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Welcome to Karastan

   Kinostart: 21.05.2015

Welcome to Karastan: Farce um einen britischen Filmemacher, der ein großes Landesepos über einen neugegründeten Staat drehen soll.

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Filmhandlung und Hintergrund

Farce um einen britischen Filmemacher, der ein großes Landesepos über einen neugegründeten Staat drehen soll.

Emil Forester, Londoner Autorenfilmer mit Kurzfilm-Oscar, hat schon bessere Zeiten gesehen. Als ihn das Filmfestival von Palchik in der fernen Kaukasus-Republik Karastan einlädt, eröffnen sich ihm neue Perspektiven: Der Diktator und Präsident des Landes bietet ihm an, ein Film-Epos über den Nationalhelden zu drehen. Ganz ohne finanzielle Beschränkung. Trotz einiger Skrupel sagt der Brite zu und erlebt unter Aufsicht des Militärs sehr seltsame Dreharbeiten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Welcome to Karastan: Farce um einen britischen Filmemacher, der ein großes Landesepos über einen neugegründeten Staat drehen soll.

    Schwarze Komödie über einen einst gefeierten Autorenfilmer, der sich blauäugig in den Dienst eines Diktators stellt.

    Die Regierung von Kasachstan wütete gegen Sacha Baron Cohens wüste Persiflage „Borat“, fühlte sich diffamiert. Wie gut, dass es Ben Hopkins Karastan nicht gibt, sonst würde Ähnliches passieren. Denn in diesem fiktiven Land tummeln sich auf der Leinwand die unglaublichsten Gestalten. Allen voran der allmächtige Präsident Abashiliev, ein Freund kurzer Prozesse. Wer ihm widerspricht, wird erschossen. Ausgerechnet an diesen ruppigen Kerl gerät der eigentlich feinsinnige Londoner Autorenfilmer Emil Forester. In seinem Regal verstauben Trophäen, darunter auch der Kurzfilm-Oscar für seine erste Fingerübung. Nach einigen Erfolgen leidet er unter einer Schaffenskrise, da kommt der Anruf aus der fernen und neu gegründeten Kaukasus-Republik Karastan gerade Recht. Das wohl schlechteste Filmfestival der Welt lädt ihn zu einer Retrospektive ein. Und nicht nur das, vor Ort macht ihm der Diktator ein generöses Angebot: ein Film-Epos über den Nationalhelden zu drehen, ganz ohne finanzielle Beschränkung. Trotz einiger Skrupel sagt der Brite zu. Absurdistan ist nichts gegen diesen „Staat“ ohne funktionierende Infrastruktur, den der Präsident samt lästigem Volk als sein Eigentum betrachtet.

    Ben Hopkins, der das Drehbuch gemeinsam mit Oscar-Preisträger Pawel Pawlikowski („Ida“) schrieb, erzählt in dieser doppelbödigen Satire mit amüsanten Dialogen vom großen Ego der Filmemacher, dem Zwiespalt zwischen künstlerischer Integrität und der Verlockung des Geldes, Kreativität und Korruption. Aber auch davon, wie Regisseure im Schatten von Hollywoodstars stehen, nicht hehre Kunst interessiert, sondern glamouröse Show. Trotz einiger Längen ist die Abrechnung mit dem Filmbusiness witzig, wenn etwa Forester sich wie ein Kind freut, aufwändige Schlachten zu inszenieren oder der durchgeknallte und untalentierte Hauptdarsteller fragt, ob er nicht ein wenig übertreibe wie Klaus Kinski, dann wieder kritisch, wenn Armut und Not der Menschen gezeigt wird, die aus Angst vor Repression beim Film mitwirken (müssen) oder das heruntergewirtschaftete ex-sowjetische Land sich China zuwendet, weil da der Renminbi rollt. Als Herzenszutat gibt’s noch eine zurückhaltende Love-Story zwischen Matthew MacFadyens charmant-naiver Hauptfigur und Myanna Burings sehr geheimnisvollen Chulpan und obendrauf ein wirklich komisches Ende. mk.
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