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Produktionsnotizen

Larry David erscheint als Idealbesetzung für den New Yorker Vorzeige-Pessimisten Boris Yellnikoff. Doch die Hauptrolle in WHATEVER WORKS war zunächst auf den 1977 verstorbenen Schauspieler Zero Mostel zugeschnitten. Nach dessen Tod legte Woody Allen das bereits damals fertig entwickelte Drehbuch zur Seite. 30 Jahre später fiel ihm die „amüsante Idee“ wieder ein, und er entschloss sich, sie wiederzubeleben.

Dabei war ihm allerdings bewusst, dass ein „neuer“ Zero Mostel schwer zu finden sein würde. „Ich überlegte, welcher andere Schauspieler dieses Kaliber als Komiker haben könnte. Da fiel mir Larry ein – ich bin ein großer Fan von ihm“, erinnert sich Allen an die Vorbereitungsphase. Zuvor hatte Larry David bereits in zwei Filmen von Woody Allen, RADIO DAYS („Radio Days“, 1987) und NEW YORKER GESCHICHTEN („New York Stories“, 1989) mitgespielt, allerdings in winzigen Rollen.

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Davids Debüt als Hauptdarsteller unter Allens Regie gestaltete sich nicht gerade vielversprechend. „Nach meiner kurzen Szene in ‚Radio Days’ konnte ich keine Kameras entdecken. Also wandte ich mich an ein Crewmitglied und fragte nach der Kamera. Der Mann zeigte zur Decke. Als ich schließlich den fertigen Film sah, blickte ich direkt auf meine Glatze.“

Als die Produktionsfirma ihm die Rolle des Boris Yellnikoff anbot, ging David erneut von einer kleinen Rolle aus. „Ich schlug das Drehbuch auf und las überall Boris, Boris, Boris….“, erzählt David. „Nur aus Neugier übersprang ich fünfzig Seiten – und las wieder Boris. Das ging bis zur letzten Seite so weiter. Da dachte ich nur: Das wird wohl eine größere Rolle.“

Im Gegensatz zu den meisten Schauspielern, die die Hauptrolle in einem Film von Woody Allen angeboten bekommen, reagierte Larry David äußerst skeptisch. „Ich dachte, dass er verrückt geworden sei, und fragte mich, wie er auf diese Schwachsinnsidee gekommen war. Da mich die meisten Aufgaben grandios überfordern, fühlte ich mich auch diesem Angebot nicht gewachsen. Mich einer Herausforderung zu stellen, ist nicht wirklich mein Ding.“

Besondere Entmutigung brachte die Lektüre des dreiseitigen Eröffnungsmonologs. „Wenn wir ‚Lass es, Larry!’ drehen, lerne ich nie etwas auswendig“, so David. „Die meiste Zeit weiß ich erst eine Minute vorher, was ich drehe. Also war das eine enorme Umstellung.“ „Larry redete permanent auf mich ein, welchen Fehler ich mit seinem Engagement mache“, kommentiert Woody Allen. „Er erzählte mir ständig von seiner mangelnden Wandlungsfähigkeit, wie schlecht er eigentlich spielt und so weiter. Und dann legte er beim ersten Take eine wunderbare Szene hin und zeigte sein ganzes Naturtalent. Lustig zu sein ist regelrecht in Larry einprogrammiert, er hat es einfach in sich. Er muss sich nicht anstrengen – bei ihm reicht es, er selbst zu sein. Was mich wirklich überraschte, war seine Leistung in den dramatischen Szenen, wo er den Komiker verlassen und ernsthaft spielen musste.“

Die Figur des Boris ist der klassische Menschenfeind, ausgestattet mit einer hohen Meinung von sich selbst und Geringschätzigkeit allem und allen anderen gegenüber. So maßlos selbstbewusst seine Worte klingen mögen, ist ihre Ähnlichkeit mit so manchem Statement von Woody Allen aus der Vergangenheit nicht von der Hand zu weisen. „Als Drehbuchautor vertrete ich natürlich meine Weltsicht“, so Allen. „Aber Boris ist ein erfundener Charakter. Er entspricht mir teilweise, aber nicht völlig – er ist eine extreme Übertreibung meiner Gefühle.“

Laut Larry David bezieht Boris große Teile seines Pessimismus aus seiner atheistischen Haltung. „Wie kann jemand optimistisch in die Zukunft sehen, wenn dort letztendlich nur der Tod und keine Perspektive lauert? Als Physiker glaubt er außerdem, dass der Planet explodieren wird – also ist sein Glas nicht gerade halb voll. Es muss frustrierend sein, sich klüger als alle anderen wahrzunehmen, denn absolut niemand kann dich verstehen.“ Vorurteile kann man Boris allerdings nicht vorwerfen. „Boris behandelt jeden gleich – nämlich schlecht“, so David. „Für ihn sind die meisten Menschen einfach Dummköpfe. Für mich übrigens auch, außer denen, die mich mögen.“

Ursprünglich nannte Woody Allen seinen Klassiker DER STADTNEUROTIKER („Annie Hall“) von 1977 „Anhedonia“, ein Begriff für die Unfähigkeit, Freude zu empfinden. Vordergründig scheint Boris ihre pure Verkörperung. Damit ist Larry David allerdings nicht einverstanden: „Manche Dinge kann er durchaus genießen“, sagt er über seine Rolle. „Zum Beispiel macht es ihm Spaß, Menschen zu beleidigen. Er liebt klassische Musik, alte Filme und knishes. Aber die größte Freude macht es ihm, seiner Selbsteinschätzung freien Lauf zu lassen, andere zu belehren und zu zeigen, wie brillant er ist.“

Boris hat durchaus einiges mit der Figur gemeinsam, die Larry David in seiner erfolgreichen HBO-Serie „Curb Your Enthusiasm“ spielt. „Beide sind auf Konfrontation aus und kommentieren alles mit ihrer eigenen Meinung“, so Larry David. „Allerdings braucht ‚Curb Larry’ normalerweise einen Grund für eine Beleidigung. Boris sieht das lockerer. Die ‚Curb’-Figur ist nicht so intelligent wie Boris, hat aber bessere Charaktereigenschaften und nimmt etwas mehr am Leben teil. Außerdem hat sie offensichtliche Grundbedürfnisse – Liebe und Sex –, die bei Boris scheinbar nicht vorhanden sind.“

Als herausragender Wissenschaftler, Ehemann einer Vorzeige-Ehefrau und Besitzer eines noblen Uptown Apartments gescheitert, zieht Boris in eine Bohème-Gegend und mietet eine dunkle kleine Wohnung, die seinem Bedürfnis nach Einsamkeit und Verzweiflung entgegenkommt. Seine düstere Existenz hellt sich schlagartig auf, als die junge Ausreißerin Melody aus Mississippi auftaucht, gespielt vom Nachwuchs-Star Evan Rachel Wood. „Melody ist durch und durch gutherzig“, so Wood über ihre Rolle. „Sie ist unglaublich süß und strengt sich wahnsinnig an, einen guten Eindruck auf Boris und sein Umfeld zu machen. Natürlich ist sie dumm wie Brot – aber genau das macht sie so liebenswert.“ Seit ihrer Kindheit spielt Wood frühreife, smarte Charakter wie in DREIZEHN („Thirteen“, 2003). Melody stellte sie vor neue Herausforderungen: „Ich bin alles andere als ein Genie“, so Wood über sich selbst. „Allerdings fand ich es furchtbar schwierig, eine dumme Person zu spielen. Doch nach und nach machte es Spaß: Ich durfte ungehindert komplett peinlich sein. Das sollte jeder einmal erlebt haben.“

Selbstverständlich findet der Menschenfeind Boris Melodys Gegenwart furchtbar. „Sie stört seine griesgrämige Routine aufs Empfindlichste. Aber er hat noch so viel Mitgefühl, dass er sie nicht auf die Straße setzt.“ Allerdings verpasst er keine Chance, sie als Dummkopf zu bezeichnen – was das Mädchen nicht daran hindert, sich in Boris zu verlieben. „Sie ist ein einsamer Mensch in einer einsamen Stadt“, erklärt Woody Allen. „Boris nimmt sie bei sich auf, versorgt sie mit allem Nötigen und nutzt sie auf keine Weise aus. Außerdem findet er bei ihr uneingeschränkte Anerkennung als Genie, was wiederum ihrem Selbstbewusstsein hilft.“ Auch Evan Rachel Wood versteht gut, was der exzentrische, oftmals grobe Boris in Melody sieht: „Von Boris' ständigen Beleidigungen versteht sie nicht einmal die Hälfte, was sie natürlich erträglicher machen. In all ihrer Einfalt hat sie allerdings eine gewisse Menschenkenntnis. Deswegen erkennt sie, dass Boris im tiefsten Inneren ein gutes Herz hat und dass seine Tiraden eher ein Verteidigungsmechanismus sind, ganz nach dem Motto ‚Harte Schale, weicher Kern’.“ Im Laufe der Zeit findet Melody heraus, was Boris am besten besänftigt: Alte Filme und Musik. „Fred Astaire & Co. beruhigen Boris ungemein“, so Allen. „Sie provozieren nicht, sie fordern nicht heraus und sie deprimieren nicht – eine hervorragende Alternative, und dazu noch eine wunderschöne.“

Patricia Clarkson, die zuletzt eine Nebenrolle in Woody Allens VICKY CRISTINA BARCELONA („Vicky Cristina Barcelona“, 2008) hatte, spielt Melodys Mutter Marietta, die sich von einer konservativen Südstaaten-Hausfrau zu einem sexuell freizügigen Mittelpunkt der New Yorker Kunstszene entwickelt. „Ich bin in New Orleans aufgewachsen, also bin ich von Grund auf Südstaatlerin“, so Clarkson über sich selbst. „Frauen wie Marietta kenne ich in- und auswendig. Ich bewundere Woody für seine Schreibkunst: Obwohl er der ultimative Yankee ist, hat er ihren Humor und Sex absolut korrekt getroffen.“ Trotz Mariettas überraschender Entwicklung glaubt Clarkson nicht an eine grundlegende Wandlung ihrer Figur: „Ich würde eher sagen, dass sie sich neu ausgerichtet hat. Sie hat einen starken eigenen Willen und die Chance, sich körperlich und sexuell zu befreien. Das bedeutet nicht, dass ihre Überzeugungen nun völlig anders sind.“

Bei der Inszenierung von WHATEVER WORKS konzentrierte sich Allen auf sehr lange theaterähnliche Szenen. „Man muss seinen Text sehr gut beherrschen, denn Woody dreht einfach immer weiter“, erinnert sich Clarkson. Evan Rachel Wood ergänzt: „Man könnte denken, dass es bei einer Komödie immer witzig zugeht, aber in Wahrheit versucht man die ganze Zeit, ernst zu bleiben, sonst ist alles ruiniert. Zum Beispiel drehten wir einmal zehn Drehbuchseiten als durchgehende Sequenz. Nach neun Seiten sagte Larry etwas, das mich unfassbar zum Lachen brachte. Das hatte etwas unangenehme Folgen.“ Um sich für die gemeinsamen langen Takes vorzubereiten, bildeten die Schauspieler ein eingeschworenes Team. „Larry ist sehr angenehm und bescheiden“, erzählt Patricia Clarkson. „Ich weiß, dass das überraschend klingt, aber er ist eigentlich ein Träumer – und natürlich wahnsinnig lustig.“ Dem kann Evan Rachel Wood nur zustimmen: „Es war eine tolle Zeit. Larry und mich verband, dass ich vorher nie in einer Komödie spielte und er nie in einem Film, für den er Dialoge lernen musste. Also haben wir uns gegenseitig Tipps gegeben.“

Larry David war von seinem Co-Star begeistert. „Es ist schwer, Evan als 21-Jährige zu begreifen, sie wirkt so viel reifer. In jeder Rolle überzeugt sie auf völlig andere Weise. Und für diesen Part schien sie besondere Energie aufzubringen.“ Mit ihrer Mutter-Tochter Verbindung hatten Clarkson und Wood keinerlei Probleme. „Wir hatten sofort eine Verbindung“, erinnert sich Clarkson. „Ich habe sie ziemlich bald ‚Sweet Pea’ genannt, ein Südstaaten Ausdruck. Dann stellte sich heraus, dass auch ihre Mutter sie genau so genannt hat!“ Larry David gibt zu, dass ihn Clarksons souveränes Spiel manchmal überwältigte: „Sobald Woody ‚Action!’ rief, schaltete sie einfach ein paar Gänge höher. Manchmal fiel mir dabei derart die Kinnlade runter, dass ich vergaß, dass ich auch in der Szene mitspielte.“

Woody Allen hielt sich am Set eher zurück. „Er ist meistens sehr fokussiert und distanziert, aber wenn man ihn anspricht, wird er spontan unglaublich lustig. Nicht, weil er einen Witz machen will, sondern weil es seine natürliche Art ist, etwas zu erzählen“, so Larry David. Allen ermutigte die Schauspieler, mit dem Drehbuch frei umzugehen. „Das mache ich immer“, erklärt er. „Dann sagen die Schauspieler immer ‚Toll, endlich kann ich improvisieren!’ Aber wenn der Punkt erreicht ist, klammern sie sich doch an ihren Zeilen fest.“ „Er mag die Mischung“, so Clarkson über Allens Ansatz. „Er ist der unprätentiöseste Autor, den ich kenne, aber man liebt jede Zeile wegen ihres Humors.“ Obwohl Larry David für sein Improvisationstalent berühmt ist, nutzte er es in WHATEVER WORKS nicht. „Ich habe es versucht“, so David. „Aber die Figur ist viel smarter als ich, so dass es irgendwie nicht passte. Es klang dann zu sehr nach mir und nicht nach Boris. Die anderen Schauspieler haben mich angesehen, als ob ich verrückt sei, also habe ich das Ganze sein gelassen.“

Der Filmtitel plädiert für eine aufgeschlossene, entspannte Haltung gegenüber den unterschiedlichen Entscheidungen, die Menschen auf ihrer Suche nach Glück treffen. „Das Leben ist oft ein riesiger Kraftakt. Dabei ist alles okay, was funktioniert und andere nicht verletzt“, sagt Allen. „Also kann eine Beziehung ruhig bizarr sein: Wenn's klappt, klappt es. Das Gleiche gilt für den Beruf, die Hobbys oder den Wohnort. Wenn es für jemanden funktioniert, auf einer einsamen Insel zu leben – wunderbar, alles in Ordnung. Dann muss es nicht weiter diskutiert werden, genau wie alle anderen Aspekte des Lebens. Wenn sich für jemanden etwas sehr Außerordentliches bewährt – warum nicht? Wenn es niemand anderen missbraucht oder verletzt, ist es völlig legitim, dieses Ziel zu verfolgen.“

„WHATEVER WORKS bedeutet, dass man sein Leben leben muss, und zwar nicht nach gesellschaftlichen Regeln, die sich irgendjemand ausgedacht hat, sondern was uns unsere Intuition – dieser merkwürdige Rhythmus in unserem Inneren – spüren lässt“, so David. „Man sollte nicht mit jemandem zusammen sein, weil die Person äußeren Kriterien genügt. Denn auch wenn man mit jemandem augenscheinlich nichts gemeinsam hat, kann etwas entstehen, das sich richtig anfühlt. Mir ist das allerdings noch nie passiert – und wenn, würde ich Gründe finden, es nicht zuzulassen. Mein Wahlspruch ist ‚whatever doesn’t work’.“

„Viele Figuren in diesem Film sind unglücklich, weil sie ein Leben leben, von dem sie nur annehmen, dass es richtig ist“, sagt Evan Rachel Wood. „Sie müssen erst einen absoluten Tiefpunkt erreichen, um sich dafür zu öffnen, was sie wirklich erfüllt. Erst dann erkennen sie, dass es immer einen Weg gibt und dass sie immer Gleichgesinnte treffen werden. Deshalb denke ich, dem Titel unseres Films entsprechend: Was auch immer uns glücklich macht, sollte die Hauptrolle in unserem Leben spielen.“

In WHATEVER WORKS finden einige Menschen aus den Südstaaten ihr Glück in New York. „Melody wird ein bisschen erwachsener“, so Allen. „Erst verliebt sie sich in Boris, dann erkennt sie sein extremes Eigenbrötlertum und dass es nicht zu ihr passt. Deshalb wendet sie sich Randy Lee James zu. Am Ende des Films ist Melody also nicht mehr die Schönheitswettbewerbsidiotin vom Anfang.

Innerhalb ihrer Möglichkeiten hat sie sich weiterentwickelt. Marietta wiederum lebte Jahrzehnte als Produkt ländlicher Ignoranz – mit einem unaufrichtigen Mann, der sie nie wirklich sexuell begehrte. Als sie die Chance und die Unterstützung bekommt, ihre künstlerische Seite stärker auszuleben, blüht sie auf. Das Gleiche passiert ihrem Ehemann John: In New York kann er endlich zu seiner Homosexualität stehen. Letztendlich ist der Film also viel gefühlvoller, als man bei der Geschichte erst denken würde.“

Viele Ereignisse in WHATEVER WORKS finden zufällig statt. Menschen treffen sich ohne Absicht, nur weil sie zur gleichen Zeit am selben Ort sind. Laut Woody Allen ist der Zufall für 90 Prozent der Ereignisse in unserem Leben verantwortlich: „Ich glaube durchaus, dass man durch Fitness-Training und gute Ernährung zu seiner Gesundheit beitragen kann. Aber es ist ein kleiner Beitrag. Letztendlich ist das Schicksal entscheidend. Man kann immer hart daran arbeiten, aber wie ich schon in MATCH POINT („Match Point“, 2005) sagte: „Es ist besser, Glück zu haben, als gut zu sein.“ Man kann jahrelang nach einem Partner suchen. Und dann überquert man plötzlich eine Straße, jemand verliert eine Tüte, du hebst sie auf, man unterhält sich – und auf einmal hat man den Menschen seines Lebens gefunden. Danach gibt es immer noch unzählige Dinge, die stimmen müssen: Man sollte nicht von einem Auto überfahren werden, nicht an Krebs erkranken, man muss annehmen, dass der Partner genauso glücklich ist, und man sollte an gemeinsamen Dingen Spaß haben. Für all das kann man sich anstrengen, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Die Welt ist ein sehr gleichgültiger, uninteressierter, gewalttätiger Ort. Wir können unser Bestes geben, glücklich zu leben und zu überleben, aber wir brauchen dazu Glück – und zwar viel mehr, als wir glauben. Oft sagen Menschen: ‚Ich habe mein Schicksal in der Hand.’ Aber dieselbe Person tritt aus ihrem Haus, in das gerade ein Klavier transportiert wird. Es bricht entzwei und erschlägt unseren Schicksalsbestimmer. Wir sind nicht wirklich unseres Glückes Schmied.“

Was auch immer aus Boris wird: Durch seine hohe Intelligenz wird er immer auf eine gewisse Weise einsam sein. „Im Film funktionieren alle Figuren – egal, wie glücklich, klug und einfühlsam sie sein mögen – innerhalb eines limitierten Rahmens“, so Allen. „Es geht ihnen gut, aber ihre Haltung ist geerdet und begrenzt. Boris' Weltsicht umfasst mehr – er sieht, was die anderen nicht sehen. Er ist wirklich ein Genie, weil er als einziger weiß, dass es ‚draußen’ ein Publikum gibt. Bei jeder Vorführung – und sei es nur für eine einzige Person – stehen alle Beteiligten unter Beobachtung.“

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