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Meirelles verfilmt Kultroman

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Wahre Lügen Poster
© Kurt Krieger

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Horrorvision: Ein Mann steuert sein Auto durch den dichten Großstadtverkehr - und plötzlich versagt sein Augenlicht.

Spezialist für Menschen in Extremsituationen: Fernando Meirelles Bild: Kurt Krieger

So beginnt der hochgelobte Roman „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago, der 1998 den Nobelpreis für Literatur gewann. Das Ungewöhnliche dabei: Der Fahrer versinkt nicht im Dunkeln, sondern sieht überall helles, weißes Licht. Und so wie ihm geht es bald vielen.

Die Regierung sperrt die Erblindeten kurzerhand in ein verlassenes Irrenhaus und riegelt aus Angst vor einer Epidemie das Gebäude ab. Bald werden auch die Essens- und Medikamentenlieferungen immer seltener. Währenddessen verrohen unter den Erblindeten die Sitten: Kriminelle etablieren eine Gewaltherrschaft, es gilt das Recht des Stärkeren. Als eine Gruppe Verzweifelter schließlich ausbricht, stellen sie entsetzt fest, dass sich auch die Welt außerhalb auf erschreckende Weise verändert hat.

Ein Stoff, wie geschaffen für Regisseur Fernando Meirelles: Der Brasilianer war schon 2004 für sein spektakuläres Armuts-Dokudrama „City of God“ als Ausländer für den Regie-Oscar nominiert worden. Endgültig fürs große Kino empfohlen hat sich Meirelles dann mit der Verfilmung von John Le Carrés Pharma-Thriller „Der ewige Gärtner“ mit Ralph Fiennes und Rachel Weisz in den Hauptrollen.

Daher darf Meirelles bei der Verfilmung von „Die Stadt der Blinden“ nun in die Vollen gehen. Er bekommt satte 25 Millionen Dollar für ein schrecklich-schönes Endzeitspektakel auf höchstem Niveau.

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Gedreht wird „Die Stadt der Blinden“ in Meirelles‘ Heimatstadt Sao Paolo, einige Szenen entstehen auch in Toronto. Das Drehbuch schreibt der Kanadier Don McKellar, der bisher durch kleinere Rollen in Filmen wie „eXistenZ“ und „Wahre Lügen“ aufgefallen ist. Auch bei „Die Stadt der Blinden“ wird McKellar in einer Nebenrolle zu sehen sein, während über mögliche Hauptdarsteller noch nichts bekannt ist.

Wer immer auch bei dem vielversprechenden Projekt einsteigt, sollte jedenfalls genügend Platz im Terminkalender freihalten. Mit dem Polit-Krimi „Die Stadt der Sehenden“ hat Saramago nämlich schon eine inoffizielle Fortsetzung in den Buchläden stehen.

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