When We Were Kings

Kinostart: 22.05.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Oscar-gekrönte, fesselnde Doku über den legendären Weltmeisterschafts-Kampf zweier Boxlegenden in Zaire. Oscar-gekrönte Dokumentation über ein außergewöhnliches Sportereignis.

Am 30. Oktober 1974 ruhten alle Augen der Welt auf Zaire, wo sich die Boxerlegenden Muhammad Ali und George Forman im Ring gegenüber standen. Der bedeutendste Kampf der Boxgeschichte sorgte auch auf gesellschaftlichen Gebiet für Veränderungen, indem er das Selbstbewußtsein der afroamerikanischen Bevölkerung stärkte.

Kinshasa, 1974. Der Box-Promoter Don King organisiert in Zaires Hauptstadt den berühmtesten Faustkampf der Geschichte - Muhammad Ali gegen den Weltmeister George Foreman. Als dieser sich im Trainig verletzt, muß das Duell um sechs Wochen verschoben werden. Diese Zeit nutzt der Herausforderer, um in Afrika einen beispiellosen Feldzug für die Sache der Schwarzen zu starten. Nach seinem schweren Karrieretief steigt Ali dadurch erneut zum Star auf, was ihm einen psychologischen Vorteil gibt, den er auch im Kampf nicht wieder hergeben sollte.

1974 standen sich Muhammad Ali und George Forman im Boxring gegenüber. Ort des legendären Kampfes war das krisengebeutelte Zaire. Oscarprämierter Dokumentarfilm über ein außergewöhnliches Ereignis: Ali hatte sich neben seinem Training in Zaire auch für die Schwarzenbewegung eingesetzt.

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Kritikerrezensionen

  • When We Were Kings: Oscar-gekrönte, fesselnde Doku über den legendären Weltmeisterschafts-Kampf zweier Boxlegenden in Zaire. Oscar-gekrönte Dokumentation über ein außergewöhnliches Sportereignis.

    Für den Boxsport ein legendäres Jahrhundertereignis, für die übrige Welt eine einzigartige kulturelle und politische Manifestation: Die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Titelverteidiger George Foreman und Herausforderer Muhammad Ali am 30. Oktober 1974 in Zaires Hauptstadt Kinshasa. Der Film, den Leon Gast damals vor Ort gedreht hat und erst zwanzig Jahre später fertigstellen konnte, ist ein phänomenal spannendes Dokument. Und obwohl man den Ausgang des Fights kennt, sich an einige Bilder sogar zu erinnern beginnt, entsteht keine Sekunde das Gefühl von einem Bericht aus der Mottenkiste. Vielmehr ist die ungeheure Vitalität der Menschen vor der Kamera so frisch, die Spannung der Situationen vor dem Kampf, in der politischen Szenerie, einschließlich Mobutus, so intensiv, und die engagierte Emotionalität der Musiker so ansteckend, daß der Live-Charakter des Films nichts von seiner Unmittelbarkeit verloren hat.

    Regisseur Leon Gast wollte ursprünglich einen Film über das afrikanische Musikfestival drehen, das gleichzeitig in einem Fußballstadion in Kinshasa stattfand, mit Koryphäen wie James Brown, B.B. King, Miriam Makeba, The Spinners. Doch ahnt man schon, wenn Muhammad Ali am Flugplatz James Brown begrüßt, daß mehr in der Luft liegt als nur Profi-Auftritte von Stars aus verschiedenen Metiers. Daß dann vier Tage vor dem Kampf wegen einer Trainingsverletzung Foremans das Ereignis um sechs Wochen verschoben werden mußte, konnte allerdings niemand voraussehen. Und da begann erst das, was diesen Fight mehr und mehr zum Politikum werden ließ, zu einer neuen Stärkung schwarzen Selbstbewußtseins führte und ihn schließlich als „Rumble in the Jungle“ in die Geschichte eingehen ließ.

    Es ist faszinierend, wie der Film die Identität der amerikanischen Schwarzen in ihrem natürlichen und aufrichtigen Pathos und Stolz genau dokumentiert. Ali, in deutschsprachigen Medien seinerzeit gerne als „Großmaul“ tituliert, war damals weltweit das Symbol für schwarze Selbstbestimmung. Im Film sagt er einmal: „Ich lebe in Amerika, aber Afrika ist die Heimat des schwarzen Mannes. Ich war ein Sklave vor 400 Jahren, und jetzt komme ich Heim, um mitten unter meinen Brüdern zu kämpfen.“ Diese „Brüder“ in Zaire, dem neuen Staat nach dem Ende des kolonialistischen Belgisch-Kongo, wurden gnadenlos reagiert von Diktator Mobutu, der seinerseits durch diesen Box-Kampf auch eine Image-Politur für sein Land erhoffte, wie sich andererseits der Ex-Kriminelle und schräge Promoter Don King Ruhm und Reichtum versprach.

    Leon Gast hat über 400 Stunden Material gedreht. Er hat sich, als die Verzögerung bekanntgegeben wurde, einfach entschlossen zu bleiben. Weil er, Beweis für einen hervorragenden Dokumentarfilmer, ein Gespür hatte für etwas, das passieren würde. Als dann „Rumble in the Jungle“ vorbei und alles im Kasten war, fehlte das Geld für die Fertigstellung des Filmes. Die Produktionsfirma, die Gast den Auftrag gegeben hatte, existierte nicht mehr. Erst 1986 interessierte sich der Rock-Manager David Sonenberg für das Material, und schließlich stieg Taylor Hackford ein, der zusätzliche Interviews mit Norman Mailer, Spike Lee, dem Sportautoren George Plimpton drehte und zusammen mit Gast den Schnitt besorgte. Der Dokumentarpreis in Sundance 1996 und nun der Oscar sind die konsequente Krönung dieser außergewöhnlichen Arbeit.

    Eindeutig liegt Gasts Sympathie bei Muhammad Ali, dessen schillernde, oft brillante Auftritte vor Presse und Publikum, wenn er pfiffig seine Knittelverse zum aktuellen Nixon-Rücktritt macht mit einer direkten Verbindung zu seinem bevorstehenden Fight, eine ganz besondere Präsenz haben, die der heute an Parkinson Leidende nie mehr haben wird. Norman Mailer kommentiert Alis damalige Hyperaktivität : „Ich glaube, er hatte Angst, die er durch die großen Auftritte kaschieren wollte.“ Und die schwarzen Fans riefen ihm ihr „Ali, boma ye“ zu, „Ali, töte ihn“. Damals war er König. fh.

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