Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Verführung von Engeln - Kurzfilme von Jan Krüger

Verführung von Engeln - Kurzfilme von Jan Krüger

Kinostart: 21.06.2007
zum Trailer

Filmhandlung und Hintergrund

Kurzfilmsammlung mit den vier Filmen "Verführung von Engeln" (2000). "Freunde" (2001), "Tango Apasionado" (2006) und "Hotel Paradijs" (2007).

Einen unbestechlichen Blick auf Beziehungen und Freundschaften von Jungs, Männern und Engeln gewähren vier zwischen sechs und dreißig Minuten lange Kurzfilme: Der kürzeste davon ist „Verführung von Engeln“, ein Musikvideo für Udo Lindenberg, in dem ein junger Mann beim Streifzug durch eine nächtliche Stadt unablässig aufreizenden Menschen begegnet. Doch es bleibt ihm versagt, die Distanz zu ihnen zu überwinden, bis er alle in einem rätselhaften Nachtclub wiedertrifft - ein schwarzweißer, erotischer Bilderstrom über Sehnsucht.

Frisches deutsches Kino verspricht die Kompilation aus vier mit zahlreichen Preisen bedachten Kurzfilmen von Nachwuchsregiehoffnung Jan Krüger, bestehend aus „Verführung von Engeln“ (2000), „Freunde“ (2001), „Tango Apasionado“ (2006) und „Hotel Paradijs“ (2007).

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Verführung von Engeln - Kurzfilme von Jan Krüger

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Verführung von Engeln - Kurzfilme von Jan Krüger: Kurzfilmsammlung mit den vier Filmen "Verführung von Engeln" (2000). "Freunde" (2001), "Tango Apasionado" (2006) und "Hotel Paradijs" (2007).

    Die Kurzfilmsammlung „Verführung von Engeln“ entdeckt den Regisseur Jan Krüger.

    Kaum zu glauben, dass so etwas im Informationszeitalter noch passieren kann: Da wird ein Kinoregisseur im Ausland mit Ruhm und Ehre überhäuft, und daheim kennt ihn kein Schwein. Auch wenn sich das nicht entschuldigen lässt, so gibt es zumindest doch eine Erklärung: Mit Ausnahme des Films „Unterwegs“ (2004), ein Kleines Fernsehspiel des ZDF, dem auch eine kurze Kinoauswertung vergönnt war, dreht Jan Krüger überwiegend Kurzfilme; und die werden hierzulande nun mal kaum wahrgenommen. In der regulären Kinoauswertung haben sie keinen Platz und im durchformatierten Fernsehabend sind sie ohnehin nicht vorgesehen.

    Um so respektabler ist diese Aktion der Edition Salzgeber: Der kleine Berliner Filmverleih hat vier von Krügers Geschichten zusammengestellt und bringt sie unter dem Titel „Verführung von Engeln“ in die Kinos. Schon die Geschichte, der die Kompilation ihren Titel verdankt, macht allerdings deutlich, warum Krüger kein Mann für den Mainstream ist: Vor sieben Jahren als Video für ein von Udo Lindenberg vorgetragenes Brecht-Lied entstanden, sammelt der Film in grobkörnigem Schwarzweiß schwül-erotische urbane Augenblicke. Thema und Atmosphäre sind damit vorgegeben: Krüger, Absolvent der Kölner Kunsthochschule für Medien, erzählt selbst in „Hotel Paradijs“ (2007), dem mit dreißig Minuten längsten Beitrag der Kurzfilmrolle, keine im gewohnten Sinn lineare Geschichte. Er schaut vielmehr zu, wie das Leben passiert.

    Meist sind es homosexuelle Paare, die er beobachtet. Geredet wird dabei zumeist wenig. Dafür ist die Bildsprache um so radikaler: „Tango Apasionado“ (2006), die Beziehungsverarbeitung zweier Männer (Arndt Schwering-Sohnrey, Martin Kiefer), besteht lange aus nur einer einzigen Einstellung; auch die Kamera bleibt starr. „Freunde“ (2001), ein kunstvoll verschachteltes kleines Kunstwerk, ist eine Bilderkaskade, die zwei Jungs (Marlon Kittel, Martin Kiefer) im kämpferischen Spiel zeigt. Für diesen Film erhielt Krüger einen Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig sowie den Deutschen wie auch den Europäischen Kurzfilmpreis. „Tango Apasionado“ ist im Auftrag des Filmfestivals in Rotterdam zu Ehren einer Werkschau von Michael Haneke entstanden, und in Frankreich rühmt man Krüger als Repräsentant einer „nouvelle vague allemande“. Bloß hierzulande ist Krügers Entdeckung überfällig; aber das kann sich ja nun ändern. tpg.
    Mehr anzeigen

News und Stories