Villa Henriette

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   2004
Villa Henriette Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Villa Henriette: Familienfilm nach einem Kinderbuch von Christine Nöstlinger um ein sprechendes Haus.

Die idyllische Villa Henriette, in der die kleine Marie (Hannah Tiefengraber) mit ihrer großen Familie lebt, ist kein Haus wie jedes andere. Das hört man schon an der schönen Stimme (Nina Hagen), mit dem sich das Gemäuer an Marie richtet und an alle anderen, die sein Wohlgefallen erregen. Nun aber ziehen dunkle Wolken auf: Maries Oma, eine exzentrische Erfinderin (Cornelia Froboess), droht das Haus an einen windigen Betrüger zu verlieren. Doch dagegen wollen Marie und ihre beiden besten Freunde Konrad und Stefan was unternehmen.

Frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Christine Nöstlinger inszenierte Regisseur Peter Payer („Ravioli„) dieses fantasievolle Kinoabenteuer für Junge und Junggebliebene.

Die zwölfjährige Marie hat ein besonderes Verhältnis zu dem Haus, in dem sie mit ihrer Familie lebt: Das Haus spricht mit ihr und reagiert auf sie wie ein weiteres Familienmitglied. Dann aber geht Maries Großmutter einem Ganoven auf den Leim und scheint das Haus verloren zu haben. Natürlich setzt Marie zusammen mit ihren Freunden Konrad und Stefan alles daran, ihr Zuhause zu retten.

Wegen grober Misswirtschaft der leicht naiven Großmutter, einer Erfinderin von kuriosen, nicht unbedingt nützlichen Dingen, droht der heruntergewirtschafteten alten Villa Henriette die Zwangsversteigerung. Doch die zwölfjährige Marie besitzt ein besonderes Verhältnis zum Gebäude, das sogar mit ihr spricht und sich in vielen Dingen beinahe menschlich verhält. Also lassen Marie und ihre Freunde nichts unversucht, damit sie, ihre Eltern, die Oma, der Großonkel und die Tante in dem hübschen Haus wohnen bleiben können.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einen Kinderfilm der schrullig-skurrilen Art präsentiert der Wiener Filmemacher Peter Payer mit seiner Adaption eines Romans von Landsfrau Christine Nöstlinger. Gespickt mit netten optischen Ideen wird auf unkonventionelle Weise von einer drei Generationen umfassenden Großfamilie erzählt. Diese lebt gemeinsam unter dem Dach der titelgebenden, gemütlichen alten Villa Henriette, die auch noch sprechen kann. Eine illustre Besetzung, die von frech aufspielenden Newcomern über populäre Darsteller wie Nina Petri oder Lars Rudolph bis hin zu Schauspiel-Veteranin Cornelia Froboess reicht, macht dieses moderne Märchen auch für „große“ Kinder interessant.

    Obwohl sich die Wienerin Christine Nöstlinger seit Jahrzehnten größter Popularität bei einem internationalen Publikum erfreut, sind ihre Bücher noch nicht allzu oft für die Leinwand adaptiert worden. Das scheint sich jetzt zu ändern. Denn nach der gelungenen Verfilmung von „Die 3 Posträuber“ (1998) befindet sich mit „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ bereits eine weitere in Vorbereitung. Doch nun zu „Villa Henriette“, das viele zu Nöstlingers besten Arbeiten zählen. Wegen grober Misswirtschaft der leicht naiven Großmutter, einer Erfinderin von kuriosen, aber nicht unbedingt nützlichen Dingen, droht der heruntergewirtschafteten Villa Henriette die Zwangsversteigerung. Doch die zwölfjährige Marie setzt alles daran, damit sie, ihre Eltern, die Oma, der Großonkel und die Tante in dem hübschen Häuschen wohnen bleiben können. Und während diese Geschichte gemütlich vor sich hin plätschert, nimmt sich Regisseur Peter Payer viel Zeit, um seinen facettenreichen Figuren Leben einzuhauchen: der bodenständigen Mutter (Nina Petri), die als Stewardess überwiegend durch Abwesenheit glänzt, dem etwas lebensfremden Vater (Lars Rudolph), der seinen Museums-Job verloren hat, es aber zu Hause verschweigt, weil es ihm peinlich ist, oder der liebenswerten Oma (Cornelia Froboess). Und mittendrin Marie (Hannah Tiefengraber, ein Naturtalent), die gleich mehrere „Probleme“ gleichzeitig zu bewältigen hat: Die Beschaffung von 200.000 Euro zur Rettung des Hauses, die psychologische Betreuung von Villa Henriette – die (mit der Stimme von Nina Hagen) sprechen kann, aber nur mit Marie – und, besonders wichtig, die Ordnung ihres Liebeslebens, schließlich hat sie in den Nachbarsjungen Konrad und Stefan gleich zwei glühende Verehrer.

    „Villa Henriette“ profitiert nicht nur von diesen wunderbaren Charakteren und ihren allzu menschlichen Handlungsweisen, Payer baut auch geschickt immer wieder kleine Spezialeffekte ein, lässt Rollläden rauf- und runterrattern, Glasscheiben zerbersten und Wasserhähne spritzen. Dazu gesellen sich Omas Erfindungen wie ein Mülleimer, der glaubt, ein Autobus zu sein, oder ein Kühlschrank mit therapeutischen Fähigkeiten. Viel Komisch-Absurdes also, auch jede Menge Anarchisch-Intelligentes und Fantasievoll-Eigenwilliges, und deshalb zwar ein Kinderfilm, aber keineswegs ein Film „nur“ für Kinder. lasso.

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