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Fakten und Hintergründe zum Film "Verr?ckt nach Dir"

Kino.de Redaktion |

Verrückt nach dir Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

„Going the Distance“ (Verrückt nach Dir) ist eine ebenso krasse wie romantische Komödie, in der es herzlich, aber auch heiß her geht: Was passiert, wenn Bier und gegrillte Chickenwings zu einem One-Night-Stand führen, der sich bald zu sehr viel mehr entwickelt?

Als Erin und Garrett sich kennen lernen, haben sie nichts weiter vor, als ein paar ausgelassene Wochen lang ihren Spaß zu haben, bevor sie zu ihrem Studium nach San Francisco zurückkehrt und er seine Arbeit in New York City wieder aufnimmt. Doch als Erin ins Flugzeug Richtung Heimat steigen will, merken beide, dass sie tiefere Gefühle füreinander entwickelt haben: Egal wie man das nennen will – es soll jedenfalls nicht aufhören. Also beschließen sie, ihre Beziehung über die große Entfernung hinweg fortzusetzen.

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Drew Barrymore und Justin Long spielen das durch den amerikanischen Kontinent getrennte Paar, dessen Rendezvous tatsächlich aus Telefonsex bestehen. Dazu Barrymore: „Mir gefiel die Story, weil sie ebenso humorvoll wie sexy ist, dabei aber überraschend emotional. Ich bekam diese Figuren gar nicht wieder aus dem Kopf und überlegte ernsthaft, warum oder wie sie mit ihren Problemen (nicht) fertigwerden. Ich bin immer an Geschichten interessiert, die komplexe Beziehungen auf komische, zeitgenössische Art illustrieren.“

„Ich hatte eine Menge romantische Komödien gelesen“, erinnert sich Long. „Doch diese stach für mich heraus, weil sie viel unmittelbarer, realistischer und komischer ist, weil darin niemand ein Blatt vor den Mund nimmt.“

„In meinen Dokumentarfilmen zeige ich das wirkliche Leben – deshalb wollte ich einen Spielfilm inszenieren, der so realistisch wie möglich wirkt: Die Leute fluchen – und sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“, sagt Regisseurin Nanette Burstein. „Die Story ist sehr originell, und die Vorgaben völlig selbstverständlich. Ich fühlte mich sofort angesprochen und war überzeugt, dass viele Zuschauer damit etwas anfangen können.“

Produzent Adam Shankman stimmt ihr zu: „Die Geschichte schildert ehrlich all die Gefahren, die eine Beziehung auf eine so große Distanz bedrohen – egal wie verliebt die Beteiligten sind: So etwas ist immer schwierig.“

Shankman und seine Produzentenpartnerin Jennifer Gibgot empfanden den Realismus und die Reife dieser Komödie als sehr erfrischend: „Das Spannende war, dass Jennifer und ich uns bisher noch nicht auf dieses Terrain vorgewagt haben. Ehrlich gesagt: Mein Humor hat immer einen etwas subversiven Touch“, gesteht Shankman.

„Man empfindet es als ungeheuer befreiend, wenn die Figuren in einer Szene wie ganz normale Menschen reden – egal ob es um eine Liebesszene, einen Streit oder sonst etwas geht“, stellt Gibgot fest.

Das Drehbuch schrieb Geoff LaTulippe, der damit sein Debüt als Autor gibt und sich von ganz persönlichen Erfahrungen inspirieren ließ. „Die Idee hatte ich – was viele Leute schockieren wird – nach einer durchzechten Nacht“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken. Er und Executive Producer Dave Neustadter diskutierten Drehbuchideen, als Neustadter erwähnte, dass er gerade eine Fernbeziehung beendet hatte. „Dave erzählte etliche Anekdoten über seine einschlägigen Erfahrungen, und wir beide konnten uns an keinen Film erinnern, der dieses Thema in den Mittelpunkt gestellt hätte – schon gar keine Komödie. Wir merkten sofort, dass sich die komischen Situationen nur so anboten, ohne die herzzerreißenden Momente zu vernachlässigen – aber alles sollte Biss haben. Denn das wahre Leben hat immer Biss.“

Problemlos überwand der Autor die Grenzen konventioneller Szenarios und Dialoge. Neben seiner Liebesbeziehung pflegt Garrett eine innige Männerfreundschaft zu seinen besten Freunden Box und Dan, die von den Nachwuchs-Comedy-Stars Jason Sudeikis und Charlie Day gespielt werden. LaTulippe konfrontierte diese Figuren mit etlichen unerwarteten, aber äußerst lebensnahen Situationen.

„Wir leben nicht mehr in den 1950er-Jahren, sind nicht mehr schockiert über ein nacktes Frauenknie und können drastische Flüche ertragen – alles, was irgendwie lustig ist, hatte die Chance, ins Drehbuch einzugehen“, grinst Day.

„Es gab ein Drehbuch? Ich habe kein Drehbuch gelesen“, sagt Sudeikis augenzwinkernd.

„Sarkastische Leute gibt es jede Menge, und Geoff gehört auf jeden Fall dazu“, berichtet Shankman. „Die Story nimmt sich nicht sonderlich ernst, weil sie von Figuren geprägt wird, die einen Sinn für Ironie haben. Sie leben bewusst in der realen Welt und tun das, was reale Menschen tun, wenn sie unter widrigen Umständen zusammenbleiben wollen. Dazu gehört, dass man sich seinen Humor bewahrt.“

Produzent Garrett Grant behauptet: „Die heutige Wirtschaftslage macht es den jungen Leuten, die beruflich noch nicht etabliert sind, um vieles schwerer: Es ist ein hartes Stück Arbeit, sich durchzuschlagen, wenn man kaum eine Wahl hat. Wenn man sich nicht den Luxus leisten kann, an jedem beliebigen Ort zu arbeiten, oder nicht genug Geld hat, um ständig hin- und herzureisen, ist das ein schweres Los, das jedermann nachvollziehen kann.“

Produktion: Die Besetzung

Keine Frage: Dass die Chemie zwischen den Hauptfiguren stimmt, ist in der Liebeskomödie wichtiger als in jedem anderen Genre. Umso mehr, wenn die Filmemacher sich vornehmen, die Grenzen der Komödie auszuloten. In diesem Fall geht es gar nicht anders, als dass es zwischen den Darstellern funkt – zumal Burstein alle auffordern wollte, am Set zu improvisieren.

„Die Stars haben buchstäblich bei uns Schlange gestanden“, sagt Grant über die im Film versammelte Spitzenbesetzung, darunter die in romantischen Komödien sehr erfahrene Drew Barrymore, Justin Long, Christina Applegate sowie die Komiker Jason Sudeikis und Charlie Day.

Gibgot berichtet: „Weil Erin und Garrett so oft getrennt sind, spielen die Familien und Freunde eine große Rolle. Deshalb wollten wir Drew und Justin mit ausgesuchten Nebendarstellern umgeben, die allesamt ihre Komik einbringen dürfen.“

In der Rolle der hoffnungsvollen Nachwuchsjournalistin Erin muss Barrymore sowohl Durchsetzungsvermögen als auch Verletzlichkeit zeigen, wobei sie aus Erins Tendenz zur Besserwisserei humoristisches Kapital schlägt. „Drew hat oft das süße Mädchen von nebenan gespielt, doch Erin ist sehr dickköpfig, sie flucht, sagt, was sie denkt, und begegnet den Männern durchaus auf Augenhöhe. Drew spielt Erin, ohne dabei etwas von ihrem Charme zu verlieren“, stellt Burstein fest.

„Erin ist sehr stark: Sie bewegt sich selbstsicher in Bars, meistert Videospiele und behauptet sich in Gesellschaft von Männern“, erzählt Barrymore. „Doch in der Vergangenheit hat sie schon einmal ihre Beziehung wichtiger genommen als ihre Träume und es dann bedauert – das wird sie nicht noch einmal tun. Ich spiele Erin gern, weil sie scharfzüngig, schlagfertig und ehrlich ist. Ich mag ihren Wagemut.“

„Wenn man als Frau um die 30 ist und auf dem schrumpfenden Arbeitsmarkt ein Praktikum nach dem anderen macht, hat man viel Konkurrenz – das ist äußerst frustrierend“, sagt Shankman. Erin macht es daher genau wie viele andere junge Profis: Nach Feierabend geht sie aus, um Dampf abzulassen. „Sie vergnügt sich genauso intensiv, wie sie arbeitet“, fügt der Produzent hinzu. „Sicher empfindet Drew das als angenehmen Tempowechsel – sie spielt ihre Rolle ganz fantastisch.“

Erin liebt Garrett, einen Talentsucher in der Musikbranche, der coole, unabhängig produzierte Musik über alles liebt, für seinen Arbeitgeber aber vor allem kommerzielle Bands betreuen muss. Wenn sich in seinem Privatleben eine ernstere Beziehung abzeichnet, stellt er sich oft selbst ein Bein. Diese Rolle übernimmt Justin Long – Shankman beschreibt ihn als „eine Art Jedermann, mit dem sich Männer genauso identifizieren können wie Frauen.“

„Garrett bewegt sich auf eingefahrenen Gleisen – professionell ebenso wie privat“, stellt Long fest. „Als Manager auf den unteren Sprossen der Erfolgsleiter versucht er sich einen Namen in der Branche zu machen, die aber seiner Meinung nach ihre Ideale verraten hat. Eben hat wieder eine Frau nach wenigen Monaten mit ihm Schluss gemacht, weil er sich nie festlegen will. Dann lernt er Erin kennen, einen verrückten, ruppigen, kleinen Kobold. Sie ist hübsch, bringt ihn zum Lachen, er ist fasziniert und – Achtung: ich verrate eigentlich schon zu viel – sie finden sich.“

„Ich erlebe sowohl Erin als auch Garrett als sehr ehrlich – sie haben ihre Schwächen“, berichtet Shankman. „Garrett verhält sich zeitweilig reichlich unmöglich, und das Gleiche gilt manchmal auch für Erin – beide sind egozentrisch. Aber obwohl das Leben beiden Tritte versetzt, bemühen sie sich wirklich, damit fertigzuwerden, bevor sie wirklich beurteilen können, ob sich die Mühe lohnt. Und obwohl der Humor jede Szene dominiert, orientiert sich der Film vor allem an den emotionalen Szenen zwischen Justin und Drew.“

Während des gesamten Films werden Erin und Garrett von ihren Freunden und – in Erins Fall – ihrer Familie unterstützt und skeptisch beäugt. Christina Applegate spielt Corinne, Erins gluckenhafte Schwester, die den früheren und aktuellen Liebesgeschichten ihrer kleinen Schwester nie etwas abgewinnen konnte.

Applegate dachte sich für ihre Rolle eine Vorgeschichte aus: „Die beiden Schwestern waren jahrelang allein aufeinander angewiesen: Ich stelle mir vor, dass Corinne Erin mehr oder weniger aufgezogen hat“, spekuliert die Schauspielerin. „Deshalb will sie nicht nur ihr eigenes, sondern auch Erins Leben kontrollieren. Doch auch bei ihr kommt es manchmal vor, dass sie über die Stränge schlägt.“

„Christina und Drew sind ein tolles Team“, begeistert sich Burstein. „Sie arbeiten zwar erstmals zusammen – aber mir kommt es so vor, als ob sie wirklich Schwestern wären.“

Barrymore sieht das ähnlich: „Ich arbeite sehr gern mit Christina. Sie inspiriert mich und bringt mich ständig zum Lachen.“

An der anderen Küste stehen Garrett meist seine besten Freunde Box und Dan zur Seite, die Erin zwar mögen, dafür Garrett aber umso weniger, wenn er mit ihr zusammen ist – oder, genauer gesagt: wenn sie wieder abgereist ist, denn die ständigen SMS-Nachrichten und Anrufe nehmen ihn voll in Anspruch.

Box arbeitet für dasselbe CD-Label wie Garrett – die Rolle spielt Jason Sudeikis. „Box ist Garretts sarkastischer Freund, der alles besser weiß“, berichtet Sudeikis. „Dank der heutigen Technik, mit der man ein Date auch über eine Distanz von Tausenden Kilometern erleben kann, ist Box zunehmend frustriert, denn sein Freund ist nur körperlich anwesend, aber mit dem Kopf ganz woanders.“

Charlie Day spielt Garretts ehrlichen, aber etwas beschränkten Mitbewohner und Freund Dan, der Garretts Affäre unterstützen möchte, indem er sich zunutze macht, dass die Wände in ihrer Wohnung dünn wie Papier sind. Dazu Day: „Dan bekommt oft mit, was in Garretts Zimmer abläuft – entweder gibt er dann durch die Wand seine Kommentare ab, oder er legt Musik auf, die er in der jeweiligen Situation für angemessen hält. Er ist nicht nur Garretts bester Freund, sondern auch der DJ seines Lebens.“

„Jason spielt Box mit ätzendem Witz, und Charlie ist genauso süß, wie Dan sein muss – sie haben sich die Bälle auf urkomische Weise zugespielt“, sagt Gibgot. „Das Männertrio wirkt sehr authentisch. Sie haben ihren Spaß mit den Rollen, stellen sich wirklich aufeinander ein, was man im Film ganz genau spürt.“

Zum Männerzirkel des Films gehören auch die Komödiendarsteller Jim Gaffigan (als Corinnes Mann Phil) und Ron Livingston (als Garretts Firmenchef Will).

„Wir haben eine Spitzenbesetzung“, freut sich Burstein. „Dadurch wird der Film viel komischer, als wir uns je hätten träumen lassen. Als Regiedebütantin habe ich wirklich extremes Glück gehabt.“

Produktion: Die Dreharbeiten

„Verrückt nach Dir“ wurde komplett in und um New York City gedreht. Ein zweites Drehteam machte nach Abschluss der Dreharbeiten in San Francisco die nötigen Außenaufnahmen.

„Weil es im Film um eine Fernbeziehung geht, geben die jeweiligen Wohnorte den Hauptfiguren den nötigen Halt“, weiß Shankman. „Mir haben die romantischen Aspekte sowohl von New York als auch von San Francisco immer besonders gefallen. Man kann sich dort einsam fühlen und trotzdem gleichzeitig Teil der Gemeinschaft sein, weil man auf Schritt und Tritt vom Leben umgeben ist.“

Um genau diese Atmosphäre einzufangen, verließ sich Burstein auf Kameramann Eric Steelberg, Produktionsdesigner Kevin Kavanaugh und Kostümdesignerin Catherine Marie Thomas.

Außenaufnahmen in New York entstanden unter anderem im Central Park. Wichtige Szenen drehte das Team auf der berühmten Schafwiese, auf dem literarischen Pfad am südlichen Ende der Promenade und auf dem See am Bootshaus, wo Barrymore, Long, Sudeikis und Day sich allesamt in einem der begehrten Ruderboote drängten.

Regisseurin Burstein nutzte ihre Dokumentarerfahrung, um etliche Szenen zwischen Erin und Garrett mit Guerilla-Technik und sehr kleinem Team zu filmen. „Wir wollen zeigen, wie sie sich im Verlauf etlicher Dates verlieben. Deshalb haben wir einige Einstellungen mit HD-Kameras und ohne Drehbuch in Coney Island und Chinatown gedreht“, berichtet die Regisseurin. Das Team und die Schauspieler drehten jeweils so lange unbemerkt, bis die Passanten Barrymore und Long erkannten.

Das Team filmte auch im The Half King, einem Downtown-Bar/Restaurant, das Burstein und anderen gehört: Hier jobbt Erin als Kellnerin, und hier bildete sich während des Drehs das beliebte, inoffizielle Hauptquartier von Darstellern und Mitarbeitern. Außerdem drehte das Team in nicht weniger als elf weiteren Bars und Lokalen zwischen der Upper West Side, der Lower East Side und Brooklyn.

Etliche Innenszenen entstanden in den Hellgate Studios in Queens, wo Kavanaugh mit seinem Team mehrere Sets baute: Garretts und Dans Apartment mit Garretts Schlafzimmer, das aufgrund der Bausubstanz Dan Gelegenheit gibt, Garretts und Erins erste Begegnung als DJ zu begleiten; das Sonnenstudio, wo Garrett seiner bleichen Ostküstenhaut etwas Farbe gönnen möchte; und Erins Zimmer im Haus ihrer Schwester. Die anderen Innenräume dieses Hauses in San Francisco wurden in Riverdale/New York gefilmt, und ein echtes Haus doubelte den Rest von Corinnes und Phils Haus in einem Vorort von San Francisco.

Weitere bekannte Drehorte waren der JFK Airport, der auch als Flughafen von Oakland dient; Chelsea Piers, wo die Männer Golfschläge üben; und das Pratt Institute, das die kalifornische Stanford University doubelt. Das Produktionsteam war außerdem in zwei Redaktionen zu Gast: Das Büro der New York Daily News vertrat die San Francisco Chronicle, wobei der Chefredakteur als Statist mitwirkte. Und das Büro der Agentur Associated Press bildete die Redaktion der fiktiven Zeitung New York Sentinel, wo Erin ein Praktikum macht. Damit entstanden erstmals Aufnahmen im historischen Büro der berühmten Nachrichtenagentur, die während des Drehs den normalen Betrieb weiterführte. Tatsächlich kann man im Hintergrund dieser Szenen echte AP-Mitarbeiter bei ihrer harten Arbeit beobachten.

„Wir hatten großes Glück, während des Sommers in New York City drehen zu können“, sagt Grant. „Das Wetter war einfach traumhaft, die Stadt ist optisch ein Juwel, hat einen ausgeprägten Charakter. Wir mussten gar nicht viel tun, damit sie schön aussieht: Wir haben sie einfach gefilmt, wie sie ist.“ Auch einen Großteil ihrer Freizeit verbrachten die Darsteller und Teammitglieder gemeinsam und genossen das berühmte gute Essen und Trinken an den verschiedenen Schauplätzen. „Das ging so weit, dass alle sagten: ‚Wir können nicht mehr – wir müssen mit dem Futtern aufhören“, lacht Grant. „Das hat richtig Spaß gemacht.“

Zu diesem Spaß trägt in „Verrückt nach Dir“ auch die Musik bei, und die Filmemacher schätzten sich glücklich, als sie die Gruppe The Boxer Rebellion fanden, die im Film als unbekannte, vertraglose Band auftritt: Erin nimmt Garrett bei seinem Besuch in San Francisco mit, um die Band zu hören. Gitarrist Todd Howe, Bassist Adam Harrison, Schlagzeuger Piers Hewitt und Frontmann Nathan Nicholson bilden die urwüchsige britische Gruppe, die wie im Film keinen Vertrag mit einem Label hat. Ein New-Line-Manager verpflichtete sie für den Film, nachdem er ihren Auftritt in Los Angeles erlebt hatte. Die Filmemacher freuten sich über diese Entdeckung, denn sie hatten zunächst angenommen, dass sie Schauspieler engagieren müssten, die eine fiktive Band zum Playback mimen würden. Während der Aufnahmen spielte die Band live, was die Szenen sehr realistisch machte und den Schauspielern ein authentisches Konzert-Ambiente vorgab.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass The Boxer Rebellion im Film mitwirkt“, sagt Burstein. „Sie haben eine originelle Botschaft, und ihr Sound ist besonders filmtauglich. Als ich ihn hörte, konnte ich mir sofort die Szenen vorstellen, die zu ihren Songs passen würden.“

Die Band schreibt üblicherweise Songs für ihre Bühnenauftritte und merkte, dass Filmsongs eine etwas andere Technik erfordern.

„Es gibt jede Menge Vorgaben“, berichtet Nicholson. „Zum Beispiel mussten wir für unseren Song im Filmkonzert eine ungewöhnlich lange Intro schreiben, damit Zeit für den Szenendialog bleibt.“

Doch die Bandmitglieder bewältigten auch diese Aufgabe. Dazu Hewitt: „Normalerweise halten wir uns beim Songschreiben an keinerlei Vorgaben wie im Drehbuch, das uns Thema und Atmosphäre vorgibt. Oder jemand verlangt: ‚Davon ein bisschen mehr, und davon weniger.‘ Die Voraussetzungen sind also anders. Aber es war mal etwas Neues.“

Der Band machte es nicht nur Spaß, die Songs beizutragen und den Dreh zu beobachten, sondern auch selbst vor der Kamera aufzutreten. „Ich habe nie daran geglaubt, dass wir mal in einem Film mitwirken würden – das war ein echtes Erlebnis“, sagt Howe.

„Es war eine tolle Erfahrung – und wir werden dadurch bekannt“, fügt Nicholson hinzu.

„Stimmt! Denn im Radio hat uns bisher niemand sehen können!“, grinst Harrison.

Die Liebenden in „Verrückt nach Dir“ bemühen sich wie viele echte Paare, die oft getrennt sind, mit Humor und Gefühl für Stimmung zu sorgen, wenn sie zusammen sind.

„Obwohl Erin und Garrett durch Tausende von Kilometern voneinander getrennt sind, bemühen wir uns, dass sie im Herzen und per Humor beieinander bleiben“, sagt Drew Barrymore. „Beides soll in jeder Szene präsent sein.“

Justin Long sieht das ähnlich: „Was mich so anspricht – und ich hoffe, das gilt auch für die Zuschauer: Der Film hält sich nie zurück – genau wie in echten Beziehungen, wie im wahren Leben.“

Dazu Produzent Adam Shankman: „Ganz sicher erkennen die Zuschauer sich oder ihre Freunde und Freundinnen in diesen Figuren wieder. Es geht um ehrliche Gefühle, die sehr komisch rüberkommen.“

Regisseurin Nanette Burstein sagt: „Ich erlebe diesen Film als irrwitzige ehrliche Komödie über die Probleme einer Fernbeziehung – es geht um die Gratwanderung zwischen Beruf und Liebesleben, wenn man mit 30 das Gefühl hat, dass man eigentlich einen Weg gefunden haben müsste. Der Beruf wird gegen die Liebe ausgespielt, und wir zeigen, wie komisch das Ergebnis sein kann.“

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