist, kann dies wohl nicht sein. Aber wer allen Ernstes behauptet, es gäbe heute noch eine Figur wie jene Julie Warner, die wie eine Touristin vom Mars gedankenlos Harlem durchkreuzt, fördert nicht gerade die Glaubwürdigkeit einer ohnehin recht konstruiert wirkenden Geschichte. Was bleibt, ist ein Film, der seine wahren Intentionen unter harmloser Unterhaltung begräbt. kob.

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