Verrückt vor Liebe

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   2010
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Kritikerrezensionen

  • Die Schweiz ist schon lange eine beliebte Kulisse für Bollywood-Filme, insbesondere für ihre Song-&-Dance-Nummern, die diese kunterbunten Kitschtragikomödien der übervollen Herzen und großen Gefühle, auszeichnen. Ein ziemlicher Kultur-Clash, mag man meinen – in Hinblick auf das doch eher bedächtige Wesen der Eidgenossen. Alles Klischee? Die Schweizer haben’s vielleicht nicht erfunden, das flotte Lustspiel, doch jetzt den Spieß umgedreht – genauer gesagt: Anna Luif, gebürtige Zürcherin, die mit „Madly in Love“ nach Oliver Paulus „Tandoori Love“ eine weiteren Hindi-Herzschmerzstreifen direkt in der Alpenrepublik gedreht hat. Weshalb auch in die Ferne schweifen?

    Allerdings muss man genau sein: „Madly in Love“ ist insofern nicht „Bollywood“, als hier die Tamilen zum Zuge kommen, die in der Schweiz gut vertreten sind. Daher wir neben gemäßigtem Schwyzerdütsch eben auch Tamil geredet, doch für den Durchschnittszuschauer hierzulande dürfte das egal sein: Bunt und ausgelassen geht’s zu, der Humor – vor allem dank Devans chaotischen Cousin Siva (Murali Perumal), der so gerne Rapper werden will – ist der übliche, die Liebe wie stets eine Himmelsmacht und am Ende – Überraschung! – wird alles gut.

    Wie bei Shahrukh Khan und Co. muss man das nicht mögen, aber wer das bonbonbunte naive Treiben mit seinen energetischen Tanzeinlagen, der unbekümmerten Romantik und den gutherzigen Gags mag, kommt auch hier auf seine Kosten. Wobei „Madly in Love“ in Sachen Story dann doch etwas dünn geraten ist. Dafür kann Laura Tonke, die zumindest nicht Schwyzerdütsch synchronisiert wurde wie noch Lavinia Wilson in „Tandoori Love“, sowas von nicht tanzen, dass es eine eigene Freude ist, und der sympathische Darsteller-Laie Muraleetharan Sandrasegaram stielt ihr sowieso die Show.

    Doch eigentlich ist es genau das, was „Madly in Love“ so reizend macht: Das doch Hüftsteife des Landes, die ulkig-eckige Sprache: Das alles verleiht dem Film eine frische und originelle Note. So gesehen passen hier Schweiz und Indien – pardon: Sri Lanka ganz wunderbar zusammen, ein ungewöhnliches Paar, das an sich seine Freude hat und mehr (oder zumindest anders) Spaß macht, als ein durch und durch „echter“ Single-Charmeur aus der betörenden Fremde.

    Fazit: Schweizer „Bollywood“-Film, freilich mit Tamilen, der mit den Standards des „Genres“ beschwingt unterhält, vor allem aber wegen einiger „Steifheit“ frisch anmutet.

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