Filmhandlung und Hintergrund

Witzige Parodie auf traumatische Musikerbiografien aus der Hitfabrik von Comedyking Judd Apatow ("Beim ersten Mal").

Musiklegende Dewey Cox (John C. Reilly) hat den Rock’n’Roll gelebt wie kaum ein anderer: Sobald er seine Familie verließ und seinen Bruder mit der Machete halbierte, stürmte er die Hitparaden. Seine kinderreiche Ehe mit Edith (Kristen Wiig) hält nicht, schläft er doch mit 411 Frauen, zeugt 22 Kinder und halb so viele Stiefkinder. Doch dann findet er in der Background-Sängerin Darlene (Jenna Fischer) die Liebe seines Lebens - nur um Jahre später wieder Privatleben und Karriere zu ruinieren.

Den unsteten Lebenswandel des Rockstars und vor allem Musikerbiografien wie „Walk the Line“ oder „Ray“ parodiert das derzeit heißeste Comedy-Talent Judd Apatow („Beim ersten Mal„) mit einer galligen, liebenswerten und urkomischen Satire auf das ewige Auf und Ab des Musikbiz.

Musiker Dewey Cox hat alles erreicht. Seit er seine Familie verließ, weil er seinen Bruder mit einer Machete halbierte, eroberte er die Hitparaden und Edith, die ihm fünf Kinder schenkte. Doch Dewey ist ruhe- und treulos, nimmt Drogen und schließlich auch Sängerin Darlene, die seine zweite Frau wird. Jahre später aber steht er allein da: ohne Familie, ohne Freunde, ohne Hits - und mitten in der Stadt in weißer Unterhose.

Rockpionier Dewey Cox hat alles erreicht. Seit er seine Familie als junger Mann verlassen musste, weil er seinen Bruder mit einer Machete halbierte, eroberte er die Hitparaden - und Edith, die ihm fünf Kinder schenkte. Doch Dewey ist ruhe- und treulos, nimmt Drogen und schließlich auch Sängerin Darlene, die seine zweite Frau wird. Jahre später, nach psychedelischen Exzessen und künstlerischer Ratlosigkeit aber steht er allein da: ohne Familie, ohne Freunde, ohne Hits - und mitten in der Stadt in weißer Unterhose.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Dewey Cox ist DER große Musiker der letzten Jahrzehnte. Ob 50er-Jahre-Schmalz oder Blues, Rock’n’Roll oder Country, Psychedelic oder Punk oder Protestsong: er machte alles mit und war bei allem erfolgreich. Eine erstaunliche Karriere, wie sie nur Hollywood schreiben kann: was ja auch der Fall ist in dieser Fake-Geschichte, ein bisschen in der Nachfolge von Eric Idles „The Rutles“ oder den „Spinal Tap“-Jungs. Und dabei verdeutlicht gerade das Absurde in diesem Biopic-Spaß das immer gleiche Muster, nach dem ungefähr jede Musikerbiographie – und in den letzten Jahren insbesondere „Ray“ und „Walk the Line“ – gestrickt sind.

      Diese beiden, innerhalb eines Jahres erschienen, sind ja im Grunde die gleichen Filme, nur mit verschiedenen Protagonisten – mal Ray Charles, mal Johnny Cash –, aber mit denselben Konflikten, mit denselben Karrierehochs, mit demselben Fazit. Brudertrauma, Eheprobleme, Aufstieg aus kleinen Verhältnissen, Drogen, Liebeleien, dabei im Hintergrund der gesellschaftliche Wandel des 20. Jahrhunderts, schließlich Selbstfindung und das Erschaffen eines Meisterwerks: Darauf rekurriert auch „Walk Hard“, der das alles mit dem Flair des Albernen verbindet.

      Der Musikepos wird auf seine Grundzüge reduziert, um daraus das Absurde zu interpolieren: das ist das Rezept von „Walk Hard“, dieser längst überfälligen bösen Parodie. Und der einzige Vorwurf, der dem Film zu machen wäre, ist, dass er nicht weit genug geht, dass er dann doch insgesamt weitgehend vorhersagbar ist – aber das ist ja schließlich Teil seiner Kritik an der Formelhaftigkeit seiner Vorlagen.

      John C. Reilly ist großartig als Star der populären Musik, überspannt locker die Jahre vom 14jährigen (!) bis zum 70jährigen. Seine Co-Stars kommen meist aus dem Umfeld von Saturday Night Live, Autoren und Produzenten wie auch der Regisseur schon lange im Comedyfeld tätig. Jedes Klischee wird genommen, gewendet, übertrieben und verwendet. Dazu gibt es wundervolle Überraschungen wie die Beatles auf indischem Selbstfindungstrip, die sich hart bekämpfen (unter anderem Jack Black und Jason Schwartzman wälzen den ausgeprägten Liverpool-Dialekt über ihre Lippen); offene und versteckte Anspielungen verweisen auf die Musikfilmgeschichte, irgendwann taucht Jim Morrisons Badewanne auf, und die Frisur des alten Cox ist die von Neil Young. Und dann immer wieder die absichtliche Verplattung des Witzes, wenn der Begriff Rock’n’Roll in seiner ursprünglichen Slang-Bedeutung genommen wird und die Tänzer vor der Bühne pornographische Kopulationen (wenn auch im angezogenen Zustand) vollführen, oder wenn’s wieder mal um die Doppelbedeutung von „Cox“/„Cocks“ geht…

      Generell sollte der Film im Original angesehen werden; und – das ist ein in Deutschland fast unüberbrückbarer Gegensatz – auch auf der Leinwand, weil so schön in Szene gesetzte Großaufnahmen von ziemlich kleinen Pimmeln in einer Sexorgie doch nur im Kino richtig zu genießen sind.

      Fazit: Glänzend besetzte Parodie auf filmische Musikerbiographien, voll absurdem, albernem Witz und mit wunderbar nachgeäffter Musik aus fünf Jahrzehnten.
    2. Walk Hard: Die Dewey Cox Story: Witzige Parodie auf traumatische Musikerbiografien aus der Hitfabrik von Comedyking Judd Apatow ("Beim ersten Mal").

      Mit einer Parodie auf dramatische Musikerbiografien landen Comedyking Judd Apatow und Regisseur Jake Kasdan einen verdienten Hit.

      Mit simplem Konzept erreichen die Autoren Apatow und Kasdan maximalen Effekt. Furchtlos wird mit dem erzählerischen Faden von „Walk the Line“ die Biografie der fiktiven Musiklegende Dewey Cox gesponnen, seriös werden trotz albern-absurder Einschübe die Stationen eines unglaublichen Lebens nachgespielt. Parodie pseudoernsthaft präsentiert - das ist klassische Gagschule. Auch formal blieben die Filmemacher dieser Linie treu, drehten in Cinemascope und setzten optische Akzente, wo das Genre üblicherweise eher Achtlosigkeit demonstriert. Und auch musikalisch folgt man dieser Strategie. Die eigens für den Film geschriebenen Songs sind solide und seriös, während in den Texten, in denen Duette als verschlüsselte Vorspiele geoutet werden („Let’s duet“ aka „Let’s do it“) und Mitgefühl für Zwerge offenbart wird, absurde Komik bummeln geht.

      Der Plot umspannt mehrere Jahrzehnte, vom folkigen Farmleben in den Vierzigern bis hin zum späten Cox-Comeback, bei dem sich Rap und Country denkwürdig begegnen. Zunächst einmal wird der Grundstein gelegt für ein schreckliches Trauma, als der sechsjährige Dewey seinen älteren Bruder mit einer Machete halbiert - unabsichtlich natürlich. Damit verliert er neben dem Bruder und dem Vater, der ihn lebenslang verachtet, mysteriöserweise auch seinen Geruchssinn. Mit 14 begeistert er erstmals auf einer Talentshow mit seiner Teufelsmusik. John C. Reilly („Ricky Bobby- König der Rennfahrer“) spielt mit 42 selbst das Boywonder, wie auch die 34-jährige Kristen Wig seine 12-jährige Freundin, die schließlich seine Frau wird. Fünf Kinder später, nach der obligatorischen Aufstiegs- und Glücksmontage, lernt Cox Marihuana kennen - Auftakt eines Running Gags, der durch die Drogenhierarchie bis hin zum Crack führt. Selbstredend gibt es auch eine anständige Partysequenz, in der nackte Groupies, aber auch männliche Geschlechtsteile provokativ herumhängen. Und wie erwartet, kann auch Dewey nicht treu sein, verlässt Frau und Kids für Sängerin Darlene (Jenna Fischer) - seine große Liebe, die seine Abstürze irgendwann auch nicht mehr ertragen kann und Glenn Campbell heiratet. Als Dewey 22 Kinder hat und in sich endlich den Vater entdeckt, kehrt Darlene zurück - wohl auch, weil Cox jetzt Campbell ähnelt. Der Film ist voll mit solchen komischen Details, zeigt auch ein Treffen mit den Beatles, in dem drei Pilzköpfe wie ihre Vorbilder aussehen, Paul McCartney aber einfach nur Jack Black ist. Und wer glaubt, hier würden in Abwesenheit von Will Ferrell, der sonst für diesen Stunt zuständig ist, keine Männer in weißen Unterhosen durch die Stadt laufen, muss umdenken. Es gibt viele Highlights in dieser Komödie, darunter vor allem Reilly, der Orbisonesk selbst singt. Der Titel ist natürlich auch Täuschung, den „Walk Hard“ ist vor allem eines: easy-going. kob.

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