Vineta

  1. Ø 0
   2006
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Vineta Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vineta: Spannendes und mit viel Willen zur Kunst entstandenes Kinoregiedebüt von Franziska Stünkel mit Peter Lohmeyer als Architekt, der die Stadt der Zukunft entwerfen soll. Nach einem Theaterstück von Moritz Rinke.

Stararchitekt Sebastian Färber (Peter Lohmeyer) heimst fleißig Preise ein und stürzt sich manisch in seine Arbeit. Neuestes Projekt des hoffnungslosen Workaholics ist eine gewaltige Hochsicherheitssiedlung auf einer abgelegenen Insel. Zwei Wochen hat er für die Planung Zeit. Dafür trifft er sich auf der Insel in einer Luxusvilla mit Projektleiter Dr. Leonhard (Ulrich Matthes) und Assistentin Nina (Susanne Wolff). Auch Konkurrent Born (Justus von Dohnanyi) ist zugegen. Doch beider Rennen wird heimlich mit finsteren Absichten überwacht.

Kammerspiel um die Getriebenen des Neoliberalismus, das in ein abgründiges Überwachungsdrama um Orwells große Brüder mündet. Und diese gehen für ihre Interessen über Leichen, verrät Franziska Stünkel in ihrem spannenden, humanistischen Spielfilmdebüt.

Sebastian Färber geht in seinem Architekten-Beruf völlig auf. Der Job ist alles, was für ihn wirklich zählt. Dabei vernachlässigt er nicht nur seine Tochter Himalaya, sondern auch sich selbst und seine bereits angeschlagene Gesundheit. Da wird der Spitzenarchitekt plötzlich zu einem groß angelegten Geheimprojekt auf eine einsame Insel berufen. Gemeinsam mit Kollegen und weiteren Experten soll Färber die ideale Stadt von morgen konzipieren.

Der preisgekrönte, verbissen arbeitende Architekt Sebastian Färber erhält das Angebot zur Mitarbeit an einem außergewöhnlichen Projekt: auf einer Insel soll Vineta, die Stadt der Zukunft, entstehen. Ohne Rücksicht auf seine Gesundheit und die Wünsche seiner erwachsenen Tochter begibt er sich zu dem Planungsteam, das auf einer Insel bereits die Arbeit aufgenommen hat. Dort lernt er nicht nur den Architekten Baum kennen, der zu Aggressionsausbrüchen neigt und ganz andere Vorstellungen hat als Färber, sondern auch Hans Montag. Der warnt Färber, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugehe, und rät ihm, zu flüchten.

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Kritikerrezensionen

  • Kinodebütantin Franziska Stünkel macht mit Hilfe von Peter Lohmeyer aus einem kaum kinotauglichen Thema das intensive, beklemmende Porträt eines Arbeitssüchtigen.

    Nach seiner Auswertung auf nationalen (Filmfest München 2006) und internationalen (u.a. Shanghai und Kalkutta 2007) Festivals erhält der bereits 2005 entstandene Kinoerstling von Franziska Stünkel nun doch noch seinen offiziellen Kinostart. Das ist auch gut so, denn „Vineta“ spricht ein brennend aktuelles Thema an, das mehr Menschen betrifft als uns lieb sein kann: die Arbeit, besser, ein Zuviel davon, was unser physisches wie psychisches Wohlbefinden immer mehr zu bedrohen beginnt. Auch Sebastian Färber (Peter Lohmeyer) geht in seinem Architekten-Beruf völlig auf. Eben erst hat er für seine visionären Entwürfe wieder einen Preis bekommen. Doch das einzige, was für Färber wirklich zählt, ist der Job. Darüber vernachlässigt er nicht nur seine Tochter Himalaya, er ignoriert auch die Signale, die sein geschundener, herzkranker Körper aussendet. Da wird der Spitzenarchitekt plötzlich zu einem groß angelegten Geheimprojekt auf eine einsame Insel berufen. Gemeinsam mit Kollegen und weiteren Experten soll Färber die ideale Stadt von morgen konzipieren. Und während sich Färber mit Feuereifer auf die neue Herausforderung stürzt, merkt er nicht, dass er und seine Mistreiter lediglich Objekte eines psychologischen Großversuchs sind, die der geheimnisvolle Dr. Leonhard (Ulrich Matthes) leitet.

    Mit „Vineta“, das auf Moritz Rinkes Bühnenstück „Republik Vineta“ aus dem Jahre 2000 basiert, will Stünkel uns für ein Problem sensibilisieren, vor dem man gern die Augen verschließt. Denn wer will schon, dass an einer der Grundfesten unserer Zivilisation, der Arbeit, die uns ernährt, kleidet, die Miete zahlen lässt und für materiellen Wohlstand sorgt, gerüttelt wird. Deshalb verlangt „Vineta“ dem Betrachter auch alles ab, er ist sperrig, dialoglastig und tempoarm inszeniert – doch nur so kann das Seelenleben der Protagonisten transparent gemacht werden – allen voran das des von Lohmeyer grandios verkörperten Färber, der mit kahl geschorenem Schädel und dem nervösen Tick, ständig zwei Walnüsse aneinander reiben zu müssen, als Arbeitssüchtiger sehr glaubhaft wirkt. Gelungen auch die Versuche der Regisseurin, das Kammerspielartige der Vorlage aufzubrechen, was sich in Totalen der Insel und den Elementen Wasser, Erde und Luft sowie im dramaturgischen Spiel mit den Farben Rot, Blau und (Schnee-)Weiß niederschlägt. Ebenfalls bemerkenswert der Einsatz der Musik, zu der auch Bela B. (hat ein Cameo als Fährmann) mit dem melancholischen Song „Bist du müde?“ beigetragen hat, sowie die traurig-schöne Metapher von einem sterbenskranken Flamingo, der von seinen Artgenossen ignoriert wird. Diese beklemmenden Bilder aus dem Zoo (in dem Färbers Tochter arbeitet) halten den Film wie eine Klammer zusammen. lasso.

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