West Is West

  1. Ø 5
   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

West Is West: Britische Dramödie von den "East Is East"-Machern über den pakistanischen Vater, der seinen Sohn zurück in die alte Heimat bringt und selbst dort nicht mehr zurecht kommt.

Der Pakistaner George Khan, nicht mehr ganz so glücklich mit englischer Gattin, macht sich mit seinem widerspenstigen Sohn auf in die ehemalige Heimat, damit der die alten Werte kennen- und schätzen lernt. Seine erste Ehefrau, die er vor 30 Jahren sitzen ließ, ist nicht sehr amused und nach der ersten Wiedersehenseuphorie mit der Sippschaft findet sich der Patriarch zwischen den Kulturen nicht mehr zurecht. Als dann noch sein wütendes Weib aus England anreist, muss er sich entscheiden, wohin er gehört.

Ein pakistanischer Vater bringt seinen Sohn zurück in die alte Heimat und kommt selbst dort nicht mehr zurecht. Britische Dramödie von den „East Is East„-Machern und auch wieder mit dem Ensemble des damaligen Überraschungshits.

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Kritikerrezensionen

  • Elf Jahre nach der Culture-Clash-Tragikomödie „East is East“ über die Familienkonflikte des despotischen pakistanischen Einwanderers George Khan, seiner zweiten Frau Ella und ihrer rebellischen Kinder verfasste Ayub Khan-Dim auf Drängen der Produzentin Leslee Udwin eine Fortsetzung. Um sich nicht zu wiederholen, griff der britische Dramaturg und Schauspieler auf weitere autobiografische Erfahrungen zurück, da er selbst in seiner Kindheit zur Züchtigung nach Pandschab geschickt wurde. Wie der Titel schon andeutet, findet der Aufeinaderprall unterschiedlicher Kulturen, Konventionen und Ansichten jetzt unter veränderten Vorzeichen statt. Trotz der realistischen Prämisse weht durchaus ein Hauch Bollywood durch die britische Produktion.

    Im Gegensatz zum fünf Jahre früher angesiedelten Vorgänger, ein Ensemblestück, steht der pubertierende Sajid im Fokus, der nun an seine unbekannten Wurzeln zurück geführt wird. Immer noch versucht Patriarch George „Dschingis“ Kahn seiner Familie muslimische Werte zu oktroyieren, erweist sich jedoch auf Dauer als weitaus milder gestimmt und nachgiebig, als er mit den eigenen Lebenslügen konfrontiert wird. Kurzerhand organisiert der Fremde im eigenen Land sogar heimische Baumaßnahmen auf eigene Kosten. Somit verbinden sich „Coming-of-Age“-Motive mit der Studie einer Identitätsfindung. Während Komödiant Jimi Mistry („Der Super-Guru“) als langhaariger Sohn Tariq immerhin anfangs zur Stippvisite vorbei schaut, tauchen weitere Mitglieder der Großfamilie Kahn wie Archie Panjabi („Kick it Like Beckham“) als Tochter Meenah jetzt nicht mehr auf.

    TV-Regisseur Andy De Emmony wirft einen nachdringlichen Blick auf Armut, Generationskonflikte und Geschlechterrollen, angereichert mit gewohnt bissigem Humor und einem expressiven Sprachgewirr. Nicht ganz auf Folkloreelemente verzichtend, bleibt der zweite Teil einer angekündigten Trilogie nicht ohne dramaturgische Durchhänger, zumal die Gags gegen Ende eher spärlicher ausfallen. Zu diesem Zeitpunkt konzentriert sich die Fortsetzung stärker auf dramatische Zuspitzungen, die zu Zerreißproben innerhalb von George Kahns Familienstruktur führen – besonders, als sich seine beiden Ehefrauen gegenüber stehen. Daher wirkt das Ergebnis nicht ganz so homogen wie bei dem auf einem Theaterstück basierenden ersten Teil.

    Empfehlenswert wäre es, „West is West“ in untertitelter Originalfassung anzusehen, da man die Dialoge aus Englisch, Pakistani und der Mischung aus beidem schwerlich übertragen kann. Immerhin stellen die Verständigungsprobleme der Charaktere untereinander einen wichtigen Aspekt des multikulturellen Aufeinandertreffens dar.

    Fazit: Die weitgehend geglückte, sarkastisch-bewegende Fortsetzung „West is West“ liefert eine ganz unterschiedliche Art von Bollywood-Unterhaltung.
  • Warmherziges Sequel des Culture-Clash-Hits „East is East“ über die Familie Khan zwischen Fish’n’Chips und pakistanischer Sippe.

    „Papa“ George Khan hat es nicht leicht mit seiner Familie. 1971 kämpfte er noch für deren Zusammenhalt und die muslimischen Werte, die bei seinen Kids nicht ankamen, fünf Jahre später stehen mit seinem jüngsten Spross die Zeichen auf Sturm. Sajid schwänzt die Schule und möchte kein „Paki“, sondern ein richtiger Engländer sein. Der Alte schleppt ihn zum Leidwesen seiner englischen Gattin in die alte Heimat, damit der Junge Mores lernt. Jahrelang hat er Geld an die Seinen geschickt, die ihn erst mit großer Euphorie am Flughafen empfangen, ihn aber dann doch merken lassen, dass er nicht mehr wirklich zu ihnen gehört. Seine erste Ehefrau, die er vor 30 Jahren sitzen ließ, ist nicht sehr amused und nach der ersten Wiedersehensfreude mit der nicht ganz überschaubaren Sippschaft findet sich der Patriarch zwischen den Kulturen und Weltanschauungen nicht mehr zurecht. Während er sich sukzessive als Außenseiter fühlt, findet der widerspenstige Filius im Pandschab Freunde und sogar eine Frau für seinen schüchternen älteren Bruder. Als dann noch sein wütendes Weib samt Freundin aus England anreist, muss er sich entscheiden, wohin er gehört.

    Das Sequel des Indie-Hits „East is East“ von 1999 setzt mit Om Puri als ergrautem Patriarchen und Linda Basset als nicht ganz duldsamer Angetrauten erneut auf die Tücken des Culture-Clash und zieht Vorurteile durch den Kakao, ohne den hilflosen Protagonisten der Lächerlichkeit preiszugeben. Die multikulturelle Familienzusammenführung der unterhaltenden Art springt unverkrampft von Komödie zum Drama und zurück und wenn die Ehefrau Nr. 1 und Nr. 2 sich ohne Sprache verstehen und das kleine Fähnchen der Frauen-Power hochhalten, weht der „Wind of Change“. Ayub Khan lieferte wie zum Vorgänger-Film das Drehbuch und verarbeitet biografische Daten, auch sein Vater orderte ihn als Zwölfjährigen nach Pakistan.

    Fast wie im Märchen ist die Welt nach diesem sympathischen Feelgood-Movie wieder in Ordnung, kommt alles zu einem (relativ) guten Ende. Pakistan war im Jahre 1976 eben noch ein anderes Land. mk.

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