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Fakten und Hintergründe zum Film "Vorstadtkrokodile 3"

Fakten und Hintergründe zum Film "Vorstadtkrokodile 3"

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Über die Produktion

Im Sommer 2010 fiel zum letzten Mal die Klappe für ein weiteres Abenteuer der „Vorstadtkrokodile“. „Es war uns ein Herzens-Anliegen, die Trilogie zu Ende zu führen“, so Produzent Christian Becker, der am Rande des Ruhrgebietes aufwuchs und seit seiner Kindheit ein großer Fan der „Vorstadtkrokodile“ ist. „Die Aussagen der drei Filme sind uns sehr wichtig: Im ersten Film geht es um die Integration von Behinderten und Randgruppen der Gesellschaft, der zweite Teil der VORSTADTKROKODILE handelt von dem Kampf um soziale Verantwortung und jetzt im dritten und letzten Teil erzählen wir von Freundschaft und dass es sich lohnt, für Andere einzutreten.“

Das Wiedersehen – im dritten Sommer in Folge – verlief ausgelassen und heiter. Die inzwischen jugendlichen Darsteller der „Vorstadtkrokodile“ haben sich nicht nur vor der Kamera sondern auch privat zu echten Freunden entwickelt. Zum Auftakt und „zur Vorbereitung auf die Dreharbeiten“, wie Regisseur Wolfgang Groos mit Augenzwinkern erzählte, ging es erst mal auf die Kartbahn um die Go Kart-Kenntnisse der Schauspieler zu verbessern. Zur großen Freude der Jugendlichen – die daraufhin täglich nach weiteren „Trainings-Sessions“ auf der Kartbahn fragten. Ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch zum „warm up“ endete damit, dass Fabian Halbig am ersten Drehtag mit einer Schwellung am Auge am Set erschien.

So wie die Darsteller der Bande entwickelten sich auch die Charaktere von Kindern zu jungen Erwachsenen. „Bei der Fortsetzung des Stoffes trugen wir dem Fakt Rechnung, dass die Jungdarsteller unübersehbar älter geworden sind“, so Produzentin Lena Schömann. „Liebe wird zu einem größeren Thema, ebenso das Erwachsenwerden und die Frage, ob man nicht schon zu alt ist für eine Kinderbande. Diese Balance zu finden, war eine große Herausforderung für den dritten Teil.“ Mit den Krokodilen wachsen auch die Abenteuer der Bande aus dem Ruhrgebiet. „Die Charaktere müssen sich mit ernsteren Problemen befassen, es steht mehr auf dem Spiel“, berichtet Lena Schömann. Denn „es geht um Leben und Tod, es gilt das Motto ‚Alle für Einen und Einer für Alle!’“ Trotz mehr Action und Spannung war den Produzenten ein wichtiges Anliegen, dass die Grundthemen der VORSTADTKROKODILE wie Freundschaft, Loyalität, Ehrlichkeit und Mut bestehen bleiben.

Zur großen Freude der Produktionsfirma Westside und Rat Pack konnten nicht nur sämtliche Hauptdarsteller sondern auch ein Großteil der Crew von VORSTADTKROKODILE 1 und 2 erneut verpflichtet werden – eine Ausnahme bei Franchise-Produktionen. „Es ist toll, dass Martin Moszkowicz und Constantin Film von Anfang an so an die Marke geglaubt haben und wir wie geplant unsere Abenteuer der „Vorstadtkrokodile“ auf die große Leinwand bringen konnten“ berichtet Produzent Christian Becker. „Die Geschichten basieren ursprünglich auf Max von der Grüns Roman sowie seinen Figuren und wir übernehmen zudem als Gag kleine Anspielungen auf den gleichnamigen Fernseh-Film aus den 70er Jahren.“

Leider musste der Drehbuchautor und Regisseur der ersten beiden Filme, Christian Ditter, den dritten und letzten Teil schweren Herzens absagen. Er drehte zur gleichen Zeit – ebenfalls für Rat Pack Filmproduktion – die 3D-Produktion WICKIE AUF GROSSER FAHRT. Dafür konnte nun Wolfgang Groos als Regisseur gewonnen werden. „Wir wollten schon lange mit ihm zusammenarbeiten, da uns sein Film HANGTIME sehr gut gefallen hat“, berichtet Lena Schömann. „Wir hatten etwas Angst, ob der Wechsel so reibungslos funktionieren würde, aber Wolfgang hat ein sehr gutes Händchen mit Jugendlichen und die Jung-Darsteller haben ihn voll und ganz akzeptiert. Zusammen mit unserem Kameramann Bernhard Jasper haben die Beiden ein irres Tempo vorgelegt – anders wäre der Film in der Anzahl der Drehtage nicht zu schaffen gewesen.“

In 37 Drehtagen zog der VORSTADTKROKODILE-Tross erneut durch NRW und das Ruhrgebiet: Der Heimatort der Krokodile wurde – wie in den ersten beiden Filmen – in Hückelhoven gedreht. Für das Motiv „Gefängnis“ wurde eine ehemalige, seit einem Jahr leer stehende Justizvollzugsanstalt in Recklinghausen auserkoren. Ein perfektes Motiv – allerdings stellte sich heraus, dass die alten Leitungen der ehemaligen JVA mit den Starkstrom-Anforderungen des Licht-Departments überlastet waren. Ein sengender Geruch machte sich plötzlich während der Dreharbeiten breit: Der Auslöser war ein Kabelbrand im Keller des Gebäudes. Während das Team fluchtartig das Set verließ, rückte bereits die Feuerwehr an und eine halbe Stunde später konnten zur Erleichterung aller Beteiligten die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden.

In Bochum wurden die Location-Scouts auf der Suche nach dem neuen Hauptquartier fündig: Einer coolen Hochhaus-Etage. Nach dem Baumhaus und dem Krokodile-Quartier im Bergwerk der beiden letzten Filme galt es, etwas völlig Neues und Modernes zu etablieren. Ebenfalls in Bochum wurden die Anfangs- und Endsequenzen am See gedreht. Diese fielen – fast – ins Wasser: Ausgerechnet bei den Bade- und Sonnenszenen am Steg hatte das Filmteam mit schlechtem Wetter zu kämpfen. Für das Krankenhaus erhielt die Produktion in einer Duisburger Klinik eine Dreherlaubnis: in einem Nebenraum der Intensivstation während der Betrieb des Krankenhauses regulär weiterlief. Für David Hürten, der dort in seiner Rolle als „Frank“ den Großteil seiner Drehzeit im Krankenbett verbrachte, entwickelten sich die Filmarbeiten als äußerst gemütlich. So gemütlich, dass er es selbst während der Drehpausen oft vorzog, im Bett zu bleiben.

Das Lieblingsmotiv der jugendlichen Darsteller, die Kartbahn, wurde von der Produktion auf einem verlassenen Industriegelände in Köln gebaut.

Trotz der extremen Wetterschwankungen im Sommer 2010 und vielen krankheitsbedingten Verschiebungen – einige jugendlichen Darsteller hatten mit einer hartnäckigen Erkältung zu kämpfen – verliefen die Dreharbeiten im August und September problemlos. „Es war wieder ein schöner Sommer mit einer großen Familie“ beschreibt Produzentin Lena Schömann die Wochen am Set. „Der Abschied fiel uns dann allen schwer. Der jeweils letzte Take der Kinder war immer emotional, es sind einige Tränen geflossen.“ Die Produzenten erlebten den Fall der letzten Klappe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Zum einen ist man am letzten Drehtag froh, dass wir es geschafft haben. Zum anderen ist es sehr traurig, wenn man realisiert, dass der letzte Sommer mit den „Vorstadtkrokodilen“ vorbei ist. Man hat gemeinsam viel erlebt, viel gelacht, geschwitzt, gearbeitet und einfach ein Stück Leben miteinander verbracht.“