Verspielte Nächte

  1. Ø 0
   1997
Verspielte Nächte Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Verspielte Nächte: Geschichte über Liebe, Sucht und das schnelle Geld im Berlin der neunziger Jahre von der Griechin Angeliki Anoniou einfühlsam inszeniert.

Helena und Eva verbringen ihr Leben in den Nachtclubs Berlins. Eva ist kokainabhängig, Helena ist spielsüchtig. Als Maria, die jüngere Schwester Helenas, auftaucht, um sie vom Tod ihres Vaters in Griechenland zu benachrichtigen, prallen Welten aufeinander. Helena versucht, ihr wahres Leben vor der Schwester zu verheimlichen, doch Maria schöpft Verdacht.

Helena und Eva verbringen ihr Leben in den Nachtclubs Berlins. Als Maria, die Schwester Helenas, auftaucht, um sie vom Tod ihres Vaters in Griechenland zu benachrichtigen, prallen Welten aufeinander. Geschichte über Liebe, Sucht und das schnelle Geld im Berlin der neunziger Jahre von der Griechin Angeliki Anoniou einfühlsam inszeniert.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Nach dem Tod ihres Vaters reist eine junge Griechin nach Berlin, um ihre Schwester wiederzusehen - eine angeblich erfolgreiche Tänzerin, die aber der Spielsucht verfallen ist.

    Jurybegründung:

    Jasmin Tabatabai, Vicky Volioti und Sharon Brauner sind drei wunderbare Hauptdarstellerinnen, die ihre sehr gegensätzlichen Rollen hervorragend und glaubhaft verkörpern. Der Film zeigt dem Zuschauer zwar Berliner Halbweltmilieu, das eigentliche Drama spielt sich aber zwischen den beiden Schwestern ab, der klassisch schönen Maria und der krankhaft spielsüchtigen Helena. Ebenso wie Maria darum kämpft, Helena zu retten, letztlich erfolgreich, kämpft diese um die Rettung ihrer drogensüchtigen Freundin Eva, wenn auch letztlich erfolglos.
    Diese spannende Geschichte wird mit großer Ruhe erzählt und vermeidet es geschickt, sich aller naheliegender Klischees des Milieus zu bedienen. So wird das Geschehen glaubhaft und macht den Zuschauer zugleich betroffen. Der Fotografie gelingen beeindruckende Berlin-Bilder, die die Stadt in einem ungewohnten Licht erscheinen lassen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Wie schon in ihrem Dokumentarfilm „Gefangene des Meeres“ und ihrem Spielfilmdebüt „Donusa“ geht es bei Angeliko Antoniou um Familienbeziehungen vor dem Hintergrund der griechischen Herkunft. Im Berlin von heute kämpfen zwei Frauen mit Sehnsüchten und Süchten, um Liebe und Freundschaft.

    Als die junge Griechin Maria (Vicky Volioti) auf einer kleinen Ägäis-Insel am Grab ihres Vaters trauert, tuscheln die Nachbarn. Die ältere Schwester Helena (Jasmin Tabatabai) fehlt, die nach Deutschland zurückgekehrt ist, um Tanz zu studieren. Da sie auch auf Anrufe nicht reagiert, reist Maria nach Berlin. Dort zeigt sich Helena nicht gerade begeistert über den überfallartigen Besuch. Sie hat den Traum von einer Karriere als Tänzerin inzwischen aufgegeben und frönt ihrer Spielsucht im Halbweltmilieu. Bald entdeckt Maria die Wahrheit und versucht, ihr zu helfen und sie aus der Lethargie zu reißen. Die dritte im Bunde ist die kokainabhängige Eva, die gemeinsam mit Helena im Spielsalon betrunkene Typen abzockt. Trotz aller Gegensätzlichkeit nähern sich die Schwestern einander an. Als Maria sich in einen verdeckten Polizei-Ermittler verliebt und damit Helenas Existenz aufs Spiel setzt, spitzt sich die Lage zu.

    Die griechisch-stämmige Regisseurin, die seit 13 Jahren in Berlin lebt, entwickelt die Lebensentwürfe zweier Frauen, die sich als Gastarbeiterkinder in verschiedenen Kulturen eingerichtet haben. Behutsam inszeniert sie ein gefühlvolles Drama um Lebenslügen und die Suche nach Anerkennung und Identität, um seelische Wunden, die nie ganz heilen. Dabei thematisiert sie das Problem von Gastarbeiterkindern, die nirgends mehr zu Hause sind und, wie schon in „Donusa“, die patriarchalischen Strukturen, unter denen Töchter leiden. So hat sich Maria dem strengen Vater angepaßt. Sein Tod bewirkt bei ihr eine befreiende Katharsis, bei Helena folgte der strengen Erziehung das Ausflippen, das Revoltieren gegen Autoritäten. Wie beide Schwestern mit ihrem schwachen Selbstwertgefühl und ihren Bindungsängsten umgehen, das erzählt Angeliki Antoniou anfänglich in dichter Atmosphäre sehr glaubhaft, setzt aber am Ende auf überzogene, unnötige Aktion. Dennoch verfolgt man mit Interesse die Konflikte der beiden Protagonistinnen und ihren Reifungsprozess. Auch wenn die Berliner Baustellen etwas zu oft die Umbruchsituation der jungen Frauen symbolisieren, gewinnt man Gefalllen an „Verspielte Nächte“. Nicht zuletzt wegen der überzeugenden, schauspielerischen Leistung von Vicky Volioti, die nicht nur durch ihre Zweisprachigkeit für die Rolle der Maria ideal ist. mk.

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