Verliebt in eine Hexe (2005)

Originaltitel: Bewitched
Verliebt in eine Hexe Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Verliebt in eine Hexe: Der magische Sixties-Serienhit als romantische Kinokomödie mit Will Ferrell und Nicole Kidman.

Schauspieler Jack Wyatt (Will Ferrell) hat schon bessere Tage gesehen, als ihm das Schicksal quasi als letzten Strohhalm die männliche Hauptrolle im Remake der beliebten TV-Show “Verliebt in eine Hexe” in den Schoß weht. Jetzt braucht er nur noch eine Partnerin, die ihm hoffentlich nicht die Show stiehlt, in der alten Serie wurde der Hauptdarsteller nämlich mal ausgewechselt. In der schönen Zufallsbekanntschaft Isabel (Nicole Kidman) wird er fündig – ohne zu ahnen, dass er vor einer richtigen Hexe auf der Suche nach bürgerlicher Normalität und mit starken Entzugserscheinungen steht.

Remake und freundliche Hommage zugleich ist diese Fantasy-Romantikkomödie mit satirischer Würznote aus der Feder und in einer Inszenierung von Nora Ephron (“E-Mail für Dich”).

Hexe Isabel sucht ein normales Leben. Ausgerechnet in der TV-Branche glaubt sie es zu finden. In der Neuauflage des Serienoldies “Verliebt in eine Hexe” übernimmt sie die Titelrolle, wird aber von ihrem Partner, dem abgestürzten Kinohelden Jack Wyatt, nur ausgenutzt. Mit Zauberei revanchiert sie sich, bis beide ein Gefühl entdecken, das auch ohne Tricks magisch ist: die Liebe.

Im sonnigen San Fernando Valley strebt die leicht frustrierte Hexe Samantha alias Isabel Bigelow nur nach einem: Normalität. Heiraten möchte sie, einem Job nachgehen und ihren magischen Kräften Lebewohl sagen. Ausgerechnet in der verrückten Glitzerwelt der Medien sucht sie die Erfüllung ihres Wunsches. Und so ergattert sie ausgerechnet eine Rolle an der Seite von Kinostar Jack Wyatt in der Neuauflage der Serie “Verliebt in eine Hexe”. Doch leicht fällt der Abschied vom Zaubern deshalb nicht, zumal Wyatt sie zuerst nur ausnutzt.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Regie-Spezialistin für romantische Komödien wie „Schlaflos in Seattle“, Nora Ephron, hat sich hier der beliebten alten TV-Serie „Verliebt in eine Hexe“ („Bewitched“) angenommen, um sie für die Leinwand zu adaptieren. Und zwar nicht als pures Remake, sondern als verschachtelte Geschichte um eine Hexe, die die TV-Hexe spielt und sich bei den Dreharbeiten in ihren Filmpartner verliebt.

    Nicole Kidman als Isabel hat nicht nur eine ziemliche Ähnlichkeit mit der Samantha der sechziger Jahre, sie kann auch die Nase so gut kräuseln. Mit ihren blonden Löckchen und den pastellfarbenen Strickjäckchen sieht Isabel stets zauberhaft unschuldig aus. Das Nette am Drehbuch ist, dass gerade die unerkannte Hexe unter den Filmleuten in Hollywood am normalsten wirkt: brav, staunend, lernwillig.

    Ihr TV-Partner Jack Wyatt (Will Ferrell) gibt den Egoisten, der nach einem teuren Filmflop und Trennung von der Ehefrau ein paar Trümpfe vor der Kamera bitter nötig hat. Alle Beteiligten an den Dreharbeiten für „Bewitched“ sind darauf gepolt, den Star mit Lachern bei Laune zu halten.

    Isabel und Jack stehen natürlich irgendwann vor dem aufregenden Rätsel: Woher weiß ich, ob der andere mich um meiner selbst willen liebt – und nicht etwa wegen Hexerei oder solchem Blendwerk. Moderner Herzschmerz ist die Folge. Bevor die beiden ihr Rätsel lösen, geben sich noch ein paar schillernde Gestalten die Ehre.

    Da ist der alte Charmeur Nigel Bigelow, Isabels Vater. Mal spricht er von Gebäck-Packungen im Supermarkt zu seiner Tochter, mal wickelt er eine Schauspielerin um seinen Finger. Seine Botschaft lautet immer elegant, mit britischem Understatement, wie es Michael Caine so gut darstellt: Liebe ist nur ein Verführungswort, um die spaßige Seite davon zu genießen.

    Und da ist die Schauspielerin Iris (Shirley MacLaine), die Samanthas Filmmutter gibt. Aber sie ist nicht nur im Film eine Hexe, denn, wie der alte Nigel bald schon ahnt, hilft sie seiner Liebe zu ihr schon etwas nach.

    Lustig ist nicht nur die Film-im-Film-Geschichte an sich mit den vielen Pannen und Peinlichkeiten bei den Dreharbeiten. Lustig sind auch die kleinen Zaubereien Isabels und die kindliche Ernsthaftigkeit, mit der sie sich bemüht, ohne solche Hilfen auszukommen. Will Ferrell schließlich mimt den verzauberten Verliebten, der Luftsprünge macht, wirklich komisch.

    Alles in allem hat es sich gelohnt, sich für das Kino an die beliebte Hexe Samantha von früher zu erinnern, in diesem neuen romantischen Gewand, das ganz auf Nicole Kidman zugeschnitten ist. Die mädchenhafte Bescheidenheit Isabels spielt sie mit erfrischender Natürlichkeit und charmanter Zurückhaltung. Eine nette Komödie, eine nette Hommage an die Samantha-Filme, aber ohne den Ehrgeiz, mit etwas mehr Witz oder Feuer diesen Rahmen zu sprengen.

    Fazit: Nicole Kidman spielt eine unschuldige Hexe, die sich alle Mühe gibt, keine mehr zu sein: Lustige Hommage an die TV-Hexe Samantha aus den sechziger Jahren mit romantischen Zusatzstoffen.
  • Unter den drei Kino-Adaptionen ehemaliger TV-Hits, die dieses Jahr in die Kinos kommen, hat diese die potenziell größte deutsche Fangemeinde. “Honeymooners” und “Ein Duke kommt selten allein” sind Remakes spezifisch amerikanischer TV-Phänomene aus den Fünfziger- bzw. frühen Achtzigerjahren. “Verliebt in eine Hexe” aber gehört seit der ARD-Premiere 1967 zu den Programmsäulen in der Wiederverwertung und ist derzeit in der Frühschiene auf Kabel 1 zu sehen. Die Kinoversion dieses Dauerbrenners muss auf den Nostalgiefaktor des Oldies verzichten, versucht den Spagat zwischen Update und Hommage und präsentiert sich als romantische Komödie, die vielleicht nicht verzaubert, aber dank der Stars in den Schlüsselrollen solide unterhält.

    Über 10 Jahre wurde ein Ansatz gesucht, den Reiz dieser Beziehungskonstellation für eine neue Zuschauergeneration zu konservieren. Die Show lebte von der Kollision frecher Magie mit biederer Normalität, zeigte maskuline Hilflosigkeit angesichts charmant selbstbewusster Weiblichkeit. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen im Zusammenleben der Geschlechter geändert haben, ist diese Kräfteverteilung eigentlich ein zeitloses Phänomen. Trotzdem geht das Drehbuch der Ephron-Schwestern Nora und Delia (“E-Mail für dich”) andere Wege. An die Stelle der verschleierten femininen Dominanz, die auch im thematisch verwandten Serienhit “Bezaubernde Jeannie” offenkundig ist, tritt das Gleichgewicht. Dieses Konzept wird zum roten Faden für den Plot, der sich im Unterschied zur Serie nicht auf den Ehealltag konzentriert, sondern die Beziehung erst entwickelt. Und dies vor dem Hintergrund der Vorbereitungen zu einer TV-Neuauflage von “Verliebt in eine Hexe”, bei der die Dominanzverhältnisse wechseln, bis am Ende Harmonie hergestellt ist.

    Im ersten Teil des streng als Dreiakter konstruierten Stoffs versucht Kinoheld Jack Wyatt (Will Ferrell) nach dem Kapitalflop seines letzten Films mit dem TV-Remake von “Verliebt in eine Hexe” Fans und Produzenten wieder zu versöhnen. Ferrells Figur ist ein Plüschtiger, der nur auf Drängen seines Agenten das Spotlight und deshalb eine leicht zu dominierende Newcomerin für die weibliche Hauptrolle sucht. Er findet sie in Isabel, die wie Elizabeth Montgomery aus dem Sixties-Hit elegant mit der Nase wackeln kann. Dass sie eine echte Hexe auf der Suche nach Normalität ist, ahnt er nicht. So zwingt sich Isabel im neuen Leben zur magischen Abstinenz, bis sie erkennt, dass sie von Wyatt nur ausgenutzt wird. Im 2. Akt rebelliert die Blauäugige, sabotiert die Wyatt-Strategie und verhext den Egomanen, bis er wie ein liebestrunkener Straßenköter ihren Spuren folgt. In Akt 3 entdecken beide die Magie der Liebe, tritt an Stelle von Tricks und Lügen die Wahrheit und schließlich auch das Gleichgewicht.

    Diese Balance versucht der Film auch in den Hauptrollen zu halten. Ferrell ist zuständig für Situationskomik, hat gute Momente, aber auch solche, die in Ermangelung besserer Pointen verpuffen. Kidman ist sichtbar das darstellerische Schwergewicht, kreiert eine eigenständige Figur, deren Geheimnis schon in der tuschelnden Sprache angedeutet ist. Beide wirken romantisch kompatibler als die Protagonisten des Originals – nicht zuletzt auch in einer Tanz-Einlage, mit der Ephron an die Hollywood-Musicalvergangenheit ihres Vaters Henry erinnert. In den Nebenrollen übernimmt Michael Caine in wenigen Szenen souverän die Vaterrolle, während Shirley MacLaine unterfordert wirkt, weil sie Agnes Mooresheads Giftschleuder Endora nicht einmal auf der Film-im-Film-Ebene replizieren darf. Die Komödie konzentriert sich nicht auf eine verrückte Familie, sondern auf eine verrückte Branche, in der Star-Egos hofiert und dafür andere planiert werden. Das kann man bedauern, sich aber trotzdem durchaus amüsieren. kob.

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