Vernetzt - Johnny Mnemonic

  1. Ø 2.5
   1995
Vernetzt - Johnny Mnemonic Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Johnny Mnemonic ist Datenkurier. In der Cyber-Welt der Zukunft bedeutet dies, das ihm anvertrautes Material in einem ihm unzugänglichen Teil seines Gehirn gespeichert wird. Als er jedoch ein paar Daten zuviel abbekommt, droht sein Gehirn innerhalb von 24 Stunden zu platzen, falls er die Formeln nicht loswird.

Im Jahr 2021 befindet sich die Welt in den Händen von wenigen Megakonzernen. Nur ein paar Untergrund-Hacker, die Lo Teks, kämpfen noch gegen die übermächtigen Unternehmen. Mittendrin steht Johnny, einen Datenkurier, der Info-Bytes in seinem Gehirn transportiert. Mit seiner neuesten Speicherung hat er sich übernommen – wird diese nicht innerhalb von 48 Stunden gelöscht, explodiert sein Gehirn. Gejagt von Yakuza-Verbrechern und weit von seinem Zielort entfernt, sind die Lo Teks seine letzte Hoffnung.

Erstmals wurde eine Kurzgeschichte des Cyberpunk-Erfinders William Gibson für die Leinwand adaptiert. Mit Keanu Reeves in der Hauptrolle und exzellentem Produktions-Design.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Speed“ hieß die Geheimformel, mit der sich Nachwuchsstar Keanu Reeves, („Bill und Teds exzellentes Abenteuer“, „Little Buddha“) vor genau einem Jahr in Hollywoods A-Klasse katapultierte. Mit seinem Nachfolgefilm „Vernetzt“, einem düsteren SciFi-Thriller, wird sich zeigen, ob er das Zeug zum Actionstar hat oder, manchen Unkenrufen von Spöttern zufolge, lediglich ein „One-Bus-Wonder“ ist. Als Regisseur der Alliance-Produktion wurde der New Yorker Konzeptkünstler Robert Longo verpflichtet, dessen Film man ansieht, daß er die Crew anhielt, sich zur Einstimmung die SciFi-Meilensteine „Blade Runner“, „Brazil“ und „Alphaville“ zu Gemüte zu führen. So wird die erste Verfilmung einer Vorlage von Cyberpunk-Guru William Gibson („Neuromancer“) denn auch von einem genretypischer Introtext eröffnet, der über die Weltlage im 21. Jahrhundert informiert, in der die großen Konzerne regieren, menschliche Datenträger Informationen schmuggeln und sogenannte Lo- Teks die Opposition bilden. Wie „Speed“ bezieht die hyperstilisierte Zukunftsvision ihr Spannungselement aus einem Wettlauf mit der Zeit. Der Datenschmuggler Johnny Mnemonic (Reeves) überschreitet bei seiner angestrebt letzten Transaktion seine Ladekapazität ums Doppelte. Johnny muß die Informationen innerhalb von 24 Stunden downloaden, sonst droht seinem überlasteten Gehirn der Kurzschluß. Er ahnt nicht, daß er die Formel des Heilmittels für die tödliche Epidemie NAS gespeichert hat. Die Yakuza und ein übergeschnappter apokalyptischer Priester (Dolph Lundgren einmal mehr als muskelgestählter Psychopath) trachten daher wörtlich nach Mnemonics Kopf. Ihm zur Hilfe gesellen sich die KampfsportamazoneJane (Dina Meyer) – ihr Körperkontakt beschränkt sich auf einen jugendfreien Kuß -, die Lo-Teks unter der Führung von Rapper Ice-T als J-Bone und Alternativ-Rock-Ikone Henry Rollins in der Rolle des idealistischen Arztes Spider. Im Lo-Tek-Hauptquartier kommt es zum kugeldurchsiebten Finale. Die computeranimierten Virtual-Reality-Sequenzen sind innovativ geraten und sorgen für den entsprechenden futuristischen Touch. Auch die Polarität zwischen dem pompösen Luxus der Machthabenden und dem mülligen Recycle-Look der Lo-Teks wurde gut herausgearbeitet und sorgt für innere Spannung. Nur die Titelfigur hätte man sympathischer und weniger eindimensional anlegen können. So wird er von Reeves als ununterbrochen nörgelnder Egoist, statt als Held mit kühlem Charme porträtiert. Oft wirkt sein Dialog prätentiös. Bezeichnenderweise werden ihm so gut wie keine pointierten One-Liner in den Mund gelegt. Die Actionszenen sind brutal und blutig, die schauspielerischen Leistungen, gerade von den Musikstars Ice T und Henry Rollins, durchwachsen. Jugendliche werden sich von dem rasanten High-Tech-Futurethriller und seinem jungen Star dennoch angezogen fühlen, vor allem wenn mit einer cleveren deutschen Synchronisation einige Unebenheiten behoben werden. ara.

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