West Side Story Poster

Die Ochsenknecht-Brüder drehen in Berlin

Ehemalige BEM-Accounts  

Mit den Ochsenknecht-Buben Jimi Blue und Wilson Gonzalez als Zugpferden dreht Regisseur Rainer Matsutani gerade ein knapp fünf Millionen Euro schweres Großstadtabenteuer nach amerikanischen Vorbildern.

Das Team von "Gangs" bei den Dreharbeiten in Berlin Bild: Walt Disney

Berlin-Friedrichshain an einem freundlichen, sonnigen Herbsttag: Eine Münchner Produktionsfirma bereitet eine Szene von „Gangs“ vor. Darin stehen sich zwei Banden, die Rox und die Killaz, gegenüber. Gerade geht Rico, der Anführer der Killaz, einem Mitglied der Rocks an die Gurgel. Doch bevor dieser bei dem von Wilson Gonzalez Ochsenknecht gespielten Chris so richtig zudrückt, ist die Szene im Kasten.

Regisseur Rainer Matsutani, der zuletzt mit dem Fernsehfilm „Das Papst-Attentat“ Erfolge feiern konnte, ist zufrieden: „Der Dreh verläuft bisher sehr gut, wir haben hervorragende Bilder und großartige darstellerische Leistungen. Und wenn man in Deutschland im Herbst einen Film dreht, der zu zwei Dritteln draußen spielt, dann muss man damit rechnen, dass es manchmal ein bisschen nass wird. Aber bisher haben wir eine Menge Glück gehabt.“

Teenie-Schwarm Jimi Blue Ochsenknecht ist im Kino und als Sänger erfolgreich Bild: Kurt Krieger

„West Side Story“ im Jahr 2008

Produzent Andreas Ulmke-Smeaton, der zuletzt mit „Sommer“ einen Millionenhit landen konnte, erklärt, warum er Matsutani für dieses Projekt engagiert hat: „Dieser Film muss cool sein, Spaß machen, gleichzeitig aber auch Popcornkino sein. Deshalb brauchten wir jemanden mit einem Hang zum Styling, für große Bilder und große Gefühle.“

„Gangs“ – bei diesem Titel denkt man unwillkürlich an die klassischen amerikanischen Bandenfilme von „Die Outsider“ bis „The Wanderers„. Matsutani kann das nur bestätigen: „Für unsere Coming-of-Age-Geschichte haben wir ganz konkrete Vorbilder, aber wir erzählen nicht authentisch oder realistisch wie mein geschätzter Kollege Detlev Buck in ‚Knallhart‚, sondern tatsächlich eine Art ‚West Side Story‚ im Jahr 2008. Denn es geht ja auch um ein Gangmitglied, das sich in eine höhere Tochter verliebt, die sich wiederum von seiner Welt angezogen fühlt und dadurch in verschiedene Konflikte gerät.“

Wilson Gonzalez stand mit seinem Bruder Jimi Blue bereits für die Kicker-Saga "Die wilden Kerle" vor der Kamera Bild: Kurt Krieger

Einziger deutscher Kinostar für Teenies

Dieses Gangmitglied spielt Jimi Blue Ochsenknecht, seit dem ersten „Wilde-Kerle„-Film ist er ein Superstar bei den Teenies. An ihm lag es auch maßgeblich, warum „Sommer“ in diesem Jahr die Besuchermillion schaffte, so Ulmke-Smeaton: „Jimi Blue ist einer der wenigen Stars, die es in Deutschland gibt, und der einzige Kinostar für Teenager. Das war eine Bank für uns, und letztendlich auch der Grund, warum wir immer an den Erfolg geglaubt haben.“

Der Produzent hatte sich sogar insgeheim noch mehr Besucher ausgerechnet, aber das schöne Wetter in den ersten Sommerwochen machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Außerdem hatte er gehofft, „dass wir in den Film die Jungs mit reinbekommen. Aber die sind uns weggeblieben, im Gegensatz zu den Mädels, wo Jimi ja auch ziemlich viele Fans hat. Aber ‚Sommer‘ war ja eine Liebesgeschichte und von daher eher frauenaffin.“

Deutschlands schrägste Familie: Uwe, Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Natascha Ochsenknecht Bild: Echo 2008
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Action und Schlägereien für die Jungs

Das soll mit „Gangs“ nun anders werden. Während man beim weiblichen Publikum auf die zahlreichen Anhänger von Jimi Blue und Wilson Gonzalez setzt, soll das Thema die Jungs ansprechen, schließlich geht es laut Ulmke-Smeaton „um alles, was Jungs Spaß macht: Motorradfahren, Action, Schlägereien und ein bisschen Witz“.

39 Drehtage hat Rainer Matsutani für seinen ersten Kinofilm seit „666 – Traue keinem, mit dem Du schläfst“ zur Verfügung. Das Budget liegt ziemlich genau zwischen „Sommer“ und dem letzten „Wilde-Kerle„-Film, also unter fünf Millionen Euro. Kinostart ist im Herbst 2009.

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