Filmhandlung und Hintergrund

Im Stil der 40er Jahre gehaltene, rabenschwarze Thrillerkomödie mit hohem Humorfaktor um eine Zugfahrt.

Im Winter 1945 rollt ein Eisenbahnzug von Stockholm nach Berlin. Unter der bunt gemischten, nicht gerade vertrauenserweckenden Fahrgastschar befinden sich ein Arzt und seine Geliebte. Die beiden haben die Absicht, die Gattin des Doktors, die sich ebenfalls an Bord befindet, ins Jenseits zu befördern. Diesem Unterfangen steht jedoch ein erfolgloser Schriftsteller und dessen Absicht im Weg, Gutes für die Menschheit zu leisten. Zwei Nonnen und ein schwules Pärchen hat er damit bereits an den Rand des Wahnsinns getrieben. Baltische Flüchtlinge und Kriegsheimkehrer machen das Chaos komplett.

Wittgensteins Leitmotiv „nichts ist wie es scheint“ zieht sich wie ein roter Faden durch diese skandinavische Mischung aus Thriller, schwarzer Komödie und ungehemmtem Slapstick. Der schwedische Autor, Schauspieler und Regisseur Peter Dalle inszenierte im Design der 40er Jahre.

Im Winter 1945 rattert ein Nonstop-Express vom Stockholmer Bahnhof nach Berlin. Da machen es sich der heimtückische Arzt und seine Geliebte im Luxusabteil bequem und planen, die störende Gattin umzubringen, die wenige Meter weiter ahnungslos mit einer Fremden Freundschaft schließt, schleicht ein rüder Schlafwagenschaffner durch die Gänge, parliert der erfolglose Autor Gunnar mit seinen zwei schwulen Sitznachbarn über Wittgenstein.

Stockholm im ersten Nachkriegswinter. Im Expresszug nach Berlin findet sich eine illustre Reisegruppe zusammen. So schmiedet ein durchtriebener Arzt mit seiner Geliebten Mordpläne an der wenige Meter weiter sitzenden Gattin, während ein hilfsbereiter Lektor bei all seinem Tun für verbrannte Erde sorgt. Als Autor Gunnar beim Gespräch mit seinen schwulen Sitznachbarn immer neues Unheil anrichtet und beinahe einen Kriegsveteranen abfackelt, bringt er sogar zwei Nonnen dazu, ihren Trost im Alkohol zu suchen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Verschwörung im Berlin-Express: Im Stil der 40er Jahre gehaltene, rabenschwarze Thrillerkomödie mit hohem Humorfaktor um eine Zugfahrt.

    Eine Zugfahrt, die es in sich hat: Im Winter 1945 rattert ein Nonstop-Express vom Stockholmer Bahnhof nach Berlin. An Bord die wunderlichsten Gestalten - vom angriffsresistenten Kriegsveteranen über den tollpatschigen Gutmenschen bis hin zum durchtriebenen Mordgesellen. Die rabenschwarze Thrillerkomödie mit hohem Humorfaktor erhielt bei den Nordischen Filmtagen Lübeck den Publikumspreis.

    Schon der erste Blick auf die Fahrgäste lässt Chaos befürchten. Da machen es sich der heimtückische Arzt und seine Geliebte im Luxusabteil bequem und planen, die störende Gattin umzubringen, die wenige Meter weiter ahnungslos mit einer Fremden Freundschaft schließt, schleicht ein rüder Schlafwagenschaffner durch die Gänge, parliert der erfolglose Autor Gunnar mit seinen zwei schwulen Sitznachbarn über Wittgenstein und sorgt mit seinem Willen, Gutes zu tun, für permanentes Durcheinander. Sogar zwei Nonnen verlieren durch sein Verhalten den Glauben und greifen nach der Schnapsflasche. Der Lektor aus Not fährt nach Berlin, um beim Aufbau zu helfen und hinterlässt mit seiner Ungeschicklichkeit bei allem, was er tut, einen Trümmerhaufen - vergiftet fast das schwule Pärchen, bringt den Verband eines Kriegsveteranen zum Kokeln und reduziert eine Gruppe baltischer Flüchtlinge. Ganz nebenbei stört er das Mordkomplott.

    Wittgensteins Leitmotiv „nichts ist wie es scheint“ erhält eine neue filmische Bedeutung, am Ende ist die Überraschung komplett. Der schwedische Autor Schauspieler und Regisseur Peter Dalle mixt einen unterhaltenden Cocktail aus Thriller, Film Noir und Slapstick im Stil der 40er Jahre. Dabei bedient er sich sowohl altmodischer Techniken wie moderner, allerdings sehr dezent eingesetzter Computer-Effekte. Kopiert wurde der Film - bis auf eine der letzten Szenen - auf schwarzweiß, um den nostalgischen Look zu unterstreichen. Die Komprimierung der Handlung auf engem Raum steigert die Intensität und die manchmal klaustrophobische Atmosphäre. Die bewussten Anleihen an „Mord im Orient Express“ samt seltsamen Personals und abstruser Verdächtigungen sind köstlich, immer wieder bricht sich die Komik, schlägt um in bitterbösen Sarkasmus und Tragik, das souveräne Spiel mit klassischen Mustern reicht bis zur Persiflage. Der englische Humor bekommt hier scharfe Konkurrenz. mk.

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