Veronika beschließt zu sterben

  1. Ø 4
   2009

Veronika beschließt zu sterben: Adaption des gleichnamigen Paulo-Coelho-Bestsellers. Eine junge Frau, die nicht mehr lange zu leben hat, verliebt sich.

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Filmhandlung und Hintergrund

Veronika beschließt zu sterben: Adaption des gleichnamigen Paulo-Coelho-Bestsellers. Eine junge Frau, die nicht mehr lange zu leben hat, verliebt sich.

Die New Yorkerin Veronika ist jung, hübsch und erfolgreich – vor allem aber vom Dasein überfordert. Also beschließt sie zu sterben. Der Selbstmordversuch schlägt fehl, und sie wacht in einer Nervenheilanstalt wieder auf. Mit einer schlechten Prognose: Die Ärzte eröffnen ihr, dass ihr als Spätfolge der Tablettenüberdosis nur noch wenige Tage zu leben bleiben. Befreit von allen Verpflichtungen sowie der Last des Alltags, beginnt Veronika ihr Leben zu genießen und verliebt sich in einen ihrer Mitpatienten.

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Kritikerrezensionen

  • Emily Young adaptiert Paulo Coelhos Bestseller als Psychogramm einer verzweifelten Großstadtfrau, die Sarah Michelle Gellar erschreckend echt zum Leben erweckt.

    Veronika hat alles was man sich wünschen kann: gutes Aussehen, Erfolg im Beruf, eine stilvoll eingerichtete Wohnung und nette Freunde. Dennoch ist sie nicht glücklich, ihr fehlt der Mut, sich dem Leben zu stellen, und deshalb beschließt sie, Selbstmord zu begehen.

    Aus dem Jahr 1998 stammt „Veronika beschließt zu sterben“, Paulo Coelhos millionenfach verkaufter, durchaus autobiographisch inspirierter Bestseller, den Emily Young („Kiss of Life“) 2009 mit viel Einfühlungsvermögen für die Leinwand adaptiert hat. Sarah Michelle Gellar, eher spezialisiert auf Gruselstoffe und bestens bekannt als TV-Vampirjägerin „Buffy“, schlüpft in die Rolle der lebensmüden Titelheldin. In einer idyllisch gelegenen Nervenheilanstalt wacht sie nach ihrer Tablettenüberdosis auf, enttäuscht, deprimiert… bis der behandelnde Arzt Dr. Blake ihr eröffnet, dass der Suizidversuch irreparable Schäden an ihrem Herzen verursacht hat und ihr deshalb nur wenige Wochen auf dieser Welt bleiben.

    Zunächst überrascht die Besetzung mit Gellar – Kate Bosworth war ursprünglich für den Part vorgesehen -, ist sie doch eigentlich zu alt, die 24-Jährige der Vorlage zu spielen. Doch schon nach wenigen Leinwandminuten kann man sich niemand anderen für diese komplexe Rolle vorstellen. Sie nimmt sich und ihr Spiel extrem zurück, verlässt sich auf Körpersprache und Mimik, um ihre Stimmungsschwankungen sichtbar zu machen. Ihr Gegengewicht – schauspielerisch wie emotional – ist der schizophrene, rastlose Edward (Jonathan Tucker aus „Im Tal von Elah“), in den sie sich verliebt und der sie lehrt, das Leben zu schätzen, während der besonnene Blake (grundsolide: David Thewlis) im Hintergrund still die Fäden zieht.

    Wer eine werkgetreue Umsetzung erwartet, wird enttäuscht. Young versucht erst gar nicht, die phantastischen Momente des Buches in Bilder zu packen – Veronika verlässt im Film nie ihren Körper -, spart die (spekulative) Psychiatrieebene weitgehend aus und verlegt die Handlung von Slowenien nach New York. Sie erstellt vielmehr das Psychogramm einer modernen (Großstadt-)Frau, die, zunächst zögerlich, einen Neuanfang wagt. Extrem ruhig hält sie dazu das Tempo des Dramas, sachlich klar Seamus Tierney seine Bilder. Sorgfältig ausgearbeitet sind sämtliche Charaktere, deren Handeln bleibt stets gut nachvollziehbar.

    Es geht, frei nach Martin Heidegger, um das gute Gefühl des Auf-der-Welt-Seins, um die Bejahung des Lebens und den lohnenswerten Kampf darum. Das „bewusste“ Sterben holt Veronika ins Hier und Heute zurück, der moderne Score von Murray Gold erdet den Film in unserer Realität. Eine philosophische Arbeit, aber nicht verkopft, eine kluge Roman-Interpretation, die Kitsch und Klischees meidet. Im zeitgenössischen Kino ist das selten. geh.

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