Filmhandlung und Hintergrund

Exzellentes Update von Shakespeares heiterer Verwechslungskomödie unter Teilnahme eines ganzen Batallions britischer Theater- und Filmgrößen.

Nach einem Unwetter wird Viola an die Gestade des feindlichen Königsreichs Illyrien gespült, wo sie zur eigenen Sicherheit in das Gewand und die Identität eines Mannes namens Cesario schlüpft. So verkleidet gewinnt sie das Vertrauen des Grafen Orsino, der sie/ihn als Liebesboten in Richtung der angebeteten Lady Olivia einsetzt. Dann aber verliebt sich Viola in Orsino, während Viola Gefallen an „Cesario“ findet…

Nach einem Schiffbruch strandet die junge Viola an der feindlichen Küste von Illyrien. Um sich vor Übergriffen zu schützen, zieht sie Männerkleider an. Als „Cesario“ wird Viola schließlich neuer Page des Grafen Orsino. In dessen Auftrag soll sie Lady Olivia, Orsinos unglückliche Liebe, dem Grafen günstig stimmen. Doch diese entflammt statt dessen für „Cesario“, während Viola insgeheim längst schon für Orsino schwärmt. Ein scheinbar unlösbares Dilemma, denn das verkleidete Mädchen kann sich keinem von beiden offenbaren…

Nach einem heftigen Sturm auf dem Meer strandet Viola an der Küste des Königreiches Illyrien. Als Mann verkleidet gewinnt sie das Vertrauen des Grafen Orsino, der hinter der schönen Olivia her ist. Doch diese verliebt sich in die verkleidete Viola. Exzellentes Update von Shakespeares heiterer Verwechslungskomödie unter Teilnahme eines ganzen Batallions britischer Theater- und Filmgrößen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Was ihr wollt: Exzellentes Update von Shakespeares heiterer Verwechslungskomödie unter Teilnahme eines ganzen Batallions britischer Theater- und Filmgrößen.

    Shakespeares Kino-Qualitäten sind bei den Briten bestens aufgehoben. Nach Kenneth Branagh legt nun Trevor Nunn, Theater-Genius und seit zwei Jahrzehnten Leiter der Royal Shakespeare Company, eine opulente Komödienverfilmung vor: „Was Ihr wollt“ ist ein temperamentvoll poetisches Pasticcio zum Thema Liebe und andere Verwechslungen. Der auf der Leinwand seltene Klang der Dichter-Sprache und die brillanten Darsteller - allen voran Helena Bonham-Carter und Imogen Stubbs - geben dem Film ein besonders unterhaltsames Gourmet-Flair mit populärem Schwung.

    Der Klassiker Shakespeare ist, und das ist eine Binsenweisheit, immer ein leidenschaftlicher, guter und intelligenter Entertainer gewesen - ob dramatisch oder komisch. Er wäre heute wahrscheinlich ein meisterlicher Drehbuchautor, wenn nicht sogar erfolgreicher Filmemacher. Und die Komödie „Was Ihr wollt“ hat, was Kino braucht: emotionale Höhen und Tiefen, Verwechslungswitz, Situationskomik, doppelzüngige Konfliktmomente, Abenteuerspannung. Trevor Nunn versucht keine krampfhafte Modernisierung, behält auch die Shakespeare-Sprache bei und konzentriert seine Inszenierung auf die Essenz des Stückes - seiner Ansicht nach das Spiel mit den Geschlechterrollen in einer Liebesgeschichte. Das Weibliche im Mann und das Männliche im Weib, ewig fundamentaler Reiz im erotischen Miteinander.

    Nach einem schrecklichem Sturm auf hoher See findet sich die junge Viola (Imogen Stubbs) als Schiffbrüchige an Feindesstrand im Königreich Illyrien wieder. Traurig glaubt sie, daß ihr Zwillingsbruder Sebastian ertrunken ist und verkleidet sich als Mann. So bekommt sie eine Anstellung am Hofe des Grafen Orsino (Tony Stevens), der leidenschaftlich in Lady Olivia (Helena Bonham-Carter) verliebt ist, aber auf keine Gegenliebe stößt. Orsino schickt seinen neuen Pagen Cesario, so nennt sich Viola jetzt, aus, um bei Olivia für ihn zu werben. Doch die Schwierigkeiten lassen nicht lange auf sich warten:Viola verliebt sich in Orsino, und Olivia in Cesario/Viola. Die Komödie der Doppel- und Mehrdeutigkeiten nimmt ihren Lauf, denn Viola kann keinem von beiden ihre wahre Identität preisgeben…

    Das herbstliche Cornwall gibt eine wunderbare Szenerie ab, deren sinnliche Bilder (Kamera: Clive Tickner) die emotionalen Irrungen und Wirrungen und die erotischen Spannungen lustvoll spürbar machen. Trevor Nunn inszeniert sorgfältigst ausgefeilt bis in die kleineren nebenrollen: Nigel Hawthorne („King George“) hat als ebenfalls aussichtslos in Olivia Verliebter große tragikomische Momente, und Ben Kingsley ist ein sublim kommentierender Troubadour, Mit das Schönste aber ist die unerreichbare Leichtigkeit im Umgang mit Shakespeare-Texten, die die Schauspieler mit so viel britischem Leben füllen, daß jede Synchronisation höchstens ein bescheidener Abglanz sein kann. fh.

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