Wahrheit oder Pflicht

  1. Ø 4
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Wahrheit oder Pflicht: Berührende und humorvolle Geschichte über eine Schülerin, die ihren Eltern verschweigt, dass sie von der Schule geflogen ist.

Annika (Katharina Schüttler) bringt es nicht übers Herz, ihren Eltern zu erzählen, dass sie die 12. Klasse nicht geschafft hat. Als würde sie immer noch jeden Tag das Gymnasium besuchen, verlässt sie morgens das Haus, um dann den Tag in einem schrottreifen Reisebus draußen im Wald totzuschlagen. Dort macht sie eines Tages Bekanntschaft mit dem Plattenbaubewohner Kai (Thomas Feist) und verliebt sich in den charmanten Rüpel.

Um Realitätsnähe bemühte Teenagerkomödie, erster Spielfilm und Abschlussarbeit der Regisseure Jan-Martin Scharf und Arne Nolting an der Filmhochschule Köln.

Die achtzehnjährige Annika verzweifelt, als sie die 12. Klasse erneut nicht besteht, von der Schule fliegt und das von den Eltern erwartete Abitur in weite Ferne rückt. Um zu verhindern, dass ihre Eltern von ihrem Versagen erfahren, geht sie jeden Morgen weiter aus dem Haus, jedoch nicht zur Schule. Sie verschanzt sich täglich in einem abgewrackten Reisebus, wo sie Kai kennen lernt und sich verliebt.

Annika bleibt in der 12. Klasse zum zweiten Mal sitzen – das Abitur ist futsch. Doch sie bringt es nicht übers Herz, den Eltern, die so große Hoffnungen in sie gesetzt haben, von ihrem Rausschmiss zu erzählen. Also tut Annika so, als wäre nichts geschehen, verbringt ihre Vormittage in einem stillgelegten Autobus und freundet sich mit dem gutaussehenden Kai an. Bald aber wird die Idylle getrübt durch einen überraschenden Schulbesuch ihrer Mutter und die plötzliche Arbeitslosigkeit ihres Vaters. Früher oder später muss Annika gestehen.

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Kritikerrezensionen

  • Auf deutschen Festivals mit diversen Preisen ausgezeichnetes Porträt eines Teenagers, das ein schwieriges Thema humorvoll und authentisch behandelt und von seiner exzellenten Hauptdarstellerin lebt.

    Nach Julia Jentsch, die im letzten Jahr für „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ sämtliche Filmpreise – vom Berlinale-Bären bis zum Deutschen Filmpreis – abräumte, und Sandra Hüller, der mit „Requiem“ in diesem Jahr das gleiche Kunststück gelang, steht nun eine weitere junge Schauspielerin, die ihr Handwerk auf der Bühne erlernt hat, im Focus. Katharina Schüttler heißt sie, absolvierte schon einen Kurzauftritt in Hans Weingärtners „Das weiße Rauschen“ und eine Hauptrolle in „Sophiiiie!“. In „Wahrheit oder Pflicht“, dem Kinodebüt des auch für das Buch verantwortlich zeichnenden Regie-Duos Jan Martin Scharf und Arne Nolting, steht Schüttler ebenfalls im Zentrum des Geschehens: Annika, 18 Jahre jung, ist gerade in der 12. Klasse Gymnasium zum zweiten Mal durchgefallen. Das Abitur kann sie sich nun abschminken. Doch wie soll sie das ihren Eltern verklickern, die so auf sie gesetzt hatten? Da hilft nur eines in der Not: Lügen. Also verlässt Annika jeden Morgen das Haus und tut so als ob sie in die Schule ginge. In Wirklichkeit richtet sie sich in einem Omnibus-Wrack ein, knüpft zarte Bande mit dem gleichaltrigen Kai (Thomas Feist). Doch die Gefahr, dass alles auffliegt, wächst von Tag zu Tag. Einmal kommt die Mutter (Therese Hämer) unangemeldet in der Schule vorbei, dann wird der Vater (Jochen Nickel) plötzlich arbeitslos und hängt nur noch zu Hause herum, und schließlich kommt auch noch ihr Mathe-Nachhilfelehrer hinter das Geheimnis und versucht sie damit zu erpressen. Eines ist klar: So kann Annika nicht lange weiter machen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Karten auf den Tisch zu legen?

    Glaubwürdig, nachvollziehbar, ehrlich – mit diesen Adjektiven wird man diesem Film, der sein hochbrisantes Thema auf erstaunlich frische, unbekümmerte und dadurch auch unterhaltende Weise präsentiert, am ehesten gerecht. Das hat mit dem ausgefeilten Drehbuch ebenso zu tun wie mit der exakten Milieuschilderung, mit dem zeitgemäßen, unaufdringlichen Soundtrack der Deutsch-Pop-Band Klee ebenso wie mit der Hauptdarstellerin Katharina Schüttler, die es versteht, ihre innere Zerrissenheit mit der entsprechenden Sensibilität nach außen zu kehren. Nach ihrem Siegeszug durch deutsche Festivals sollte die mehrfach ausgezeichnete Produktion (von der Lüdia in Lünen bis zum Max-Ophüls-Preis der Schülerjury), die 2 Pilots gemeinsam mit dem WDR und der Kölner Kunsthochschule für Medien stemmte, gerade beim aufgeklärten Teen-Publikum sowie dessen Eltern Beachtung finden.lasso.

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