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What Doesn't Kill You (2008) Film merken

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Filmhandlung und Hintergrund

What Doesn't Kill You: Drama über zwei Kleinkriminelle im Süden Bostons.

Die Freunde Brian und Paulie leben seit jeher in einem irisch-katholisch geprägten Viertel im Süden von Boston, wo sie sich mit kriminellen Jobs durchschlagen. Bereits seit 15 Jahren arbeiten sie für den gleichen Gangsterboss, für dessen schlechte Bezahlung sie aus ihrer Abhängigkeit heraus ihr Leben riskieren. Sie beschließen, aus dem Teufelskreis auszubrechen und ihre eigenen Geschäfte zu machen – mit verheerenden Folgen. Vor allem Brian verfällt trotz seiner Verantwortung als Familienvater den Drogen, landet kurzzeitig sogar im Gefängnis.

Seit gemeinsamen Jugendtagen auf dem rauen Pflaster Südbostons sind Brian und Paulie die dicksten Freunde. Nun, als erwachsene Männer und (im Falle von Paulie) Familienväter, verrichten sie immer noch treue Gaunerdienste für ihren undurchsichtigen Stadtteilpaten Kelly, der alle Ambitionen auf Selbständigkeit oder gar Veränderung geschickt zu vereiteln weiß. Als sie mal für einige Jahre hinter Gittern landen, erwägen beide den Ausstieg, doch einmal entlassen stellt man fest, das man nun mal wenig anderes gelernt hat als Stehlen und Erpressen.

Ein seit der Jugend befreundetes Gaunergespann meistert mehr schlecht als recht seinen Alltag zwischen Drogensucht, Familienzwist und räuberischem Broterwerb. Auf autobiografischen Erinnerungen basierendes, stark besetztes Low-Budget-Gangsterdrama.

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Kritikerrezensionen

  • Der Schauspieler und Erstlings-Regisseur Brian Goodman erzählt tales from the hood, schöpft dabei aus eigener Erfahrung und verfügt mit Mark Ruffalo und Ethan Hawke über zwei homies, denen man ihre toughe South-Side-Attitüde jederzeit abnimmt.

    Was im Kino früher die Bronx war, ist heute South Boston. Handfeste Dramen spielen sich hier ab und knallharte Gangstergeschichten. Jack Nicholson hat in Scorseses “Departed” das irisch-katholische Viertel regiert, Ben Affleck seinen Bruder Casey in “Gone Baby Gone” hier einen Kidnapping-Fall lösen lassen und Clint Eastwood seinen “Mystic River” angesiedelt. Das Terrain ist weitgehend bekannt – wie seine Bewohner auch. Typen wie Brian (Mark Ruffalo) und Paulie (Ethan Hawke), (Anti-)Helden von Brian Goodmans “What Doesn’t Kill You”. Seit Jugendtagen sind die zwei Freunde und übernehmen Jobs für den lokalen Paten Pat Kelly, den der Debüt-Regisseur selbst spielt und auf dessen persönlichen Erlebnissen der Film basiert. Gemeinsam mit Donnie Wahlberg und Paul T. Murray hat er das Drehbuch verfasst, das Authentizität atmet und durch den genauen Blick für seine Figuren besticht.

    Mit einem Überfall auf einen Panzerwagen im hier und heute setzt die Handlung ein. Der Coup geht tragisch schief – später wird Paulie sagen: “Never do armoured trucks”. Dann springt der Film in der Zeit zurück und arbeitet die Geschehnisse chronologisch auf. Zeigt die Kumpels wie sie Schulden eintreiben und sich gleichzeitig stets auf der Flucht vor der Polizei befinden. Immer nur knapp einen Schritt vor Detective Moran (Wahlberg), der ihnen das Leben schwer macht. Derweilen Brians Frau (Amanda Peet) nebst den beiden Kindern an ihrem Mann leidet, an dessen Alkohol- und Drogenexzessen und an den Nächten, die er sich mit dem Junggesellen Paulie um die Ohren schlägt. Rein und raus geht’s aus dem Knast und immer weiter bergab. Dabei versucht das Duo krampfhaft, seine “Ehre” zu bewahren, weigert sich, einen Pudel zu entführen, weil Jobs unter 5000 Dollar eigentlich keine echten Jobs sind.

    Eher als Drama denn als Krimi funktioniert das Werk, als Geschichte von Männern, die stets die falsche Entscheidung treffen. Die “Southies” sind Gefangene ihres Hoods, in denen die Gangs das Sagen haben und echte Arbeit Mangelware ist. So bestiehlt man sich gegenseitig, raubt den örtlichen Dealer aus. Und als Warnung lässt man ein Polaroid zurück – wir wissen, wo du wohnst. Also sieh dich vor. Ruffalo hat man noch nie so gut gesehen wie hier, wie er seine gequälte Seele hervorgräbt, die tief in seinem Macho-Inneren schlummert, Hawke und Peet agieren gewohnt glaubwürdig und der Filmemacher als king pin braucht nicht zu spielen, sondern muss nur aus der Erinnerung schöpfen. Zusammengehalten wird die Milieustudie durch Christoper Norrs realistische Kameraarbeit, die auch davon profitiert, dass man primär im tiefen Winter mit wenig Licht und viel Schnee gedreht hat. Eiszeit ist angesagt, innen und außen – und Alex Wurmans unaufdringlich-funktionaler Score unterstreicht dies. geh.

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