Filmhandlung und Hintergrund

Der Berufslügner Leo verpasst jedem seiner Kunden ein frei erschwindeltes Wunsch-Image. Als er sich in die blinde Afrikanerin Beth verliebt, übernimmt sich Leo aber - indem er sich als der ebenfalls schwarze Freund ihres Bruders ausgibt...

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Kritikerrezensionen

  • Vom Himmel das Blaue: Der Berufslügner Leo verpasst jedem seiner Kunden ein frei erschwindeltes Wunsch-Image. Als er sich in die blinde Afrikanerin Beth verliebt, übernimmt sich Leo aber - indem er sich als der ebenfalls schwarze Freund ihres Bruders ausgibt...

    Die beste Idee des Films wird eher am Rande abgehandelt: Gewissermaßen geistiges Zentrum der Geschichte ist eine so genannte Image-Agentur. Die Ränkeschmiede hilft der Wirklichkeit für ihre Kunden ein wenig auf die Sprünge. Auf diese Weise kann sich zum Beispiel ein etwas unscheinbarer Apotheker zum rettenden Ritter mausern, indem er einen vermeintlichen Wegelagerer in die Flucht schlägt. Beim südafrikanischen Star-Stripper Richard ist es mit einem einmaligen Auftritt nicht getan: Seine blinde Schwester Beth kommt ihn in Köln besuchen. Da Beth glaubt, ihr Bruder habe Vaters Unterstützung in ein Medizinstudium investiert, muss die Agentur eine aufwändige Scharade aufführen: Leo (Bernd Michael Lade) soll sich gleichfalls als Schwarzer ausgeben und sich um Beth kümmern, während Richard angeblich im Krankenhaus arbeitet. Zwei unvorhergesehene Ereignisse komplizieren die Geschichte allerdings: Beths Blindheit ist bloß vorübergehend; und Leo verliebt sich in die hübsche Südafrikanerin…

    Die einfachsten Geschichten sind meistens die besten; daher hätte „Vom Himmel das Blaue“ bei einer gradlinigen Verfilmung des Drehbuches (Henning Köhn) ein sehr netter Film werden können. Amüsant ist er zwar in der Tat, doch die Umsetzung durch Debütregisseur Jörn Hintzer hat zwei eklatante Mängel, die für das Funktionieren von Komödien entscheidend sind: In dramaturgisch wichtigen Momenten fehlt es dem Film an Tempo. Außerdem lässt Hintzer in vielen Szenen das notwendige Gespür für Timing vermissen.

    Schade ist das vor allem wegen diverser Gags, die recht hübsch vorbereitet werden, dann aber ungenutzt verpuffen. Andere versteht man gar nicht erst, weil Drehbuch (oder Inszenierung) wichtige Informationen vorenthalten. Die Einführung mit dem Apotheker zum Beispiel kapiert man erst hinterher, und da ist es zu spät. Manche Scherze sind zwar sympathisch makaber oder lustvoll politisch inkorrekt (wenn sich etwa Beth über eine angebliche Diskriminierung des angeblich schwarzen Leo ereifert), doch die auch für Komödien unabdingbare Spannung will nicht so recht aufkommen. tpg.

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